Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Blankenfelde-Mahlow Wie ein Dackel der Politik in Blankenfelde Kopfzerbrechen bereitet
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Wie ein Dackel der Politik in Blankenfelde Kopfzerbrechen bereitet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:03 11.10.2018
Der Blankenfelder Kunstschmied Werner Mohrmann-Dressel hat einen Dackel geschmiedet. Quelle: Christian Zielke
Blankenfelde

Dackel gelten als freundlich, flink und aufgeweckt. Ihr ausgeprägter Jagdtrieb macht sie zu beliebten Begleitern von Jägern. Eigentlich alles positive Eigenschaften – und doch fremdeln in Blankenfelde so einige mit dem Gedanken, einen Dackel als Kunstwerk im Ort aufzustellen.

Werner Mohrmann-Dressel hat das Dackel-Kunstwerk erschaffen. In seiner Blankenfelder Dorfschmiede treffen sich seit vielen Jahren Jugendliche aus der Herbert-Tschäpe-Oberschule, um die Verbindung von Kunst und Handwerk am praktischen Beispiel zu erlernen. Die Gemeinde unterstützt das Projekt. „Einer der Teilnehmer hatte die Idee zu dem Dackel“, sagt Mohrmann-Dressel.

Kunstwerk soll öffentlich sichtbar sein

Wochenlang haben die Schüler unter Anleitung das Metall zum Glühen gebracht, mit dem Hammer bearbeitet und geschweißt. Aus einem Metallrohr und verschiedenen Kleinteilen entstand ein Kunstwerk, das mit seinem 1,70 Meter langen und 60 Zentimeter hohen Körper, den Schlappohren und dem aufgestellten Schwanz unschwer als Dackel zu erkennen ist.

Die jungen Künstler möchten ihr Werk nun gerne dort aufstellen, wo möglichst viele es bewundern können und haben es der Gemeinde angeboten, die es schließlich auch mitfinanziert hat. „Es ist der Wunsch der Jugendlichen, dass der Dackel im öffentlichen Raum aufgestellt wird“, sagt Werner Mohrmann-Dressel. Die Märkische Promenade in Blankenfelde wäre ein möglicher Standort. Dort gehen viele Menschen mit ihren Hunden spazieren, außerdem gibt es dort Spiel- und Sportgeräte und bisher kaum Kunstwerke. Alternativ könne man den Dackel vor einer Schule aufstellen.

Die Politik fremdelt mit dem Dackel

Den politisch Verantwortlichen in Blankenfelde-Mahlow kommt das Kunstwerk etwa so gelegen wie das dritte paar Socken am Heiligabend. Der Blankenfelder Ortsbeirat sprach sich am Montagabend geschlossen dagegen aus, den Dackel in der Märkischen Promenade aufzustellen. „Dort passt er überhaupt nicht hin“, fand Ortsvorsteherin Hannelore Pappschik (Bürgerbündnis). Auch ein Standort nahe der Sparkasse, wie ihn der Ausschuss für Soziales und Kultur neben der Märkischen Promenade ins Spiel gebracht hatte, lehnt der Ortsbeirat ab.

„Vielleicht sollte Herr Mohrmann-Dressel erst mit der Gemeinde reden, bevor er ein Kunstwerk erschafft“, sagte Helga Bock. Dann müsse man nicht hinterher krampfhaft einen Standort suchen. Der Ortsbeirat regte an, den Dackel an einem Kindergarten oder vor dem Verwaltungsgebäude aufzustellen.

Entscheidung soll im November fallen

Genauso schwer wie der Ortsbeirat tut sich der Ausschuss für Soziales und Kultur mit dem metallenen Geschenk. In seiner jüngsten Sitzung konnten sich die Mitglieder ebenfalls nicht auf einen Standort einigen. Nun soll im November eine Entscheidung fallen.

Werner Mohrmann-Dressel gibt sich diplomatisch. Kunst sei schließlich Ansichtssache. „Es ist okay, wenn Leute etwas nicht gut finden.“

Von Christian Zielke

Der Blankenfelder Kunstschmied Werner Mohrmann-Dressel hat einen Dackel geschmiedet. Er würde ihn gerne in der Gemeinde öffentlich aufstellen, doch niemand möchte das Kunstwerk haben.

11.10.2018

Die Bahn baut wieder in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald. Betroffen sind die S46, S9, RE2, RE3, RE5, RE7, RB22 und RB24.

11.10.2018

Er selbst bezeichnet sich als Vernunftmensch mit Sinn für Gerechtigkeit. Der frisch gebackene Bürgermeisterkandidat der SPD Michael Schwuchow erklärt seine Vision für Blankenfelde-Mahlow.

14.10.2018