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Teltow-Fläming Bleihaltiges Trinkwasser im Lehrerzimmer
Lokales Teltow-Fläming Bleihaltiges Trinkwasser im Lehrerzimmer
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06:05 08.12.2016
Trinkwasserprobleme in Luckenwalde. Quelle: dpa
Luckenwalde

Am Luckenwalder Friedrich-Gymnasium, das sich in Trägerschaft des Landkreises Teltow-Fläming befindet, darf in den Räumen 102 und 103 kein Leitungswasser zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen und Getränken entnommen werden.

Am Luckenwalder Gymnasium kann das Wasser im Lehrerzimmer lediglich zum Blumengießen verwendet werden. Aus Vorsorgegründen soll es nicht getrunken werden. Quelle: Margrit Hahn

Dies geht aus einem Schreiben der Landrätin an den CDU-Landtagsabgeordneten Sven Petke hervor. Die Sorge um mit Blei belastete Trinkwasser-Anschlüsse in Luckenwalde hatte ihn veranlasst, eine Anfrage an den Landkreis Teltow-Fläming zu richten. Er fragte nach, ob es richtig sei, dass im Trinkwasser-Hausanschluss des Gebäudes Bleirohre eingebaut wurden.

„Der Hausanschluss der Schule besteht nicht aus Bleirohr“, teilt Kornelia Wehlan mit. Die Verbindung des Verteilungsnetzes mit der Kundenanlage, also von der Abzweigstelle des Verteilungsnetzes bis zur Hauptabsperrvorrichtung ist bleifrei. Bei der Reparatur eines Auslaufventils im August dieses Jahres wurde allerdings festgestellt, dass die Steigleitung zum Lehrerzimmer Raum 102/103 aus Bleirohr besteht. „Dieser Sachverhalt wurde dem Gesundheitsamt und dem Schulverwaltungsamt umgehend mitgeteilt“, so Wehlan. Da es keine Unterlagen über den Verlauf der Leitungen gibt, wurde das Luckenwalder Ingenieurbüro Voigtländer im August mit der Bestandserfassung beauftragt.

Proben an 28 Trinkwasserstellen genommen

Als sofortige Maßnahmen wurden an 28 Trinkwasserzapfstellen wie Handwaschbecken im Altbau der Schule Wasserproben entnommen und analysiert. „Nach Auswertung der Untersuchungsergebnisse wurde festgestellt, dass die Bleikonzentration nur an den zwei Entnahmestellen im Lehrerzimmer mit 0,19 Milligramm pro Liter Trinkwasser beziehungsweise 0,03 mg/l erhöht waren“, berichtet die Landrätin. In den Leitlinien des Umweltbundesamtes zum Vollzug der Trinkwasserverordnung vom 13. Februar 2013 wurde ein gesundheitlicher Blei-Höchstwert für Säuglinge und Kleinkinder bis zwei Jahre von 0,01 mg/l sowie für alle anderen Personen bis 0,08 mg/l festgelegt.

Die Schulleitung wurde über den Sachverhalt unverzüglich informiert. Eine entsprechende Information, dass aus Vorsorgegründen aus den beiden Handwaschbecken der Lehrerzimmer kein Leitungswasser zum Trinken und für die Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet werden darf, befindet sich an den beiden Entnahmestellen.

Sven Petke (CDU) schlägt Alarm in Sachen Trinkwasser. Quelle: Detlev Scheerbarth

Der Austausch dieser Bleileitung soll in den Februarferien 2017 erfolgen. Schulleiter Michael Kohl sieht die Sache nicht dramatisch. „Wir haben mehr als 100 Wasserhähne im gesamten Gebäude. Bei den beiden alten Zuleitungen, die es betrifft, haben wir eh nur eines der Waschbecken genutzt“, sagt Kohl und setzt scherzhaft hinzu, dass aus dieser Leitung seit 100 Jahren getrunken wurde und bisher niemand Schaden daran genommen habe.

Kritik von CDU-Landtagsabgeordneten

Sven Petke sieht es kritischer. Für ihn ist es unverständlich, dass vor allem in Luckenwalde noch so viele Blei-Hausanschlüsse vorhanden sind. „Im Landtag wies die Landesregierung darauf hin, dass ein Verstoß gegen die Pflichten zum Austausch und zur Information geahndet werden muss“, stellt der Landtagsabgeordnete fest. Seiner Ansicht nach wurden die Betroffenen in der Stadt viel zu spät durch die Nuwab informiert. Er möchte wissen, welche Konsequenzen das Ganze hat.

Nuwab Geschäftsführerin Dagmar Stenzel hatte kürzlich die Stadtverordneten darüber informiert, dass es im Einzugsbereich der Nuthe Wasser und Abwasser GmbH Ende Oktober 2016 noch 413 Trinkwasserhausanschlüsse aus Blei gibt und das Ende 2017 alle betroffenen Leitungen im Stadtgebiet ausgetauscht sein sollen.

Von Margrit Hahn

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