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Teltow-Fläming Breite Unterstützung für Carl Ahlgrimm
Lokales Teltow-Fläming Breite Unterstützung für Carl Ahlgrimm
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23:27 26.02.2018
Carl Ahlgrimm (CDU), Noch-Bürgermeister von Großbeeren, bewirbt sich für den Vorsitz der Fluglärmkommission. Quelle: Jutta Abromeit
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Großbeeren

Wenn sich Carl Ahlgrimm am kommenden Mittwoch zur Wahl für den Vorsitz der Fluglärmkommission stellt, darf er auf eine breite Unterstützung hoffen. Das geht aus einer Umfrage unter mehreren Mitgliedern des Gremiums hervor.

Vor allem die Amtskollegen des noch bis Ende Mai amtierenden CDU-Bürgermeisters von Großbeeren erklären sich bereit, Ahlgrimm, der künftig nicht mehr als Bürgermeister sondern auf Vorschlag der Bundesvereinigung gegen Fluglärm in der Kommission mitarbeitet, zu unterstützen. „Er ist einer von uns“, sagt Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke (parteilos), der aufgrund eines Terminkonflikts seinen Stellvertreter zur Fluglärmkommission schicken wird. Doch auch dessen Stimme sei sicher. „Herr Ahlgrimm qualifiziert sich durch seine langjährige Erfahrung mit dem Flughafen“, sagt Mücke.

Habermann: Endlich wieder ein Vertreter einer betroffenen Gemeinde

Zustimmung signalisiert auch Bernd Habermann, der Vertreter der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow in der Fluglärmkommission. „Er hat meine volle Unterstützung“, sagt Habermann. Mit Ahlgrimm gelange endlich wieder ein Vertreter der betroffenen Gemeinden an die Spitze. Den beiden letzten Vorsitzenden haftete der Vorwurf allzugroßer Nähe zur Politik an. Kathrin Schneider, die im Jahr 2010 gewählt worden war, ist mittlerweile Infrastrukturministerin in Brandenburg. Gerhard Steintjes, der die Kommission von 2013 bis 2017 leitete, saß mehrere Jahre der Gemeinsamen Landesplanung von Berlin-Brandenburg vor.

Auch wenn die Fluglärmkommission aufgrund ihrer rein beratenden Funktion und ihrer unverbindlichen Beschlüsse und Empfehlungen von Kritikern als zahnloser Tiger bezeichnet wird, wäre die Wahl Ahlgrimms ein wichtiges Zeichen. Er ist nicht nur Bürgermeister einer vom Fluglärm stark betroffenen Gemeinde, sondern er hat auch Erfahrung in anderen Gremien, die sich mit dem Flughafen befassen wie dem Dialogforum.

Baier: Ein Mittler zwischen den Welten

Ahlgrimm sei ein Mittler zwischen den Welten, sagt Blankenfelde-Mahlows Bürgermeister Ortwin Baier (SPD). „Ich kann mir keinen besseren Kandidaten vorstellen. Er genießt mein vollstes Vertrauen“, sagt Baier weiter, der stellvertretendes Mitglied der Fluglärmkommission ist. Mit seiner Ausgeglichenheit, seiner neutralen Sitzungsleitung und ohne den Druck des Bürgermeisteramtes im Nacken qualifiziere sich Ahlgrimm wie kein anderer für den Vorsitz, sagt Baier.

Die Liste der Unterstützer setzt sich fort. Klaus Rocher (FDP), Bürgermeister von Rangsdorf, ist ebenfalls voll des Lobes für Carl Ahlgrimm: „Er kennt sich bestens in der Materie aus und ist eine sehr gute Besetzung. Meine Stimme hat er.“

Der Landkreis Teltow-Fläming schätzt Ahlgrimm ebenfalls als sehr geeignet für das Ehrenamt ein und sagt Unterstützung zu. Auch der Landkreis Dahme-Spreewald signalisiert Unterstützung.

Landesregierung verzichtet auf eigenen Kandidaten

Ob Ahlgrimm möglicherweise einen Gegenkandidaten hat, ist nicht bekannt. Das brandenburgische Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) plant keinen eigenen Kandidaten aufzustellen. Das teilt Ministeriumssprecher Steffen Streu auf Nachfrage der MAZ mit. Die Flughafengesellschaft (FBB) hält sich unterdessen bedeckt, wen sie bei der Wahl unterstützen möchte. „Wir legen uns im Vorfeld nicht fest. Die Entscheidung wird auf der Sitzung getroffen“, sagt FBB-Sprecher Stefan Hönemann.

Carl Ahlgrimm selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Im Dezember hatte er öffentlich verkündet, für den Vorsitz der Fluglärmkommission zu kandidieren. Künftig, so seine Vorstellung, soll ein Beirat die Arbeit in dem Gremium auf mehrere Schultern verteilen. Um tatsächlich gewählt zu werden, müssen zwei Drittel der mehr als 40 Mitglieder der Kommission für ihn stimmen. Die Amtszeit dauert zwei Jahre.

Von Christian Zielke

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