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Brandbekämpfer, Retter und Dienstleister

Nuthe-Urstromtal ehrt 66 Feuerwehrleute Brandbekämpfer, Retter und Dienstleister

749 Einwohner von Nuthe-Urstromtal engagieren sich in 21 Löschgruppen oder der Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr. 66 von ihnen wurden am Freitagabend für jahrzehntelange treue Dienste geehrt. Hinter den aktiven Brandschützern liegt ein Jahr mit besonders vielen Einsätzen.

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Verdiente Feuerwehrleute der Gemeinde Nuthe-Urstromtal wurden für 50 Jahre treue Dienste ausgezeichnet.

Quelle: Elinor Wenke

Dobbrikow. „Die Feuerwehr ist unverzichtbar. Sie ist zuverlässig und leistet wertvolle, uneigennützige Hilfe“, sagte Nuthe-Urstromtals Bürgermeisterin Monika Nestler (Linke) zum Auftakt der Auszeichnungsveranstaltung für verdiente Feuerwehrleute der Großgemeinde am Freitagabend.

Insgesamt engagieren sich 749 Ehrenamtliche aktiv in den 21 Löschgruppen oder in der Altersabteilung. 66 von ihnen waren ins „Haus am Bauernsee“ nach Dobbrikow eingeladen, um für zehn, 20, 30, 40, 50 oder sogar 60 Jahre treue Dienste geehrt zu werden. „Ich danke allen Kameraden für die hohe Einsatzbereitschaft“, sagte Nestler, „ohne ihr Engagement kommt unsere Gesellschaft nicht aus.“ Außerdem wurden Betriebe der Region ausgezeichnet, die ihre Mitarbeiter für Tätigkeiten in der Feuerwehr freistellen.

2015 war ein schwieriges Jahr, das die Feuerwehr an die Grenzen ihrer Belastbarkeit brachte. „Allein von April bis Juli hatten wir 31 Brände größeren Ausmaßes“, bilanzierte Gemeindebrandmeister Bernd Wendlandt. An manchen Wochenenden habe man mehrmals ausrücken müssen. „Wir waren am Limit, manche Kameraden haben kaum noch geschlafen“, sagte Wendlandt.

Insgesamt wurden die Löschgruppen in diesem Jahr zu 224 Einsätzen für die Brandbekämpfung, den Schutz oder technische Hilfeleistungen gerufen. Neben 34 Bränden galt es 28 Waldbrände zu löschen. „Darunter war allein 24-mal Brandstiftung die Ursache“, sagte Monika Nestler. 39-mal war technische Hilfeleistung gefragt. „Auch die Sturmschäden hätten wir ohne die Feuerwehren nicht so schnell beseitigen können“, so die Bürgermeisterin weiter – 30-mal wurden die „Retter in der Not“ in diesen Fällen zu Hilfe geholt.

Zahlen und Fakten

152 Ortsfeuerwehren gibt es im Landkreis Teltow-Fläming. Sie zählen insgesamt rund 4700 Kameraden, davon knapp 3000 aktive.

421 Männer und Frauen engagieren sich aktiv in den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Nuthe-Urstromtal, 202 Kameraden in der Altersabteilung.

126 Kinder und Jugendliche der Gemeinde sind in der Nachwuchs-Feuerwehr organisiert.

263 Kameraden aus Nuthe-Urstromtal nahmen 2015 an der zentralen Ausbildung teil, davon 22 an der Grundausbildung. 130 haben die Funkausbildung absolviert, 27 die Motorkettensägenausbildung.

Neben Kitas und Schulen nimmt die Feuerwehr im Gemeindehaushalt den wichtigsten Platz und das zweithöchste Budget ein. Insgesamt stehen im Jahres-Etat 240 000 Euro für die Unterhaltung, Werterhaltung und Ausbildung sowie 120 000 Euro für Investitionen zur Verfügung.

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) lobte Kameradschaft, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft der Feuerwehren. „Von der historischen Rolle der Brandbekämpfung haben sie sich zu multifunktionalen Einrichtungen der Gefahrenabwehr entwickelt, aber diese Tugenden sind geblieben“, sagte sie und plädierte für eine stärkere Verzahnung von öffentlicher Hand und Ehrenamt.

Auch bei der „Mammutaufgabe“, der Unterbringung von Flüchtlingen, könne man auf das Ehrenamt nicht verzichten, so Wehlan. Sie warb dafür, die Flüchtlingsfrage nicht nur als Aufgabe, sondern als Chance zu sehen. „Schon heute haben wir viele freie Stellen, die aktuell nicht mit Fachkräften besetzt werden können – im Handwerk, in der Logistik und in Heil- und Pflegeberufen“, sagte Wehlan, „die Flüchtlinge nehmen also keine Arbeit weg.“

Von Elinor Wenke

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