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Teltow-Fläming Bodenpreise schießen weiter in die Höhe
Lokales Teltow-Fläming Bodenpreise schießen weiter in die Höhe
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00:18 04.03.2017
Beigeordneter Detlef Gärtner (l.) mit Carola Prokopp (M.) und Anett Thätner vom Katasteramt über der neuesten Bodenrichtwertkarte. Quelle: FOTO: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Die Bevölkerung südlich von Berlin – also vor allem in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald – wächst stetig. Beide Kreise haben die amtlichen Bevölkerungsprognosen für die nächsten zehn Jahre schon heute übertroffen. In beiden Kreisen leben inzwischen jeweils rund 167 000 Menschen. „Wenn das Wachstum so weitergeht, werden es in zwei Jahren jeweils 170 000 sein“, sagt der Beigeordnete Detlef Gärtner (SPD). Und damit habe sich in absehbarer Zeit die Frage der Eigenständigkeit beider Kreise mit 175 000 Einwohnern bei der vom Land beabsichtigten Kreisgebietsreform erledigt.

Zuzug aus Berlin sorgt für Druck auf dem Immobilienmarkt

Diese Entwicklung wirkt sich schon längst auf die Immobilienpreise aus. Am Dienstag wurde im Kreishaus die Entwicklung der Bodenrichtwerte im Kreisgebiet Teltow-Fläming im vorigen Jahr vorgestellt. Vor allem Zuzüge aus Berlin, aber auch aus anderen Bundesländern und Ländern lassen die Preise für bebaubare Grundstücke in die Höhe schießen. Insbesondere im Norden natürlich, aber da es dort kaum noch Grundstücke gibt, die zum Verkauf stehen, drückt die Nachfrage in die Fläche, „was teilweise bis Jüterbog reicht“, sagte Kreisentwicklungsdezernent Gärtner. Schon rede man nicht mehr nur vom Speckgürtel, sondern bereits vom zweiten Ring.

„Auch die hohen Preise drücken in den Süden“, bestätigt Anett Thätner, Leiterin des Kataster- und Vermessungsamtes in der Kreisverwaltung. Vor drei Wochen hatte wieder der Gutachterausschuss getagt und aufgrund der im Vorjahr getätigten Kaufpreise die Durchschnittswerte der Grundstücke für die verschiedenen Regionen und Zonen festgelegt.

Weniger Kauffälle als 2015, weil es weniger Flächenangebote gibt

Hatte man sich schon vor einem Jahr verwundert die Augen gerieben über die Preissprünge 2015, so ging es 2016 ebenso weiter. Im Vorjahr gab es mit rund 2600 Kauffällen zwar etwa 200 weniger als 2015, was aber eher an der allgemeinen Flächenverknappung liege, so Thätner, als an dem Kaufwillen potenzieller Häuslebauer. So werde mittlerweile alles gekauft. Dabei würden auch Altgebäude erworben, die erst abgerissen werden müssten. Auch scheint es keine Angst vor Fluglärm zu geben. Und wo im urbaneren Umfeld der Städte nichts mehr an Bauland zu haben ist, weichen die Käufer auf deren Ortsteile und die Landgemeinden aus.

Preissprünge für Bauland im Kreis Teltow-Fläming

In 96 Zonen für Bodenrichtwerte im Berliner Umland wurden 87 Werte angehoben.

Der Wertanstieg gegenüber dem Vorjahr betrug in Ludwigsfelde 26 Prozent (im Schnitt 16 Euro pro Quadratmeter), in Rangsdorf 25 Prozent (23 Euro), in Blankenfelde-Mahlow 17 Prozent(16 Euro) und in Großbeeren 10 Prozent (11 Euro).

Den höchsten Anstieg mit 200 Prozent verzeichnete man im Trebbiner Ortsteil Stangenhagen (von 15 auf 45 Euro). Insgesamt stiegen die Preise in Trebbin um 20 Prozent.

Im Norden, so wurde erst vor einem Jahr verkündet, sei 2015 die 200-Euro-Schallmauer durchbrochen worden, gestern hieß es, dass beispielsweise in Mahlow-Waldblick 250 Euro pro Quadratmeter gezahlt wurden. „So große Sprünge hatten wir punktuell noch nicht“, sagte gestern Carola Prokopp, Geschäftsstellenleiterin für den Gutachterausschuss beim Katasteramt. Wie etwa im Norden im Wohngebiet Ahrensdorfer Heide bei Ludwigsfelde, wo die Preise von 125 auf 170 Euro stiegen, oder im Süden wie in Seehausen, wo früher fünf und jetzt zwölf Euro pro Quadratmeter gezahlt wurden.

Von Hartmut F. Reck

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