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Broshog von Vorwürfen entlastet

Am Mellensee Broshog von Vorwürfen entlastet

Mit einer persönlichen Erklärung beendete Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) in einer Sondersitzung der Gemeindevertreter Spekulationen über die Ergebnisse eines Disziplinarverfahrens gegen ihn. Broshog war im Zusammenhang mit einem Grundstückskauf seiner Frau von den Fraktionen UWG und SPD Vorteilsnahme im Amt vorgeworfen worden.

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Frank Broshog

Quelle: Archiv

Am Mellensee. Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) hat sich laut Kreis-Kommunalaufsicht bezüglich eines Grundstückskaufs seiner Frau in Sperenberg korrekt verhalten. Darüber informierte er die Gemeindevertreter von Am Mellensee am Mittwochabend in einer Sondersitzung.

Broshog geriet wie berichtet Mitte Juni 2016 in die Schlagzeilen. Als kreisweit erster Bürgermeister beantragte er bei Landrätin Kornelia Wehlan (Linke), ein Disziplinarverfahren gegen ihn einzuleiten, um sich vom Verdacht eines Dienstvergehens zu entlasten. Hintergrund waren Vorwürfe der Fraktionen UWG und SPD gegen Broshog und eine anonyme Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Potsdam im Zusammenhang mit dem Grundstückskauf seiner Ehefrau. Die hatte im Ortsteil Sperenberg die Immobilie an der Gipsstraße 10a aus dem Bestand der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft am Mellensee gekauft. Das Grundstück liegt in einer europäischen Schutzzone. Hier können keine Bauten errichtet werden. Von dem 27 000 Quadratmeter großen Grundstück sind 1700 als Unland, 4300  als Gartenland, 4200  als Wald/Wiese und 1500  als Bauland eingestuft. Auf dem Anwesen steht ein 1895 gebautes Haus mit fünf Wohnungen.

Thomas Kosicki (UWG) kritisiert spärliche Informationen

In einer persönlichen Erklärung sagte Broshog, er habe am 29. März die von der Landrätin unterzeichnete Einstellungsverfügung des Disziplinarverfahrens erhalten. Darin stehe, dass ihm kein Fehlverhalten vorzuwerfen sei. „Ich wünsche mir, dass mit dem heutigen Tage alle verbalen und über soziale Netzwerke verbreiteten Angriffe gegen meine Frau und mich ein Ende haben“. Thomas Kosicki (UWG) äußerte sich verwundert darüber, nicht mehr Informationen, sondern nur eine persönliche Erklärung bekommen zu haben. „Warten Sie bitte den nichtöffentlichen Teil ab“, sagte Marcus Gottlob, Vorsitzender der Gemeindevertretung. Auch in diesem Sitzungsteil sollen MAZ-Informationen zufolge keine weiteren Details bekannt gegeben worden sein.

Von Frank Pechhold

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