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Blankenfelde feiert sein zweites Gemeindefest

„Blankenfelde verzaubert“ Blankenfelde feiert sein zweites Gemeindefest

Zum zweiten Mal feierte die Gemeinde Blankenfelde am Freitagabend ihr Gemeindefest, diesmal lautete das Motto: „Blankenfelde verzaubert“. Für diesen Effekt sorgten etliche Musiker und Artisten mit ihren Auftritten am Strand oder auf der Bühne. Darunter waren einige lokale Gewächse, aber auch namhafte Künstler aus der Hauptstadt.

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Gute Unterhaltung beim Blankenfelder Gemeindefest.

Quelle: Krischan Orth

Mahlow. „Tragt nur euer Leben in die totgesagte Welt,“ singt Linda Blümchen. Hinter ihr liegt der Mahlower See, auf dem inzwischen schon einige Laternen gegen die Dämmerung gleiten.„Blankenfelde verzaubert“ war das diesjährige Motto des Gemeindefestes, das am Freitagabend zum zweiten Mal gefeiert wurde.

Linda Blümchen ist die Frontfrau von „Chaplin’s Barbet“. Die junge Band aus Blankenfelde spielte zum Beispiel Songs von Max Poet oder auch englischsprachige Hits. Wobei ihr Name kein Pseudonym darstellt. Und „Lybius chaplini“ heißt der Vogel, der der Gruppe bei der Namenssuche ihrer Band im Internet zugeflogen ist – als sie den Namen des Gitarristen Max Feig aus Spaß ins Englische übersetzen wollten. Abgesehen von den Blankenfelder Lokalmatadoren traten am Strand oder auf der Bühne aber noch andere Künstler auf.

Ausmalen für Erwachsene

Zum Beispiel der Maler Ali Görmez. Der Berliner Popartkünstler hatte eine leere Leinwand mitgebracht, nur die schwarzen, dicken Konturen, die an Figuren von Keith Hering erinnerten, erschienen am Ende auf dem Stoff. Jeder Besucher war eingeladen, mit poppigen Farben die Formen auszumalen. Das Bild soll der Gemeinde übergeben und eventuell für einen guten Zweck versteigert werden.

Ali Görmez ist von der Kunst James Rizzis inspiriert, wie er sagt. An Schulen leitet er Workshops, zu seinen Bildern denken sich die Kinder Geschichten aus. „Lost in thoughts“ – „Verloren in Gedanken“ – heißt etwa ein 42 Quadratmeter großes Werk von Görmez, das im Foyer des Living Level Gebäudes nahe der East Side Gallery in Berlin ausgestellt ist. Dort befindet sich auch Görmez’ Atelier. „Mein Hobby habe ich zum Beruf gemacht“, sagt der Künstler, der früher Investmentbanker war. „Ich habe das Lebensauto irgendwann selbst gelenkt“, erklärt er seine Entscheidung, nur noch künstlerisch arbeiten zu wollen.

Wunschkonzert mit „Duo Thalamus“

Auch aus Berlin angereist waren „Gretchens Antwort“, vier junge Frauen, die a cappella singen. Seit anderthalb Jahren musizieren sie zusammen. Erste Erfolge haben sie in diesem Jahr erzielt, beim deutschen Chorfest in Stuttgart gewannen sie den ersten Platz. „Wir sind die Antwort auf die Gretchenfrage“, sagt Jessica Jorgas, Mezzosopran der Gruppe.

Die Wirkung von Musik auf die Herzen und Hirne der Zuhörer führt die Gruppe „Duo Thalamus“ schon im Namen. Sänger Sascha Lej nimmt das Publikum auf eine musikalische Reise mit, während seine Begleiterin Janana dazu mit Akrobatik und Feuerkreis tanzt. Sascha Lej singt Lieder, die das Duo von seinen Reisen mitgenommen hat. Auf Wunsch der Blankenfelder gaben sie zum Beispiel ein französisches Trinklied zum Besten. Oder auf italienisch hieß es: „Wir sind alle Brüder und Schwestern der Liebe und der Freiheit.“

Von Krischan Orth

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