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Blankenfelde-Mahlow Protest gegen Entwässerung
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Protest gegen Entwässerung
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19:26 12.12.2018
Uwe Kasulke (l.) und Oliver Kurzke halten den Bau eines Regenwasserkanals im Steinweg in Mahlow für überflüssig. Quelle: Christian Zielke
Mahlow

Der Steinweg in Mahlow ist eine kleine Anliegerstaße. Durchgangsverkehr gibt es kaum. Dennoch könnte der Steinweg eines Tages eine wichtige Rolle bei der Regenentwässerung der Umgebung spielen. Genau diese Möglichkeit sorgt derzeit für Ärger zwischen Anliegern und Verwaltung.

Im aktuellen Entwurf des Haushalts für 2019 sind 533 000 Euro für einen neuen Regenwasserkanal vorgesehen. Diese Summe hat Oliver Kurzke und Uwe Kasulke hellhörig werden lassen. Beide wohnen im Steinweg und müssten – wie ihre Nachbarn – einen Teil der Summe als Anliegerbeiträge bezahlen. Pro Grundstück wären zwischen 8000 und 10 000 Euro fällig. „Dabei wollen wir gar keinen Regenwasserkanal“, sagt Oliver Kurzke.

Kanalisation müsste regelmäßig gesäubert werden

Seit vielen Jahren fließe das Regenwasser im Steinweg ohne Probleme über ein natürliches Gefälle in das große Becken an der Maxim-Gorki-Straße. Probleme gebe es allenfalls an der Bodelschwinghstraße, wo sich das Wasser an der tiefsten Stelle sammelt und – wie in diesem Sommer geschehen – in den Keller eines Hauses läuft. Aus Sicht der meisten Anlieger im Steinweg genügt es, die dortige Kanalisation regelmäßig zu reinigen und instand zu halten, was die Gemeinde oft versäumt habe.

Weil sie eine Entwässerung durch und für ihre Straße nicht wollen, haben die Anlieger eine Petition an die Gemeinde formuliert. Vor allem vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Volksinitiative gegen die Straßenbaubeiträge sei das Ganze unverständlich. „Wir befürchten, dass die Gemeinde Fakten schaffen will“, sagt Oliver Kurzke.

Dass es überhaupt zum Aufstand der Anlieger kam, liegt an einem Schreiben aus dem Bauamt im August. Darin ist die Rede von dem Beginn der Planung und dem Neubau eines Regenwasserkanals im nächsten Jahr. „Eine zugegeben unglückliche Formulierung“, findet Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin.

Gemeinde erarbeitet Konzept zur Entwässerung

„Es gibt keine konkrete Planung“, sagt sie. Dies habe sie den Anliegern mehrfach schriftlich und im persönlichen Gespräch mitgeteilt. Die Gemeinde erarbeite derzeit ein Konzept zur Entwässerung des Gebietes. „Der Steinweg hat aufgrund seiner Verbindung zum Regenwasserbecken möglicherweise eine Schlüsselposition“, sagt Marion Dzikowski.

Bei den 533 000 Euro handle es sich um eine „fiktive Summe“. Ohne Geld im Haushalt könne die Verwaltung nicht planen.

Sollten die Planungen in konkrete Bauabsichten münden, werde man auf die Anlieger zugehen und das Beteiligungsverfahren in Gang setzen, wie es der Gemeinde-Leitfaden vorsieht, sagt Dzikowski: „Ich verstehe das Misstrauen der Verwaltung gegenüber nicht.“

Von Christian Zielke

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