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Teltow-Fläming Brautleute kamen mit Lkw, Traktor und Bus
Lokales Teltow-Fläming Brautleute kamen mit Lkw, Traktor und Bus
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15:25 11.06.2016
Erst verwählt, dann vermählt: Julia und René Strissel vor dem Acht-Tonner-Lkw. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Mit „schwerem Gerät“ sind Julia Hänselmann (31) und René Strissel (36) am Freitag vom Luckenwalder Standesamt aus in den Hafen der Ehe gefahren. Björn Schade, der Cousin des Bräutigams, war mit einem orangefarbenen Acht-Tonner-Lkw vorgefahren, um das frischgebackene Ehepaar sicher zur Feier zu bugsieren.

„Wir haben das vorher nicht geübt, aber ich habe ja viele starke Männer um mich herum“, scherzte Julia Strissel. Mit ihrem aufwendig genähten, langen Brautkleid hatte sie ordentlich zu tun, um über die Stufen des Acht-Tonners ins Fahrerhaus zu gelangen. Halb zog sie sich hoch, halb schob der junge Ehemann nach. Sie durfte auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, ihr Mann auf dem Brett zwischen den Sitzen.

Kennengelernt durch die falsche Handynummer

Kennengelernt hatten sich die gebürtige Dresdnerin und der Gottower vor 13 Jahren durch ein Missverständnis. René Strissel hatte eine falsche Handynummer gewählt und plötzlich Julia Hänselmann an der Strippe. „Ich fand sie so sympathisch“, erinnert sich René Strissel, „und wollte dran bleiben.“ Doch die junge Dame am anderen Ende der Leitung blockte zunächst ab. „Ich wollte keine Beziehung“, gesteht Julia Strissel, „aber nach einem halben Jahr meldete er sich wieder und besuchte mich in Dresden.“ Da hat es gefunkt. Ihren Trauzeugen Marco Schumann haben sie bereits angesteckt – er will am 7. 7. 17 in Gottsdorf heiraten.

Heiko Krug und Stefanie Jedrzy präsentierten sich als frisch getrautes Ehepaar vor dem Standesamt auf einem Traktor. Quelle: Hartmut F. Reck

Wenig später stand gestern die nächste Hochzeit an. Hier trafen Braut und Bräutigam getrennt vor dem Rathaus zur standesamtlichen Trauung ein. Heiko Krug (37) wurde von seinem Chef chauffiert. Dietmar Ehrentraut lenkte seinen feuerwehrroten Traktor „Lindner BF45A“ österreichischer Bauart aus dem Jahr 1966 vor das Rathaus. Dahinter zog er noch einen Wohnwagenanhänger von 1974 – etwa für die Hochzeitsnacht?

Das allein sorgte schon für viel Aufsehen und einen großen Auflauf an Neugierigen. Doch dann kam die Braut und setzte noch einen drauf. Stefanie Jedzry (29) wurde von ihrem Großvater Norbert Görig in einem Oldtimer-Bus der Marke H3B, gebaut 1952 in Zwickau, zum Standesamt gebracht.

Heiko Krug und Stefanie Jedrzy vor dem Oldtimer-Bus, mit dem die Braut von ihrem Großvater zum Standesamt gebracht wurde. Quelle: Hartmut F. Reck

Heiko und Stefanie Krug lernten sich vor zwei Jahren beim Nutheparkfest kennen, obwohl beide eingeborene Luckenwalder sind. „Ich kannte ihn schon vorher“, betonte gestern die frisch getraute Ehefrau. Die gelernte Friseurin hatte schon vor zehn Jahren dem Tischler und heutigen Mit-Geschäftsführer eines Bauunternehmens die Haare geschnitten. „Daran kann er sich aber nicht mehr erinnern“, bedauert sie. Sie und ihre Kolleginnen hätten sich damals darum gestritten, wer ihm die Haare schneiden darf, als er den Frisiersalon betrat.

Dieser Streit ist spätestens seit gestern entschieden. Dafür waren nicht nur die Verwandten, sondern auch Freunde und Kolleg(inn)en zur Polterhochzeit eingeladen.

Von Elinor Wenke

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