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Bodybuilding: Liebe geht durch die Hantel

Jüterbog Bodybuilding: Liebe geht durch die Hantel

Dennis Friedrich war früher ein schmaler Fußballer. Sarah Kruse spielte Volleyball und liebte den Ausdauersport. Inzwischen sind beide vernarrt ins Bodybuilding. Nach vier Jahren Training gewann Dennis Friedrich im April seinen ersten Wettkampf. Seine Freundin will es ihm nun gleichtun. Dazu gehört jedoch mehr, als Kalorien zu zählen und Gewichte zu stemmen.

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Tägliches Krafttraining ist ein Muss für die Nachwuchsbodybuilder Sarah Kruse und Dennis Friedrich.

Quelle: Victoria Barnack

Jüterbog. Dennis Friedrich wog früher schmächtige 55 Kilogramm, obwohl er als Fußballer recht sportlich und trainiert war. „Das war meine erste große Leidenschaft im Sport“, erzählt er. Wer ihn heute sieht, kann das kaum glauben: 90 Kilo und muskelbepackt begrüßt der Sport- und Fitnesskaufmann die Kunden in einem Jüterboger Fitnessstudio. Und kürzlich hat er seinen ersten Bodybuilding-Wettbewerb kürzlich.

Mit dabei ist seine Freundin Sarah Kruse. Auch sie war bis vor zwei Jahren noch kein Fan vom Kraftsport, war mehr im Volleyball zu Hause. „Bodybuilding fand ich ästhetisch, aber es hat mich nicht weiter interessiert“, berichtet die 22-Jährige. Doch das hat sich inzwischen geändert. Ihr Freund hat in den vergangenen Monaten die vordersten Plätze in verschiedenen Nachwuchsmeisterschaften belegt. Nun will auch sie sich im Bodybuilding probieren.

Dennis Friedrich im Wettkampf

Dennis Friedrich im Wettkampf.

Quelle: privat

Dass er das Hobby zum Beruf machen würde, hätte er sich allerdings nie erträumt. „Ich wollte zwar immer etwas mit Sport machen, wusste aber nie, was das sein sollte“, erklärt er. Der Job im Fitnessstudio brachte ihn schließlich zum Kraftsport und zu einer Veränderung, die er sich selbst nicht zugetraut hätte. „Ich dachte immer, an meinen schmalen Körper kommt nichts ran“, sagt er.

Idol der Sportler ist Tim Budesheim

Vor einem Jahr traf Dennis dann sein großes Idol zum ersten Mal. Tim Budesheim ist ebenfalls Bodybuilder und nur ein paar Jahre älter als die beiden Jüterboger. Bei ihrem ersten Personal-Training im August 2015 machte es auch bei Sarah Kruse „klick“. Budesheim coacht die Jüterboger seit diesem Jahr und beantwortet alle Fragen, auf die Sarah und Dennis allein keine Antworten finden. „Ihm können wir spezielle Fragen zur Ernährung und zum Training stellen“, sagt Sarah Kruse.

Gemeinsames Training ist dem Bodybuilding-Paar wichtig

Gemeinsames Training ist dem Bodybuilding-Paar wichtig.

Quelle: Victoria Barnack

Denn die beiden Kraftsport-Begeisterten haben schnell gemerkt, dass zum Bodybuilding mehr gehört, als Gewichte zu stemmen und Proteine zu schlucken. In der Vorbereitung wird eine wochenlange Diät mit täglichem Training gekoppelt und stellt dabei nicht nur die Athleten selbst auf die Probe. „Ohne die Unterstützung von Familie und engen Freunden würde man es nicht bist zum Wettkampf schaffen“, berichtet Dennis Friedrich.

Jede Mahlzeit wird geplant

Vor allem Sarah habe ihm vor den ersten Leistungsmessen im April den Rücken gestärkt. „Sie kocht oft für uns beide, sodass ich eigentlich nur noch essen muss“, sagt er. Immerhin wird jede Mahlzeit im Vorfeld geplant. Für Sarahs eigene Diät werden nur die Portionsgrößen geändert. Und plötzlich ist es auch bei den beiden Bodybuildern wieder wie bei jedem anderen Menschen auch. „Ja, Hunger macht böse“, bestätigen die beiden schmunzelnd, „aber das gehört dazu.“ Sie wissen damit umzugehen und zeigen gegenseitiges Verständnis.

Vorbereitung auf den Wettkampf

Vor einem Wettkampf machen Bodybuilder drei bis vier Monate Diät. Alle zwei bis drei Stunden wird gegessen. Das ergibt sechs bis acht Mahlzeiten am Tag.

Auf dem Speiseplan stehen Geflügel, Gemüse und Wasser. Bis zu 15 Liter werden täglich getrunken.

Einige Tage vor dem Wettkampf erfolgen Rasur und Peeling. Anschließend folgt die Bräunung am ganzen Körper.

Am Wettkampftag wird nichts getrunken. Die meiste Zeit verbringen die Teilnehmer wartend. Kurz vor dem Auftritt werden Kraftübungen gemacht, um die Muskeln zu betonen.

Von all den Mühen , die Dennis Friedrich und Sarah Kruse auf sich nehmen, sieht die Jury im Wettkampf nichts mehr. „Die Kür, in der man einstudierte Posen vorführt, dauert nur eine Minute“, berichtet Dennis Friedrich und fügt an, dass sich die Schufterei trotzdem lohnt. „Am Ende zu gewinnen, ist ein toller Lohn, vor allem wenn ich sehe wie stolz auch Sarah auf mich ist“, erklärt er.

Er kann sich demnächst bei seiner Freundin für die Unterstützung revanchieren. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Hockenheim am 16. Oktober wird Sarah Kruse zum ersten Mal selbst bei einem Bodybuilding-Wettbewerb an den Start gehen.

Von Victoria Barnack

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