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Teltow-Fläming Boomregion sucht dringend Arbeitskräfte
Lokales Teltow-Fläming Boomregion sucht dringend Arbeitskräfte
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00:18 13.02.2017
Bei MTU im Industriepark Ludwigsfelde: Fluggerätemechaniker Marcus Dürschmied bei Montagearbeiten an einer Gasturbine. Quelle: Stähle,
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Ludwigsfelde

Tausende offene Arbeitsplätze in der Region Ludwigsfelde – man mag es kaum glauben. Tatsächlich können Arbeitsuchende vierstellige Zahlen von Jobangeboten abgrasen, um das für sie Passende zu finden. Je nach dem, ob sie auf Internetportalen unterwegs sind, wo tagesaktuell zwischen 5900 und mehr als 7100 offene Stellen angegeben sind, oder ob sie bei der Arbeitsagentur Potsdam die 1972 offenen Januar-Stellen im Jobcenter für den Geschäftsbereich Zossen durchforsten.

Stellenangebote vom Hilfsarbeiter bis zum Ingenieur

Die Stellengesuche reichen vom Hilfsarbeiter bis zum Hightech-Ingenieur, vom Lagerarbeiter über Lehrer und Lehrerinnen bis zum Laborleiter. GVZ- und Logistikfirmen links und rechts der B 101 oder Autobahn-Anrainer suchen in Größenordnungen neue Mitarbeiter; das Mercedes-Karosserie- und Lackierzentrum erweitert deutlich, MTU und Rolls-Royce in Dahlewitz suchen Triebwerksmechaniker, Mittelständlern in Handwerksbranchen fehlt Nachwuchs. Bildungsfirmen, die in den 1990er Jahren zur Überbrückung von Arbeitslosigkeit für Umschulungen noch wie Pilze aus dem Boden geschossen waren, suchen jetzt, wenn sie nicht schon die Segel streichen mussten, händeringend Kursteilnehmer.

Arbeitslosigkeit unter fünf Prozent

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Unter fünf Prozent liegt die Arbeitslosigkeit in Ludwigsfelde, hatte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) jüngst verkündet; und es gebe mehr als 13 000 sozialversicherungspflichtige Stellen. Nun sind das in der rund 25 500 Einwohner zählenden Stadt nicht alles von Ludwigsfeldern besetzte Stellen. In der städtischen Wirtschaftsförderung spricht man von einer Pendlerquote um die 70 Prozent. Dennoch bedeuten diese Zahlen praktisch Vollbeschäftigung. Der Bürgermeister zitierte auch eine OECD-Studie, die die Flughafen-Region rund um den BER als die derzeit am stärksten wachsende Region in Mitteleuropa ausmacht – bezogen auf den Zuwachs an Wirtschaftskraft und bezgen auf die steigende Einwohnerzahl. Igels Kommentar: „Wenn wir denn schon den Lärm der Flugzeuge zu ertragen haben, dann sollten wir die Chancen eben auch für uns verwerten.“

Kontakt zur Arbeitsagentur in Berlin

Wilfried Thielicke ist stellvertretender Bürgermeister, ihm untersteht die Wirtschaftsförderung. Er erklärt, dass die jetzige Situation noch nichts mit dem künftigen Flughafen zu tun habe. „Was hier passiert, das ist der jetzt schon günstigen Verkehrslage geschuldet.“ Und er zweifelt die Größenordnung von 5000 bis 7000 offenen Stellen an. Eines aber wisse er dennoch: „Die Arbeitskräfte-Bedarfe in der Region kann zurzeit niemand mit den hier lebenden Menschen abdecken.“ Weil das so ist, arbeite die Stadt nicht nur mit dem hiesigen Jobcenter eng zusammen. „Wir pflegen auch Kontakte zu Jobcentern in Berlin, dort ist die Arbeitslosenquote mit neun Prozent ja deutlich höher als bei uns.“

Ob jeder in Ludwigsfelde den für seine Vorstellung, Qualifizierung und Familiensituation passenden Arbeitsplatz findet, sei dahingestellt. Doch angesichts der aktuellen Entwicklung ist die Chance, im südlichen Berliner Umland einen Job zu ergattern, sehr groß.

Von Jutta Abromeit

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