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Teltow-Fläming Blindgänger in Altes Lager gesprengt
Lokales Teltow-Fläming Blindgänger in Altes Lager gesprengt
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22:15 17.06.2016
Christopher Ulke (l.) gibt das Signal. Jetzt kann Hilfstruppführer Steffen Seliger (r.) die Bombe aus der Ferne zünden. Quelle: Josefine Sack
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Altes Lager

Es war eine Premiere für die Gemeinde Niedergörsdorf: Zum ersten Mal musste dort eine Bombe, die zuvor ein Spaziergänger in einer Senke in einem Waldstück gefunden hatte, gesprengt werden. Bislang hatte Ordnungsamtsleiterin Claudia Neumann lediglich mit Kriegsmunition zu tun, die im Zuge von Abrissarbeiten gefunden worden war. Weil die Bomben jedoch stets transportfähig gewesen waren, konnten sie allesamt problemlos geräumt und entschärft werden.

Nicht so beim jüngsten Fund in einem unwegsamen Waldgelände nahe des ehemaligen Flugplatzes Altes Lager. „Der Aufwand ist gigantisch“, bringt Bauamtsleiterin Neumann die Maßnahmen rund um die Sprengung auf den Punkt.

Mehr als 90 Mitarbeiter der Feuerwehr, des Forst- und Ordnungsamts, der Polizei sowie des Rettungsdienstes waren am Freitagvormittag im Einsatz, um den Fundort westlich von Altes Lager zu sichern. Ab 7 Uhr zogen die Einsatzkräfte einen 800 Meter mal 1,2 Kilometer großen Sperrkreis rund um das betroffene Waldstück. Ab 8.30 Uhr durfte der Bereich nicht mehr betreten werden. Sogar der Luftraum war für die Zeit der Sprengung gesperrt. Bei strömendem Regen sicherten Feuerwehrleute, die sich in Sichtweite zueinander postiert hatten, die Außengrenzen des Sperrkreises – dann konnte das Team des Kampfmittelbeseitigungsdiensts (KMBD) aus Wünsdorf loslegen.

Bis kurz nach 10 Uhr dauerten die Vorbereitungen für die Sprengung der knapp ein Meter langen, 70 Kilogramm schweren deutschen Bombe. Dann tauchen endlich die roten Transporter des KMBD-Trupps am Waldrand auf. Gesprengt werden sollte aus etwa 600 Metern Entfernung, auf dem ehemaligen Flugplatz Altes Lager, wo die Einsatzleitung am frühen Morgen ihre mobile Zentrale aufgebaut hatte.

Das Signalhorn ertönte, Hilfstruppführer Steffen Seliger informierte per Funk alle Einsatzkräfte, um kurz darauf die Fernzündung auszulösen. Um Punkt 10.23 Uhr detonierte die Bombe mit einem lauten Knall. Die Rauchwolke über dem Waldstück war deutlich zu sehen. Anschließend begutachteten die Mitarbeiter des Räumdiensts die Fundstelle erneut und gaben den Sperrkreis um 10.45 Uhr wieder frei. „Wir mussten sprengen, weil der Zünder nicht mehr transportfähig war“, erklärte Seliger. Eine Entschärfung sei auch deshalb nicht notwendig gewesen, weil die Bombe in einem unbewohnten Waldstück gelegen habe: „Es war ungefährlicher, zu sprengen.“

Von Josefine Sack

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