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Teltow-Fläming Brandschutz an Lindenschule verbessert
Lokales Teltow-Fläming Brandschutz an Lindenschule verbessert
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00:20 24.08.2017
Auf dem Dach der Lindenschule wurde ein provisorischer Rettungsweg installiert, damit Schüler sich bei einem Brand über einen anderen Gebäudeteil retten können. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Vor genau einem Jahr wurden bei einer Brandverhütungsschau mit dem Brandschutzbeauftragten des Kreises in der Jüterboger Linden-Grundschule erhebliche Brandschutzmängel festgestellt. Im Ergebnis stand sogar die Betriebserlaubnis für das neue Schuljahr auf der Kippe. Seit diesem Weckruf ist allerdings vieles in die Wege geleitet worden, wie das Bauamt jetzt auf Nachfrage der MAZ mitteilt.

Provisorische Lösungen errichtet und Brandschutzkonzept beauftragt

Alle Beanstandungen, die bauordnungsrechtlich ohne Genehmigungsverfahren umzusetzen waren, wurden abgestellt“, sagt Jüterbogs Bauamtsleiterin Kira Wenngatz. So wurde schon 2016 ein provisorischer zweiter Rettungsweg für die Obergeschosse von einem Gebäudeteil zum anderen installiert. Außerdem wurde die Sicherheitsbeleuchtung erneuert und es wurden elektrische Anlagen erstmals seit 2012 überprüft.

Die beanstandeten Türen der Klassenräume wurden als Übergangslösung mit Dichtbändern ausgestattet, um rauchdicht zu schließen, weil dort eine Umrüstung nur mit Durchbrüchen möglich sei und im Zusammenhang mit einem neuen Raumkonzept erfolgen soll. Alle Türen im Keller sowie zwischen Treppen und Fluren wurden durch Rauchschutztüren ersetzt.

Stahlträger im Keller wurden in den Ferien feuerfest verkleidet

In den Sommerferien fanden nun weitere Arbeiten statt. Erst in der vergangenen Woche wurden Stahlträger und -säulen in den Speiseräumen des Kellergeschosses , die bislang ungeschützt waren, mit feuerfestem Gips verkleidet.

Der Trockenbauer Pierre Rühle hat die Stahlträger der Speiseräume im Keller der Lindenschule in der vergangenen Woche mit feuerfestem Gips verkleidet. Quelle: Uwe Klemens

„Zur Umsetzung weiterer brandschutztechnischer Maßnahmen wurde ein Bauantrag verbunden mit einem brandschutztechnischen Gutachten beauftragt“, so Wenngatz. Wenn das genehmigte Konzept vorliegt, sollen unter anderem die geforderten selbstschließenden Türen installiert werden. Noch wird geplant, aber der Antrag werde „in Kürze zur Genehmigung eingereicht“.

Über 80 000 Euro wurden in den Brandschutz der Schule investiert

Insgesamt 82 000 Euro hat die Stadt laut Verwaltung 2016 und 2017 in den Brandschutz der Lindenschule investiert. Weitere 23 000 Euro flossen in die Planungen zur Erstellung eines Bauantrags samt Brandschutzkonzepts für die weiteren Maßnahmen. Hierbei werden zugleich die energetische Ertüchtigung des Gebäudes und die Freiflächengestaltung mitberücksichtigt. Die Gesamtkosten sind laut Wenngatz noch ungewiss.

Die Umsetzung der Maßnahmen des Bauantrags soll dann Stück für Stück bis 2020 erfolgen. Dieser lange Zeitraum ist laut Wenngatz den eingeschränkt zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln geschuldet, sowie dem Umstand, dass viele Arbeiten nur in den Ferien ausgeführt werden könnten.

Auch an der Scholl-Schule gibt es in den Ferien größere Arbeiten

Auch in der Jüterboger Scholl-Grundschule wurde investiert. Dort wird derzeit das genehmigte Brandschutzkonzept umgesetzt. Dazu wird in den laufenden Sommerferien das hofseitige Treppenhaus brandschutztechnisch ertüchtigt. Dabei wurden bereits die Elektroanlage erneuert, sowie Brand- und Rauchschutztüren eingebaut. Bis Schulbeginn in zwei Wochen sollen die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen sein. In den Sommerferien 2018 und 2019 sollen die straßenseitigen Treppenhäuser entsprechend umgerüstet werden. „Damit werden die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen in der Scholl-Schule komplett abgeschlossen sein“, sagt Wenngatz.

Von Peter Degener

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