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Teltow-Fläming Blönsdorf bekommt Verstärkung
Lokales Teltow-Fläming Blönsdorf bekommt Verstärkung
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00:21 09.02.2018
Selina Schröder freut sich über die Rückkehr in ihre Heimat und die damit verbundene Herausforderung in der Grundschule „Thomas Müntzer“ als Sozialarbeiterin. Quelle: Foto: Isabelle Richter
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Blönsdorf

Die Blönsdorfer Grundschule „Thomas Müntzer“ bekommt neuen Zuwachs. Ab April wird Selina Schröder als Sozialarbeiterin an der Schule ihre Arbeit aufnehmen.

„Schule spiegelt unsere Gesellschaft wieder. Wir wollen die Kinder auf dem Weg des Erwachsenwerdens stärken und ihnen zusätzlich zu Eltern und Lehrern einen Ansprechpartner bieten“, begründet Niedergörsdorfs Hauptamtsleiterin Andrea Schütze die Einrichtung der neuen Stelle.

Für die Gemeinde sei es wichtig, die Jugend- und Sozialarbeit fest an der Schule zu integrieren, denn der Bedarf sei schon lange da – und das nicht nur an Brennpunktschulen.

Das Gegenstück zur Jugendarbeit

„Schule ist inzwischen zu einem Lebensort geworden, an dem viel passiert, und es gibt Dinge, die wollen Kinder vielleicht gar nicht mit Mama, Papa oder dem Lehrer besprechen“, erklärt Selina Schröder.

Informationen zur Grundschule „Thomas Müntzer“

Die Grundschule „Thomas Müntzer“ in Blönsdorf ist die einzige Schule in der Gemeinde Niedergörsdorf.

Als verlässliche Halbtagsgrundschule kooperiert sie eng mit den Horten der Gemeinde.

Knapp 300 Schüler aus insgesamt 22 Ortsteilen der Gemeinde kommen täglich zum Lernen nach Blönsdorf.

Seit einigen Jahren werden die Jahrgangsstufen 1 und 2 ins Englische eingeführt.

An 19 Computern lernen Schüler frühzeitig den Umgang damit.

Neben Peter Baade, der bereits seit fast einem Jahr als Jugendsozialarbeiter in der Gemeinde tätig und bisher auch stundenweise für Schüler und Lehrer der Blönsdorfer Grundschule da ist, soll die 29-jährige Selina Schröder künftig als passendes Gegenstück zu ihm und der Jugendkoordinatorin Marika Gerlach agieren.

Ihr Fokus liegt dabei konkret auf der Arbeit mit den Kindern innerhalb ihres Schulalltags. 40 Stunden pro Woche wird sie deshalb hauptsächlich an der Grundschule im Einsatz sein, um Gespräche zu führen, Verhaltensweisen zu beobachten und Projekte zu bestimmten sozialen Themen durchzuführen.

Rückkehr nach Jüterbog

Damit kehrt Selina Schröder nach einigen Jahren wieder in ihre alte Heimat zurück. Denn die 29-Jährige wuchs in Jüterbog auf und machte dort ihr Abitur. Im Anschluss begann sie in Potsdam eine Ausbildung zur Erzieherin mit Schwerpunkt in der Sozialpädagogik.

Während mehreren Praktika „von Kita bis Jugendhaus“, berichtet Selina Schröder, habe sie ihre große Leidenschaft in der Schulsozialarbeit entdeckt. Diese Vorliebe verstärkte sich noch mehr, als sie ein dreimonatiges Praktikum an der Wiesenschule absolvierte. „Michael Lehmann hat mir dort die wichtigsten Grundlagen beigebracht“, erzählt Selina Schröder.

Die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Sozialarbeiter an der Wiesenschule bestärkte sie in ihrer Entscheidung, sich noch weiter im Bereich der Schulsozialarbeit zu spezialisieren.

Freude über bekannte Gesichter

Da ihr Mann damals aus beruflichen Gründen in Baden-Württemberg wohnte, absolvierte sie dort ein weiteres Praktikum. „So bin ich langsam reingerutscht und habe dann fast sieben Jahre lang Schulsozialarbeit gemacht“, erzählt sie weiter.

Nach ihrem Einsatz an einer Grund- und Hauptschule arbeitete sie zuletzt in einer Gemeinschaftsschule. Seit vergangenem Jahr ist sie selbst Mutter eines Sohnes. Innerhalb der nächsten Wochen wird sie mit ihrer Familie von Heilbronn zurück nach Jüterbog ziehen. „Wir haben uns ein Haus gekauft“, erzählt die Sozialarbeiterin.

Zu ihrer Freude wird Selina Schröder in ihrem künftigen Arbeitsalltag auch auf alte Bekannte treffen. Marika Gerlach und Peter Baade kennt sie bereits von früheren ehrenamtlichen Tätigkeiten. „Es ist schön, wenn man zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Ich finde es schön, gemeinsam mit den Beiden im Team zu arbeiten“, freut sie sich Selina Schröder auf Blönsdorf.

Von Isabelle Richter

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