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Blankenfelde-Mahlow Vier Chöre am Mahlower See
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Vier Chöre am Mahlower See
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00:27 25.05.2018
Hans-Joachim Straub eröffnete in diesem Jahr mit seinem Frauenchor Mahlow den Reigen Quelle: Andrea von Fournier
Mahlow

Beschwingt wippt Waltraut Bark mit den Beinen im Takt. „Traudel“, wie sie von vielen genannt wird, sitzt inmitten der Menschenmenge am Mahlower See auf dem Sitzbrett ihres Rollators. Die Sängerin des Frauenchors Mahlow und frühere Musiklehrerin hat die Musik im Blut. „Da vorn, das ist Anja Nowatzeck. Sie war auch mal meine Schülerin“, zeigt die fast 88-Jährige schmunzelnd auf die Dirigentin vor dem „Gemischten Chor Mahlow“. Der hat sich unter dem Dach des Restaurants aufgestellt und absolviert den ersten Block seines Programms mit vier Liedern.

Tradition seit den 1950er Jahren

Es ist Pfingstmontagvormittag, die Sonne strahlt mit Traudel Bark um die Wette, und wie immer um diese Zeit seit den 1950er Jahren treffen sich Chorsänger zur „Sängermorgensprache“. Sie singen, hören zu, wie andere ihre Lieder darbieten, und tauschen sich bei Bier, Wein oder Wasser aus. Die vier Chöre am Mahlower See – Frauenchor und Gemischter Chor Mahlow, Männerchor Blankenfelde und Männerchor Lichtenrade – laden jedes Jahr reihum ein. Diesmal hatte Traudels Chor, der Frauenchor Mahlow 1951, den Hut auf. Deshalb eröffneten sie und ihre Chorfreudinnen den Reigen der musikalischen Vorträge. Chorleiter Hans-Joachim Straub, der auch Leiter des Männerchors Lichtenrade ist, hatte ein buntes Potpourri gebunden: Vom Volkslied über Pete Seegers „Sag mir, wo die Blumen sind“ bis zu Mittelalterklängen reichte es. Straub, ausgebildeter Opernsänger, erfreute mit seiner brillanten Stimme sowie Gitarren- und Flötenbegleitung.

Neuer Dirigent des Gemischten Chors Mahlow spielt gut Klavier

„An diesem Tag musizieren wir zu unserer eigenen Freude“, erklärt Hans-Walter Ludwig den Geist der Sängermorgensprache. Er singt beim Gemischten Chor und ist dessen Vereinsvorsitzender. Vor zwei Jahren hat Rainer Keck in diesem Chor den Taktstock übernommen. „Wir haben uns gesucht und gefunden!“, kommentiert Ludwig den Wechsel. Das breit gefächerte Repertoire habe sich damit nicht wesentlich verändert. Weil Keck jedoch hervorragend am Klavier agiert, bringt der Chor nun viele klavierbegleitete Titel. Zur Sängermorgensprache konnte man „Alles was gut tut“, „Vielen Dank für die Blumen“ oder auch „I have a dream“ von Abba hören.

Chöre suchen Nachwuchs

Für den Männerchor „Deutsche Eiche“ Blankenfelde 1882 hatte dessen Chorleiter Manfred Glaschke Lieder wie „Ännchen von Tharau“ oder „Wir sind alle über 40“ arrangiert. Letzteres trifft wortwörtlich nicht nur für diesen Chor zu. Alle Vereine sorgen sich um den Nachwuchs und selbst wenn sie, wie Hans-Walter Ludwig, sagen können, sie hätten zwei bis drei Neueintritte im Jahr, dann verlassen ebenso viele Sänger meist aus Altersgründen den Chor. „Wir haben auch ein paar jüngere Frauen unter unseren 41 und bieten dafür günstige Übungszeiten mittwochs ab 19.30 Uhr“, sagt Gudrun Schneck, Vereinsvorsitzende des Mahlower Frauenchors. Bei den Lichtenrader Männern bestätigt Hans-Joachim Straube die schwierige Suche nach sangesfreudigen Herren, die auch die Blankenfelder teilen. Für Sopran Traudel Bark ist das Singen ein Muss und sie will im Chor bleiben, solange es geht . „Wenn nur die Beine noch so wollten wie ich!“, sagt sie, wippt im Takt der Musik und blinzelt lachend in die Sonne.

Von Andrea von Fournier

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