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Teltow-Fläming Feuerwehr löscht die ganze Nacht durch
Lokales Teltow-Fläming Feuerwehr löscht die ganze Nacht durch
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00:24 05.07.2018
Die Lagerhalle der Schweinemastanlage in Kemnitz stand in Flammen. Dort lagerte vor allem Stroh. Quelle: Hartmut F. Reck
Kemnitz

Der Qualm war kilometerweit zu sehen, als die Lagerhalle der Schweinemastanlage in Kemnitz (Gemeinde Nuthe-Urstromtal/Kreis Teltow-Fläming) an der Landkreisgrenze zu Potsdam-Mittelmark plötzlich in Flammen stand. In der etwa 25 mal 50 Meter großen Halle verbrannten vor allem Strohballen, Sägespäne und Betriebsstoffe, die dort gelagert waren. Mit Atemschutzmasken bekämpften die Mitglieder der Feuerwehren aus Nuthe-Urstromtal und Luckenwalde den Brand. Die Jüterboger Feuerwehr rückte mit ihrer Drehleiter an.

21 Fahrzeuge mit 64 Einsatzkräften

Insgesamt waren laut Einsatzleiter Mathias Richter 64 Einsatzkräfte mit 21 Fahrzeugen zur Stelle. Der Alarm lief kurz nach 17 Uhr bei der Feuerwehr und bei der Polizei ein. Ein Mitarbeiter der zum Frankenförder Spargelhof gehörenden Schweinemastanlage am Ortsrand von Kemnitz hatte das Feuer bemerkt und gleich die Feuerwehr verständigt.

Am späten Sonntagnachmittag brach in der Schweinemastanlage in Kemnitz (Teltow-Fläming) ein Feuer aus. Es vernichtete vor allem die in einer großen Halle lagernden Strohballen. Zum Löschen mussten die Mauern eingerissen werden.

Nach ersten Informationen der Feuerwehr ist ein Anhänger, der im Bergungsraum geparkt war, in Brand geraten. Dabei wurde auch das Heizhaus in Mitleidenschaft gezogen.

Vom Acker zum Schweinestall

In zwei Kilometer Entfernung war Tom Prignitz, ein weiterer Mitarbeiter des großen Landwirtschaftsbetriebes, gerade dabei, auf einem Acker die Beregnung vorzubereiten. „Als ich den Qualm sah, konnte ich mir schon denken, was da los ist“, berichtete er am Sonntagabend der MAZ. „Ich bin sofort zu meinem Betrieb gefahren und habe gleich alle Tore geöffnet, damit die Feuerwehr da reinkommt.“ Selber brauchte er sie nicht mehr zu alarmieren. „Das Tatütata habe ich ja schon von weitem gehört.“

Mauern mit Teleskoplader eingerissen

Tom Prignitz war es auch, der der Feuerwehr bei der Brandbekämpfung helfen musste. Um überhaupt an die brennenden Strohballen zu kommen, war es notwendig, die Außenmauern des Lagergebäudes einzureißen. Das erledigte Prignitz mit einem Teleskoplader. Der hat einen fünf Meter langen Teleskoparm und kann bis zu 3,1 Tonnen Gewicht heben. Mit einem Gabelstapleraufsatz, mit dem man normalerweise unter Holzpaletten fährt und sie anhebt, brachte Prignitz die Betonfertigteile zum Einsturz. Dann flammten die Strohballen erst richtig auf, aber die Feuerwehr hatte wenigstens eine Angriffsfläche.

Die Lagerhalle der Schweinemastanlage in Kemnitz stand in Flammen. Dort lagerte vor allem Stroh. Quelle: Hartmut F. Reck

„Das ganze Stroh muss noch mit dem Lader herausgeholt werden, nachdem alle Wände eingerissen sind“, kündigte Nuthe-Urstromtals Gemeindebrandmeister und Einsatzleiter Mathias Richter an, !sonst werden wir hier ja nie fertig.“

Zweiter Großbrand in elf Monaten

Währenddessen standen die beiden Eigentümer des Unternehmens, die Brüder Jan und Jeroem Vestjens, wie versteinert auf dem Betriebsgelände und mussten zusehen, was da alles wegbrannte. Wenigstens kamen diesmal keine Tiere um. Die beiden Niederländer mussten im vergangenen Jahr schon einen viel größeren Schaden verkraften. Am 7. August 2017 hatte es in ihrer Schweinemastanlage am Standort Frankenförde gebrannt. Damals kamen etwa 2600 Schweine, vor allem Ferkel, in den Flammen um.

Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht an. Gegen 9.30 Uhr am nächsten Morgen konnten die Feuerwehrleute endlich die Schläuche einrollen. Alle Wehren der Gemeinde waren angefordert worden, auch während der Nacht, um erschöpfte Kameraden abzulösen. Die eigenen Atemschutzgeräte reichten nicht aus, sodass der Kreis seine nachliefern musste.

Von Hartmut F. Reck

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