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Teltow-Fläming Blick in die Sterilgut-Aufbereitung
Lokales Teltow-Fläming Blick in die Sterilgut-Aufbereitung
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21:13 31.07.2018
Mitarbeiterin Sylvana Uschkoreit (r.) präsentiert den Besuchern die Waschstraße in ihrer Abteilung. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Bei Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad haben die fünf Mitarbeiterinnen der Zentralen Sterilisations-Versorgungs-Abteilung derzeit die am erträglichsten klimatisierten Arbeitsplätze im Luckenwalder DRK-Krankenhaus, genießen aber ansonsten wenig Beachtung. „Wir arbeiten ziemlich abgeschottet und werden deshalb kaum wahrgenommen“, erklärt die Leiterin der Abteilung, Doreen Hempel. „Manchmal wünschen wir uns schon mehr Anerkennung“, sagt auch ihre Stellvertreterin Heike Schulze, „denn ohne uns läuft eigentlich in dem Krankenhaus nichts.“

Doreen Hempel (l.) und Heike Schulze Quelle: Elinor Wenke

Um ihre Arbeit bekannter zu machen und bei Kollegen Verständnis für die Zeitabläufe zu wecken, hatten die Mitarbeiter am Dienstag intern zu einem Tag der offenen Tür für das Krankenhauspersonal eingeladen – Ärzte wie auch Pflegekräfte. Wer hinter die Kulissen schauen wollte, der musste sich allerdings Schutz- beziehungsweise sterile Kleidung verpassen lassen.

Die Mitarbeiter der Sterilgut-Aufbereitung sorgen dafür, dass medizinische Instrumente, Technik und Zubehör sterilisiert werden und keimfrei wieder zum Arbeitsort gelangen. Hauptkunden sind die Operations-Teams, aber auch andere Abteilungen im Krankenhaus und Medizinische Versorgungszentren.

Doreen Hempel präsentiert alte und neue Technik. Quelle: Elinor Wenke

Instrumente wie Skalpell, Schere, Klemme, Wundhaken oder Pinzette, aber auch optische Geräte für Schlüsselloch-OPs werden in Sterilisationseinheiten – eine Art Korb in den Abmaßen von 30 mal 30 mal 60 Zentimetern – verpackt. Je nach Größe passen dort unterschiedlich viele Instrumente rein. „Im Jahr 2016 haben wir 15.960 Sterilisationseinheiten aufbereitet, im vorigen Jahr waren es schon 19.230“, sagt Doreen Hempel.

Sylvana Uschkoreit präsentierte die Waschstraße, in der die kontaminierten Instrumente in riesigen „Geschirrspülern“ vorgewaschen, mit Waschmittel gewaschen und dann bei 93 Grad thermisch desinfiziert werden. Auf der Rückseite – im Reinraum – nahm Doreen Hempel die heißen Gerätschaften in Empfang. Dann werden sie abgekühlt, gepackt und bei 134 Grad im Sterilisator keimfrei aufbereitet. Alles läuft computergesteuert und wird lückenlos aufgezeichnet. „Wenn ein Arzt wissen will, wo sein Instrument ist – wir finden es raus“, versichert Doreen Hempel.

Das Prozedere dauert vier Stunden

Das ganze Prozedere dauert etwa vier Stunden. „Wir müssen unsere Zeiten einhalten, da gibt es keine Kompromisse“, sagt Heike Schulze, auch wenn ungeduldige Ärzte drängeln. Die Mitarbeiterinnen arbeiten Montag bis Freitag in zwei Schichten und sonntags in Rufbereitschaft.

Cornelia Reißland und Petra Totzke aus der Funktionsabteilung zollten ihren Kollegen Respekt. „Für mich ist interessant, dass alle Instrumente auseinandergebaut werden müssen“, sagte Petra Totzke. Cornelia Reißland staunte, dass auch optische Geräte aufbereitet werden.

Von Elinor Wenke

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