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Blankenfelde-Mahlow Quelle für Verunreinigung des Wassers gefunden
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Quelle für Verunreinigung des Wassers gefunden
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02:17 31.05.2018
Die Rangsdorfer müssen ihr Wasser bis auf weiteres abkochen. Für die Dahlewitzer könnte es frühestens am Freitag Entwarnung geben. Quelle: Foto: Zielke
Rangsdorf

Die Menschen in Rangsdorf und Dahlewitz müssen weiterhin ihr Leitungswasser vor dem Trinken abkochen und zehn Minuten abkühlen lassen. Eine entsprechende Mitteilung veröffentlichte der Zweckverband KMS am Montag auf seiner Internetseite.

Die Quelle der Verunreinigung ist mittlerweile gefunden, heißt es weiter. Zu möglichen Verursachern wollte sich die KMS-Verbandsvorsteherin Heike Nicolaus auf Nachfrage der MAZ nicht äußern. „Ich will nicht spekulieren“, sagte sie. Weitere Untersuchungen sollen in den nächsten Tagen Gewissheit bringen.

Verdacht auf coliforme Bakterien bestätigt

Bestätigt ist mittlerweile, dass es sich – wie vermutet – um coliforme Bakterien handelt. Diese können bei Kindern, Älteren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem Krankheiten auslösen. Um welche Art von Erregern es sich handelt und wie krankheitserregend sie sind, soll nun ein Labor im baden-württembergischen Karlsruhe ermitteln. Ergebnisse erwartet der KMS frühestens am 11. Juni.

Da es nur wenige solcher spezialisierten Labore in Deutschland gibt und die Bestimmung lange dauert, könne sie keinen früheren Termin nennen. Eine kleine Entwarnung gibt Heike Nicolaus schon jetzt: „Wir wissen, dass es sich weder um Enterokokken noch um Colibakterien handelt.“ Diese können zu Durchfall und Infektionen führen.

Dahlewitz bekommt Wasser aus Groß Schulzendorf

Am vergangenen Freitag hat der KMS das Wassernetz von Dahlewitz inklusive Gewerbegebiet vom Rangsdorfer Wasserwerk abgetrennt. Die Dahlewitzer bekommen nun ihr Wasser aus Groß Schulzendorf. Aufgehoben wird das Abkochgebot jedoch erst, sobald an drei aufeinander folgenden Tagen keine Keime nachgewiesen wurden. Laut Gesundheitsamt ist frühestens am Freitag mit einer Entwarnung zu rechnen. Für Rangsdorf könne noch kein Termin benannt werden.

Täglich entnimmt der KMS in Rangsdorf und Dahlewitz nun Proben aus dem Wassernetz. Nach drei Tagen stehen die Ergebnisse fest.

Rangsdorf wird weiter vom örtlichen Wasserwerk versorgt

Rangsdorf mit seinen mehr als 11 000 Einwohnern wird weiter vom örtlichen Wasserwerk versorgt. Dort sei es nicht möglich, das Wasser aus Groß Schulzendorf zu beziehen. Man stehe in engem Kontakt zum Gesundheitsamt Teltow-Fläming, sagt Heike Nicolaus. Die Kreisbehörde hatte am vergangenen Dienstag das Abkochgebot verhängt, nachdem bei mehreren Proben Keime nachgewiesen worden waren.

In 18 Jahren beim KMS habe sie so etwas noch nicht erlebt, sagt Heike Nicolaus. „Das ist der Alptraum eines jeden Wasserversorgers“, sagte sie. Immerhin zeige sich nun, dass die Kontrolle durch das Gesundheitsamt, das regelmäßig Wasser in öffentlichen Einrichtungen untersucht, funktioniere.

Seit die Verunreinigung bekannt wurde, habe der KMS die Leitungen gespült, um die Keime abzutöten.

Von Christian Zielke

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