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Brandschutzmängel an Grundschule beseitigt

Jüterbog Brandschutzmängel an Grundschule beseitigt

Die Linden-Grundschule in Jüterbog hätte wegen erheblicher Brandschutzmängel in diesem Jahr beinahe nicht öffnen dürfen. Die Stadtverwaltung wurde erst auf Druck des Kreises tätig. Jetzt legte Bürgermeister Arne Raue (parteilos) erstmals eine Liste von Maßnahmen vor, die akut erledigt wurden oder innerhalb einer Sanierung eingeplant sind.

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Lindenschule in Jüterbog.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. Der Jüterboger Bürgermeister Arne Raue (parteilos) hat erstmals dargelegt, welche Brandschutzmängel an der Linden-Grundschule seit der letzten Brandverhütungsschau im August abgestellt worden sind oder aber zumindest beauftragt wurden. Die schriftliche Antwort auf eine umfangreiche Anfrage der SPD-Fraktion beinhaltet zudem einen Zeitplan für die energetische Komplettsanierung und brandschutztechnische Ertüchtigung der Schule.

Schule soll bis 2020 durchsaniert sein

Während einzelne Maßnahmen nun vorgezogen werden, sollen umfangreichere bauliche Veränderungen erst im Rahmen der Komplettsanierung erfolgen. Die Bauplanung werde noch 2016 beauftragt. 2020 rechnet die Verwaltung mit einem Abschluss der Arbeiten. In den letzten Wochen wurden zudem Maßnahmen eingeleitet, um manche Mängel vorerst provisorisch abzustellen. Darunter sind die Einrichtung eines zweiten Rettungswegs und die Überprüfung elektrischer Anlagen. Dafür wurden bereits 54 000 Euro investiert.

Ein Vergleich der Protokolle der Brandverhütungsschauen von 2012 und 2016 mit dem Papier der Verwaltung zeigt zudem langjährige Mängel, die erst in den vergangenen Wochen beseitigt oder in Angriff genommen worden sind. So fehlte bereits 2012 die Sicherheitsbeleuchtung in manchen Fluren und Treppenhäusern. Für die Beseitigung wurde durch den Landkreis damals kein Termin gesetzt. Stattdessen sollte dies „unverzüglich“ geschehen. Derselbe Mangel wurde auch im August genannt. In seiner Antwort auf die SPD-Anfrage verweist Raue auf die Erstellung eines neuen Brandschutzkonzepts für die Schule, das „im Rahmen der Komplettsanierung der Lindenschule“ umgesetzt werden soll. Die Beleuchtung werde nun aber auf Grundlage des geltenden Konzepts vorgezogen.

Stadt verweist auf Erstellung von Brandschutzkonzept

Das gleiche gilt für undichte und nicht selbst schließende Türen. Sie sollten schon 2012 „unverzüglich“ angepasst werden. Hier wird ebenfalls auf die Sanierung und ein neues Brandschutzkonzept verwiesen. Manche Türen sollen aber nun bereits im Oktober installiert werden. Auch die Prüfung der statischen Relevanz von vor Feuer ungeschützten Stahlträgern ist seit 2012 nicht erfolgt. Dies soll jedoch erst im Rahmen der Bauplanung erfolgen.

SPD-Fraktionsvorsitzende Gabriele Schröder kündigte an, die Abarbeitung der Mängel in der Schule weiter öffentlich begleiten zu wollen. Sie forderte, dass der Bürgermeister solche Mängel auch in anderen Gebäuden „offensiv ansprechen“ müsse. Allgemeine Formulierungen zu Defiziten, wie sie sich im Haushaltssicherungskonzept finden, seien nicht ausreichend.

Von Peter Degener

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