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Brandbrief wegen Parkplatzproblem

Luckenwalde Brandbrief wegen Parkplatzproblem

Die Bewohner im Bereich Dahmer Straße haben einen Brandbrief an die Stadtverwaltung geschrieben wegen ihrer meist von Kreishausbediensteten zugeparkten Straßen. Sie fordern eine baldige Lösung wie begrenzte Parkerlaubnis für Nichtanwohner und Parkausweise für die Nachbarn. Die Stadt verweist aber auf ein noch zu erstellendes Parkraumkonzept.

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Richard Jendrowiak (l.) übergab Vize-Bürgermeister Peter Mann eine Unterschriftenliste für mehr Anwohner-Parkraum.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. „Von Montagfrüh bis Freitagnachmittag sind beide Straßenseiten zugeparkt, sodass die Anwohner Mühe haben, ihr Grundstück mit dem Auto zu verlassen oder selbst einen Parkplatz zum Be- und Entladen zu finden.“ So steht es in einem Brandbrief, den Richard Jendrowiak vom Quartiersmanagement „Am Röthegraben“ am Freitag Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann im Luckenwalder Rathaus übergab.

348 Unterschriften von Anwohnern und Kunden

Im Anhang befanden sich 29 Listen mit insgesamt 348 Unterschriften von Anwohnern des Gebiets zwischen Dahmer Straße und Skaterweg/Lückegärten, aber auch von Kunden, die Schwierigkeiten haben, dort befindliche Geschäfte aufzusuchen, weil sie keine Parkplätze finden. Die Ursache des Problems: Das zentral gelegene Wohngebiet liegt ganz in der Nähe der Kreisverwaltung und der Sparkasse, deren Bedienstete tagsüber die Straßen in der Umgebung ihrer Arbeitsplätze zuparken.

Die Unterzeichner des Brandbriefs fordern – oder schlagen unter anderem vor –, Nicht-Anwohnern nur ein begrenztes Parken von zwei Stunden zu erlauben und Anwohnern eine Parkausweis auszustellen. Da man nicht auf das angekündigte Parkraumkonzept warten wolle, erwarte man zumindest eine Übergangslösung für das Wohngebiet.

Keine losgelöste Einzellösung

Doch darauf ließ sich Peter Mann nicht ein. „Wir kennen das Problem. Es ist auch gut, dass die Anwohner hier die Initiative ergreifen“, sagte er, „aber wir können keine Einzellösung zulassen, die losgelöst von dem integrierten Parkraumkonzept ist.“ Dieses befinde sich gerade im Ausschreibungsverfahren.

Bei den vielen Häusern, die in dem Wohngebiet saniert werden, sei man mit den Besitzern im Gespräch, dass diese für ihre Mieter Parkraum schaffen. Auch sei die Stadt im Gespräch mit dem Landkreis und dem Besitzer des Rewe-Parkhauses, um auch dieses in das Gesamtkonzept einzubinden, damit Besucher des Kreishauses und der Innenstadt zumindest einen Teil der dortigen Parkfläche kostenlos und zeitlich begrenzt nutzen können.

Keine Potsdamer Verhältnisse

Das wäre ratsam, sagte Jendrowiak, da der Parkraum in den Straßen ganztägig von den Bediensteten belegt werde. Das sei aber auch nicht verboten, erklärte Mann, der hier Potsdamer Verhältnisse wie hohe Parkgebühren und gezielte Parkplatzverringerung verhindern will, denn: „Luckenwalde darf als Arbeitsort nicht unattraktiver werden.“

Von Hartmut F. Reck

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