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Teltow-Fläming Blankenfelder Gesundheitszentrum wird erweitert
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelder Gesundheitszentrum wird erweitert
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14:55 30.03.2016
Seit 1994 sind im Blankenfelder Gesundheitszentrum mehrere Fach- und Allgemeinärzte sowie Gesundheitsdienstleister zu Hause. Quelle: Christian Zielke (2)
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Blankenfelde

Wer heutzutage einen Facharzt braucht, muss geduldig sein. Oft dauert es Wochen, bis man einen Termin bekommt. Hat man es dann ins Wartezimmer geschafft, muss man nicht selten lange warten. Das Blankenfelder Gesundheitszentrum bekommt nun medizinische Verstärkung. Ines Liebold bietet ab dem 4. April Sprechstunden an. Die Internistin ist spezialisiert auf Infektiologie, Hepatologie und Reisemedizin.

Matthias Deters, der Geschäftsführer der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft, ist stolz auf seine neueste „Eroberung“. „Damit erweitern wir unser Spektrum erheblich“, sagt er. Ines Liebold, die 20 Jahre lang am Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum tätig war, sei eine von zwei Spezialärzten auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten in Brandenburg. Die 46-Jährige habe dem stressigen Krankenhausalltag entfliehen und sich beruflich neu orientieren wollen, da kam ihr das Angebot aus ihrem Heimatort gerade recht.

Geschäftsführer will weitere Fachärzte nach Blankenfelde holen

Wenn Matthias Deters es sich aussuchen könnte, würde er gerne noch weitere Fachärzte nach Blankenfelde holen. „Ein Orthopäde oder ein Unfallchirurg wären optimal“, sagt der 52-Jährige. Spezialisten sind jedoch schwer zu bekommen.

Für die Patienten soll sich dennoch vieles verbessern. In diesem Jahr wird das Gesundheitszentrum umgebaut. Die Räume, die bis November von der Wohnungsbaugesellschaft Wobab genutzt wurden, sollen zu Praxisräumen umgestaltet werden. Die 300 Quadratmeter werden dreigeteilt. Vorne soll es ein großes Wartezimmer geben.

1,2 Millionen werden in das Gesundheitszentrum investiert

Matthias Deters möchte erreichen, dass die Patienten künftig nicht mehr auf den Gängen stehen müssen. Besonderer Clou: Wer lieber bei Kaffee und Kuchen wartet, kann das in der Bäckerei im Erdgeschoss tun. Eine Digitalanzeige ruft dort die Wartenummer des Patienten auf. Oben soll es künftig Räume für ein Labor und Untersuchungen wie EKG und Sonographie sowie ein Verbandszimmer geben. Im hinteren Teil der Etage entstehen fünf Sprechzimmer. Bislang konnten maximal drei Ärzte gleichzeitig Patienten behandeln. Auch die Zeiten werden ausgedehnt. Montags und dienstags sind die Ärzte bereits ab 7 Uhr morgens im Dienst. Wer bis 9 Uhr oder zwischen 14 und 15 Uhr zur Akut-sprechstunde kommt, braucht keinen Termin. Ende des Jahres soll der Umbau der Praxisräume und der Physiotherapie abgeschlossen sein. 1,2 Millionen Euro werden in das Gesundheitszentrum investiert. Ein großer Teil der Summe fließt in modernen Brand- und Schallschutz. 400 000 Euro gibt die Gemeinde dazu. Aus der bisherigen Allgemeinarztpraxis wird ein Sportraum mit modernen Geräten.

Geschäftsführer Matthias Deters Quelle: Christian Zielke

„Wir rechnen mit mehr Patienten in den kommenden Jahren“, sagt Matthias Deters. Der studierte Betriebswirt befasst sich intensiv mit der Entwicklung des Gesundheitswesens. Das Blankenfelder Ärztehaus sieht er als Modell für die Zukunft, eine Art Neuauflage der DDR-Poliklinik. Integrierte Versorgung in großen Einheiten werde immer wichtiger. „Ich denke an einen Erweiterungsbau oder an einen zweiten Standort“, sagt Deters. Dieser könnte in Rangsdorf entstehen, das ebenfalls zum Einzugsgebiet gehört. Dann könnte es auch mit den ersehnten Fachärzten klappen.

Von Christian Zielke

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