Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Brandschutzdebatte ohne konkrete Details
Lokales Teltow-Fläming Brandschutzdebatte ohne konkrete Details
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:50 22.09.2016
Brandschutz ist mehr als Feuerlöscher an der Wand. Quelle: Uwe Klemens
Jüterbog

Die Zukunft der Jüterboger Lindenschule beschäftigt seit rund drei Wochen die Lokalpolitik. Die nur knapp abgewendete Zwangsschließung der Grundschule stand auch im Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung auf der Tagesordnung. Dieser tage aus gegebenem Anlass am Dienstagabend in der Schule.

Ausgewiesener Rettungsweg in der Lindenschule. Quelle: Uwe Klemens

Gemeinsam informierten Anke Stöckigt, Sachgebietsleiterin Bildung, Kita und Sport, sowie Bauamtsleiterin Kira Wenngatz über die eingeleiteten Sofortmaßnahmen und die Vorbereitungen zur weiteren Abarbeitung der Mängelliste.

Rettungsgasse, Brandschutztüren, Elektroanlage

Der fehlende, zweite Rettungsweg aus dem Obergeschoss wurde in Form einer provisorischen, über das Dach verlaufenden Rettungsgasse realisiert. Die Abnahme zusätzlicher Brandschutztüren im Keller sowie die Prüfung der Elektroanlagen seien für Oktober vorgesehen und Bauanträge für weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht. Details zur Art der Maßnahmen und deren Kosten wurden keine genannt.

Stadtverordnete fordert frühzeitigere Information

Dem Eindruck, einen wirklichen Investitionsstau gäbe es nicht, widersprach SPD-Fraktionsvorsitzende Gabriele Schröder. „Wenn wir bereits 2012 auf die Mängelliste reagiert hätten, wäre es nicht zur Schließungsandrohung gekommen“, sagte sie, „wir haben weder die geforderten Brandschutztüren eingebaut noch andere Mängel beseitigt. Daher frage ich den Bürgermeister, warum wir nicht reagiert haben.“

Finanzmittel der Stadt flossen zuerst in Kitas

Alle vorhandenen Mittel seien in Brandschutzmaßnahmen in Jüterboger Kitas geflossen, begründete die Bauamtsleiterin die Versäumnisse. „Ich denke, mit den Schritten, die wir jetzt eingeleitet haben, sind wir auch an der Linden- und an der Wiesenschule gut dran.“. In etwa vier Wochen könne man hierzu genauere Angaben machen.

Pflichtaufgabe für die Kommune

54 Objekte in der Stadt Jüterbog und ihren Ortsteilen unterliegen derzeit der Brandverhütungsschauverordnung.

Darunter fallen vier Schulen, neun Kitas, fünf Heime, sowie neun Hotels und Pensionen.

Die Museen unterliegen erst seit 2014 der Pflicht zur Brandverhütungsschau. Diese steht jedoch in allen drei, zur Stadt gehörenden Objekten noch aus und ist künftig im Abstand von fünf Jahren durchzuführen.

„Droht uns das gleiche Inferno auch noch an anderen Schulen?“, hakte Uwe Hüttner (Vereinigte Fraktion) nach, „schließlich hat die Stadt zwei Grundschulen. Wann steht hier die nächste Überprüfung an? Gibt es bereits Probleme, die bekannt sind?“

Mängelliste zur Stadtverordnetenversammlung

„Wir arbeiten das sukzessive ab, aber es bindet Mittel in Größenordnungen“, entgegnete Bürgermeister Arne Raue (parteilos). Allerdings weigerte er sich, im Ausschuss Details zu Brandschutzanforderungen zu nennen. Nachgeliefert werden sollen diese zur nächsten Stadtverordnetenversammlung. „Es macht Sinn, wenn alle Stadtverordneten den gleichen Kenntnisstand haben“, so Raue.

Von Uwe Klemens

In Rangsdorf will man den zweiten Ausweg. Der Nord-Süd-Verbinder soll den innerörtlichen Verkehr eindämmen und eine zusätzliche Querung der Bahn möglich machen. Im Bauausschuss befürwortete man die Pläne für die neue Straße – auch, weil das Land mit dem geplanten Verkauf des Bücker-Werkes Bewegung in die Sache bringen könnte.

22.09.2016

Nach dem Medienprojekt „MAZ-Schulreporter“ gestalteten die Fünftklässler der Zülichendorfer Grundschule eine Sonderausgabe der Schülerzeitung – den Kroko-Kurier. Jetzt liegen die Exemplare druckfrisch vor.

22.09.2016

Ein Amphitheater hinter dem Ludwigsfelder Klubhaus wird es nicht geben. Die Stadtverordneten stimmten jetzt mit großer Mehrheit gegen das Projekt – dabei waren die Betonblöcke für das Theater schon gekauft. Doch den Abgeordneten waren die Kosten zu hoch.

22.09.2016