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Brot aus dem Schau-Backofen

Sperenberg Brot aus dem Schau-Backofen

Schaubacken in Sperenberg hat schon Tradition. Bereits das 15. Jahr in Folge feuerten freiwillige Helfer um den ortsansässigen Bäckermeister Torsten Kirchner den Backofen am Strandbad an. Trotz Dauerregens gingen gut 150 Brote und Kuchen Pfingstsonntag weg wie warme Semmeln. Der Reinerlös ist für den Förderverein der Heimatstube bestimmt.

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Die Sperenberger Schau-Bäcker: Torsten Kirchner, sein Geselle Erik Hahn, Mario Kopp, Hartmut Meißner, Bernd Schirmer und Peter Zerbrock-Lehmann (v.l.).

Quelle: fotos: Frank Pechhold (2)

Sperenberg. Schaubacken ist auch bei schlechtem Wetter schön. Trotz Dauerregens lockte der Duft von frischem Brot und leckerem Kuchen Pfingstsonntag wieder viele Schaulustige nach Sperenberg zur Freiluft-Bäckerei am Strandbad.

„Frisches Brot aus dem Backofen schmeckt einfach am besten“, sagte Carolin Pscheidl. Die Zossenerin war mit ihrem Mann Johann Lich und den beiden Söhnen Jascha und Theo nicht zum ersten Mal gekommen, um den Schaubäckern über die Schultern zu schauen. „Das ist immer wieder ein schönes Erlebnis. Unsere Kinder gucken sich total gerne an, wie gebacken wird“, so Pscheidl. Sohn Jascha biss gleich ein großes Stück von einem Bärlauchlaib ab. Mit vielen Tüten voller Brot für nahe Verwandte und sich fuhr die vierköpfige Familie zufrieden nach Hause.

Bäckermeister Kirchner freute sich über den guten Zuspruch

Der Sperenberger Bäckermeister Torsten Kirchner freute sich über den guten Zuspruch. „Eigentlich gibt es nichts Schöneres, als in der Sonne zu sitzen und den Duft von frischem Brot zu genießen“, sagte er. Aber das Wetter könne man leider nicht planen. Das sei immer wie ein Lotteriespiel, bei dem man mal gewinne und mal verliere. „Leider können sich die Leute diesmal nicht auf die extra aufgestellten Bänke setzen, um in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen“, bedauerte Kirchner. Also kamen die Kunden nur, um Brot und Kuchen zu kaufen und kurz nach den Bäckern zu schauen.

Zwei Tage lang heizten fleißige Helfer den Backofen mit Reisig und dünnen Kiefernholzstangen an. „Wenn wir den Ofen nur am Backtag hochfahren würden, könnten die Steine reißen“, so Bernd Schirmer. Er gehört zu dem festen Stamm von Sperenbergern, die vier Mal im Jahr zum Schaubacken einladen. Und das bereits seit 15 Jahren.

Frauen verkauften Brot, Kuchen, Kaffee und Schmalzstullen

Um den Ofen und das Backen kümmerten sich Sonntag Torsten Kirchner, Bäcker-Geselle Erik Hahn, Mario Kopp, Hartmut Meißner, Bernd Schirmer und Peter Zerbrock-Lehmann. Den Natursauerteig für die Brote setzte Kirchner in seiner Backstube an. Anschließend formten Kirchner und sein Geselle den Teig zu Bauern-, Zwiebel-, Bärlauch- und Kartoffelbrotlaiben. Einzeln wurden die Rohlinge in den rund 250 Grad heißen Ofen geschoben. Drei Frauen verkauften die frischen Brote in einem backsteinernen Verkaufshäuschen. Dort boten Susanne Hallepape, Carola Schirmer und Regina Feller auch Schmalzstullen und Kaffee an.

Die Arbeitsplatten für das Verkaufshäuschen hatte Tischlermeister Christian Düsterhöft eingepasst. „Ich finde es schön, dass wir hier im Ort so eine Verkaufseinrichtung haben. Da muss man einfach als Gewerbetreibender auch mal was dafür tun“, so Düsterhöft.

Fleißig die Werbetrommel in den umliegenden Orten gerührt

Mario Kopp rührte fleißig die Werbetrommel für das Schaubacken, hängte Plakate und Banner in Sperenberg und umliegenden Orten auf. Insgesamt gingen knapp 150 Brote und 20 von Frauen gesponserte, größtenteils im Ofen gebackene Kuchen über den Ladentisch. Der Reinerlös des Schaubackens ist für den Förderverein der Heimatstube Sperenberg bestimmt.

Von Frank Pechhold

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