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Blick in die kleinen Museen

Trebbin Blick in die kleinen Museen

In Trebbin hat der zweite Museumstag stattgefunden. Viele Museen und Ausstellungen waren für Besucher geöffnet. Der Heimatverein Trebbin hatte diesem Tag organisiert, um mehr Aufmerksamkeit für die kleinen Sammlungen in der Region zu schaffen.

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Die Handdruckspritze der Kliestower Feuerwehr.

Quelle: Robin Knies

Trebbin. Beim zweiten Museumstags waren in Trebbin und Umgebung am Sonntag zahlreiche kleine Museen und Ausstellungen für die Öffentlichkeit zugänglich. Ob Schul-, Rundfunk- oder Bier- und Brausemuseum: Alle möglichen Themenbereiche waren vertreten, so dass jeder der Besucher etwas Interessantes finden konnte. Der Tag wird seit vergangenem Jahr vom Heimatverein Trebbin organisiert, um mehr Aufmerksamkeit für die vielen kleinen, oft privat organisierten Sammlungen in der Region zu schaffen.

Alltagsgegenstände aus der Vergangenheit

In der Trebbiner „Heimatstube“ sind verschiedene Exponate und Alltagsgegenstände aus der Vergangenheit der Stadt zu sehen. „Hier gibt es viele Gegenstände, die ich noch aus meiner Kindheit kenne“, sagte Maggie Böddeker, Mitglied des Heimatvereins Trebbin, „und es wäre ja schade, wenn das alles in Vergessenheit geraten würde“. Ein Raum des Gebäudes ist dem Haushalt, einer dem Handwerk und einer der DDR-Vergangenheit der Stadt gewidmet. „Wir bewegen uns hier zwischen Kitsch und Kunst“, erklärte Maggie Böddeker. So zählen unter anderem Puppen in einem Kinderwagen, Plakate und Karikaturen und sogar eine vollständige Schusterwerkstatt zu den Ausstellungsstücken.

Im Ratskeller unter dem Trebbiner Rathaus fallen dagegen vor allem die bunten Deckenmalereien auf. „Sie stammen aus dem Jahr 1940 und zeigen die Clauert-Geschichten, für die unsere Stadt bekannt ist“, erläuterte Burkhard Heinrich, Vorsitzender des Heimatvereins Trebbin.

Neues Spritzenhaus eröffnet

Auch der Ort Kliestow hat historische Exponate zu bieten. Die Löschgruppe Kliestow der Feuerwehr Trebbin öffnete am Sonntag ihr neu gebautes Spritzenhaus, das erst in der vergangenen Woche eröffnet worden war. Im Haus befindet sich eine kleine Ausstellung mit historischer Feuerwehrtechnik, es dient gleichzeitig als Lagerraum für das Herzstück der Ausstellung, eine voll funktionsfähige Handdruckspritze aus dem Jahr 1917. Gebaut wurde die Spritze von der Luckenwalder Firma Koebe, die von 1878 bis in die 40er Jahre Löschfahrzeuge für Feuerwehren produzierte. Der Luckenwalder Günter Grunewald hat eine besondere Verbindung zur Koebe und der Feuerwehrtechnik von damals, denn sein Vater Erwin war seit den 1920er Jahren langjähriger Mitarbeiter der Firma. „Ich finde es schön, wenn die Leistung von den Menschen damals auch heute noch gewürdigt wird“, sagte Grunewald.

Die Feuerwehrspritze, die noch bis in die 1950er Jahre verwendet wurde, funktioniert wie eine Handpumpe und muss von mindestens vier Feuerwehrleuten betrieben werden. „Das wird dann schnell ziemlich anstrengend, es brennt ja meistens auch nicht nur zehn Minuten“, erklärte Peter Lubahn, Mitglied der Kliestower Feuerwehr.

Die Spritze ist aber nicht alles: Daneben sind in Kliestow außerdem verschiedene Feuerwehrtechnik, alte Bilder und ein Motorlöschgerät von der Feuerwehr Stangenhagen ausgestellt.

Von Robin Knies

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