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Teltow-Fläming Bodenständige Bauern mit Rekordernte
Lokales Teltow-Fläming Bodenständige Bauern mit Rekordernte
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05:17 16.08.2014
Helmut Dornbusch (im Bild) kümmert sich um die Rinderzucht, sein Geschäftsführer-Kollege Rainer Schacht um die Pflanzenproduktion. Quelle: Pechhold
Baruth

Superlative nimmt Helmut Dornbusch nur ganz selten in den Mund. „Aber 82 Dezitonnen Weizen pro Hektar – das ist schon eine echte Hausnummer“, sagt der erfahrene Landwirt. Normalerweise gebe der karge, schwach lehmige Baruther Sandboden-Hektar nur rund 50 Dezitonnen her. Doch in diesem Jahr haben der milde Winter, Sonne und Regen in wohl dosierten Mengen den Bauern der Baruther Urstromtal Rinderhaltung GmbH ein Rekord-Ernteergebnis beschert. Darauf kann der 62-jährige Geschäftsführer mit Recht stolz sein.

Landwirt Weite Oldenziel – ein gebürtiger Holländer – bereitet eine Maschine für die Maisernte vor. Quelle: Pechhold

Das letzte Getreide auf 2100 Hektar eingefahren

„Mittwoch haben wir das letzte Getreide eingefahren“, so Dornbusch. Das von dem Paplitzer geleitete Unternehmen bewirtschaftet rund 2100 Hektar landwirtschaftliche Fläche im Baruther Urstromtal und in den Ausläufern des Flämings. Davon sind zirka 1500 Hektar Ackerland. Auf dieser Fläche werden Getreide, Ölfrüchte, Kartoffeln, Gemüse und Futter für Tiere sowie Pflanzen für zwei Biogasanlagen angebaut.

Das erzeugte Getreide wird in der Region verkauft, zu Brot oder Futter verarbeitet. Beispielsweise liefern die Baruther Roggen an kleine Mühlen in Kummersdorf und Luckenwalde. „Aber unser Geld in der Pflanzenproduktion verdienen wir hauptsächlich mit Industriekartoffeln und Möhren.“ Die Kartoffeln sind überwiegend zur Stärkeproduktion bestimmt. Abnehmer sind Zweigfabriken der Firma „Emslandstärke“ in Golßen und Kyritz. Dort hin wollen die Baruther dieses Jahr vertragsgemäß 5500 in Groß Ziescht gewaschene Tonnen Kartoffeln liefern.
Abnehmer für 3600 Tonnen Möhren und 700 Tonnen Rote Bete ist die Diedersdorfer Fruchtsaft-Firma „A. Dohrn & A.Timm“. Vor aussichtlich Mitte September werden die Möhren maschinell gezupft. Im Oktober steht die Rote-Bete-Ernte an.

Gute Ernteerträge

  • Die Getreideernte auf der 570Hektar großen Anbaufläche ist vorbei. Insgesamt hat die Baruther Urstromtal Rinderhaltung GmbH 29300 Dezitonnen eingefahren.
  • Spitzenerträge gab es bei Wintergerste (70,6 Dezitonnen pro Hektar), Hafer (70,7 dt/ha), Weizen (82dt/ha).
  • Auch die Rapsernte fiel mit einem Ertrag von 46,16 dt/ha sehr gut aus.
  • Ab 2015 wollen die Baruther gemeinsam mit der Agrargesellschaft Baruther Urstromtal aus Schöbendorf Jersey-Kühe halten. Deren Milch ist besonders fett- und eiweißhaltig.

Mais ernten für die eigenen Tiere

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die Mais-Ernte. Da rechnet Dornbusch mit einem Ertrag von 12000 Tonnen Mais. Ein Teil davon wird zu Futter für die eigenen Tiere verarbeitet. „Wir haben 820 Mutterkühe, die auf 14 Weiden im Baruher Urstromtal grasen und dort ihre Kälber großziehen.“ Zählt man die Zuchtbullen hinzu, dann beträgt der aktuelle Bestand 1700 Rinder. Ab Mitte September werden die Kälber von den Mutterkühen getrennt und an Geschäftspartner zur weiteren Mast oder Zucht verkauft. Weiter stehen 300 Zuchtsauen in Paplitz, deren Ferkel in Kemlitz und Ragow gemästet werden.

Der Großteil der in Tierproduktion, Feldbau, Werkstatt, Verwaltung und Leitung anfallenden Arbeiten wird von den 36 fest angestellten Mitarbeitern erledigt, die zwischen Dahme und Baruth verwurzelt oder sesshaft geworden sind. „Das sind alles ganz bodenständige Leute“, lobt Helmut Dornbusch die gesamte Belegschaft. Der ehrenamtliche Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Teltow-Fläming weiß, „dass die beste Technik ohne zuverlässige Leute nichts nützt“.

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Von Frank Pechhold

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