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Teltow-Fläming Bremsen ausgebaut: Polizei stoppt Schrott-Lkw
Lokales Teltow-Fläming Bremsen ausgebaut: Polizei stoppt Schrott-Lkw
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19:04 27.06.2018
Der Lkw wurde aus dem Verkehr gezogen, vor der Weiterfahrt muss er repariert werden.
Bestensee

Die Polizisten der Autobahnpolizei kontrollieren täglich Lkw sowie Busse und sehen dabei vieles, was ihnen die Haare zu Berge stehen lässt. Aber der polnische Lkw, den sie am Mittwoch auf der A13 an der Autobahn „Kahlberg“ rauswinkten, war auch für sie ein besonderer Fall.

Aufmerksam geworden waren sie auf den Sattelzug, weil mehrere Autofahrer von unterwegs bei der Polizei anriefen und eine eigentümliche Fahrweise meldeten. Die Vermutung: Der Lkw-Fahrer ist betrunken. Die Autobahnpolizei leitete das Fahrzeug deshalb auf den Rasthof und bat zur Alkoholkontrolle. Die fiel allerdings negativ aus.

Umso auffälliger war dann aber das Fahrzeug. Den Autobahnpolizisten fielen Drähte auf, die im Bereich der mittleren Aufliegerachse befestigt waren. Sie riefen daraufhin Experten der so genannten Sonderüberwachungsgruppe hinzu, die so etwas auch noch nie gesehen hatten.

Bremsschläuche abgeknickt und mit Draht befestigt

Die Experten stellten fest, dass der rechte Radbremszylinder der Mittelachse mitsamt dem dazugehörigen Bremssattel ausgebaut war. Die offenen Bremsschläuche hatte jemand abgeknickt und mit Draht am Funktionslenker befestigt. Im Klartext bedeutet das: Der Lkw bremste nur noch mit dreien seiner sechs Räder wirkungsvoll. Ein Reifen war überdies soweit abgefahren, dass nur noch der Unterbau übrig war. „Es gibt immer wieder Mängel an Fahrzeugen, aber das ist schon allerhand an Verantwortungslosigkeit. Das ist eine fahrende Zeitbombe“, sagt Polizeisprecherin Ines Filohn.

Bei der Kontrolle des Fahrtenschreibers stellten die Beamten schließlich fest, dass der Fahrer in den zurückliegenden 28 Tagen 35 mal gegen die Lenkzeiten verstoßen hatte und damit deutlich länger unterwegs war, als gesetzlich erlaubt.

Nach Angaben des Fahrers hatte der Eigentümer des Fuhrunternehmens Kenntnis vom Zustand des Lkw. Er sei trotzdem von seinem Chef zur Weiterfahrt gedrängt worden, so der Fahrer.

Geldbuße im vierstelligen Bereich droht

Damit kommt laut Polizeisprecherin Ines Filohn nun sowohl auf den Fahrer als auch auf den Spediteur einiges Ungemach zu. Zum einen wurde dem Fahrer die Weiterfahrt untersagt. Der Sattelschlepper muss von einem Spezialunternehmen zur nächsten Werkstatt geschleppt und dort wieder fahrtüchtig gemacht werden. Zum anderen werde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, das in solchen Fällen üblicherweise mit Geldbußen im hohen vierstelligen Bereich endet, so Filohn.

Lkw mit Sicherheitsmängeln sind ein grundsätzliches Problem auf Brandenburgs Straßen. Zuletzt hatte die Polizei Mitte Juni bei einem landesweiten Einsatz 189 Lastkraftwagen und Reisebusse kontrolliert und dabei 130 Verstöße festgestellt. Allein 68 Mal waren Ruhezeiten nicht eingehalten worden. Nach Angaben der Polizei wurden in den ersten Monaten dieses Jahres 5500 Unfälle mit Beteiligung von Lastkraftwagen und Bussen registriert, dabei wurden 16 Menschen getötet.

Von Oliver Fischer

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