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Brandenburg drängt auf Erstaufnahmeplätze

Erstaufnahmestelle Wünsdorf Brandenburg drängt auf Erstaufnahmeplätze

Knapp 1200 Plätze soll die geplante Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Wünsdorf bieten. Doch das Land Brandenburg braucht die Kapazitäten deutlich früher als geplant. Die volle Kapazität soll nicht erst 2017 zur Verfügung stehen, teilte das Innenministerium nun mit.

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Im ehemaligen Verwaltungszentrum B in Wünsdorf entsteht die Erstaufnahmeeinrichtung.

Quelle: Frank Pechhold

Wünsdorf. Die Wünsdorfer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge und Asylbewerber muss möglicherweise deutlich schneller als bislang geplant komplett bezugsfertig sein. Vorgesehen war bislang das zweite Quartal 2017. Allerdings stehe eine höhere Kapazität als die avisierten 1200 Plätze derzeit nicht zur Diskussion, teilte Susann Fischer, Pressesprecherin des Brandenburger Innenministeriums, jetzt auf Nachfrage der MAZ mit. Sie tritt damit Vermutungen entgegen, die angesichts der gestiegenen Flüchtlingszahlen von bis zu 2000 Plätzen ausgehen.

In der noch für dieses Jahr geplanten Containeranlage neben den Gebäuden könnten bis zu 400 Personen Platz finden, so Fischer. Allerdings müsse auf der dafür vorgesehenen Stellfläche die Wasser- und Abwasserversorgung ertüchtigt werden. Deshalb sei die Umsetzung dieses Vorhabens noch nicht sichergestellt. Zudem gebe es bislang keine Überlegungen des Landes, weitere Gebäude in Wünsdorf für die Erstaufnahmestelle zu nutzen.

Bereits seit Juli wird das bisherige Landesbehördenzentrum B umgebaut. Das Land richtet dort eine Außenstelle der Zentralen Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt ein. Aktuellen Schätzungen zufolge gibt Brandenburg dafür 35 Millionen Euro aus. Geplant ist, die aus acht Häusern bestehende Liegenschaft in drei Phasen auszubauen. Bis Ende 2015 wolle man drei Häuser komplett beziehungsweise teilweise für die Unterbringung von Flüchtlingen herrichten, so Ministeriumssprecherin Susann Fischer. Anfang 2016 sollen die ersten 500 Asylbewerber einziehen. Der zweite Bauabschnitt soll bis November 2016 abgeschlossen sein. Dann stünden rund 920 Plätze der 1200 angestrebten Plätze zur Verfügung.

Wie am Dienstag aus dem Sozialamt der Kreisverwaltung Teltow-Fläming verlautete, muss die Stadt Zossen wegen der Einrichtung der Erstaufnahmestelle im Ortsteil Wünsdorf auch künftig keine weiteren Asylbewerber mit Aufenthaltsrecht in Wohnungen oder anderen Objekten unterbringen. Diese Übereinkunft mit der Stadt habe weiter Bestand.

Von Frank Pechhold

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