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Buch der Stadtentdecker

Grundschüler entdecken die Architektur von Luckenwalde Buch der Stadtentdecker

Schüler der Luckenwalder Friedrich-Ebert-Grundschule erkundeten ihre Stadt. Unter fachlicher Anleitung von zwei Architekten wurden sie Experten in Sachen Stadtentwicklung. Jetzt wurde eine Broschüre mit den Ergebnisse herausgegeben.

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Lehrerin Christin Stachowiak freut sich mit den Schülern über die frisch gedruckten Broschüren

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde . Dass es so viel Spaß machen würde, die Heimatstadt zu erkunden, hätten die Schüler der Luckenwalder Friedrich-Ebert-Grundschule anfangs wohl nicht gedacht. Doch schon nach ihrer ersten Entdeckungstour im August 2013 waren die Mädchen hellauf begeistert. „Das war einer der schönsten Schultage meines Lebens“, sagt Angelique Vorwerk. Die Ergebnisse wurden im Februar vergangenen Jahres im Kreishaus gezeigt. Die Schüler wurden zu echten Experten in Sachen Stadtentwicklung. Sie kritisierten nicht nur, sondern gaben Anregungen, was verbessert und verändert werden könnte und äußerten ihre Wünsche.

Jetzt wurden die Entdeckungen in einer Broschüre zusammengefasst und jeder Schüler – inzwischen Fünftklässler – erhielt ein druckfrisches Exemplar. „Das war ein tolles Projekt mit Fortsetzungskapiteln. Ich freue mich, dass wir heute jedem ein Buch überreichen können“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide. Sieben Städte haben sich beteiligt, jede erhielt eine eigene Broschüre, zudem gibt es noch ein Sammelwerk aller Städte – das Titelbild zeigt die Ebert-Grundschüler mit ihrer Schule. „Ich bin stolz auf euch und euer Werk. Ihr seit die Macher“, fügte die Bürgermeisterin hinzu. „Genau vor einem Jahr wurde das Projekt im Landtag vorgestellt. Und vor demselben Ausschuss hat die Architektenkammer jetzt die Broschüren vorgestellt, die sehr gut ankamen“, berichtete Architekt Peter Neideck.

Hintergrund

Schüler der Luckenwalder Friedrich-Ebert-Grundschule betätigten sich als Stadtentdecker – eine Aktion der Arbeitsgemeinschaft Städtekranz Berlin-Brandenburg und der Brandenburgischen Architektenkammer. Insgesamt sieben Städte nahmen teil.

Das Projekt war innerhalb des Kulturland-Themenjahres 2013 „Kindheit in Brandenburg“ angestoßen worden.

Begleitet wurden die Schüler von ihrer Lehrerin Christin Stachowiak und von den Architekten Christian Michael Küssner und Peter Neideck.

Derzeit sind Stadtentdecker auch in Potsdam und Neuruppin unterwegs und in Cottbus und Schwedt soll die Aktion fortgesetzt werden, dafür gibt es Geld von der Landesregierung. „Ihr ward sozusagen die Vorreiter. Die Erfahrungen, die wir mit euch gemacht haben, fließen in weitere Projekte ein“, sagt Neideck. Architekt Christian Michael Küssner würde es gut finden, wenn es auch in Luckenwalde weitergehen würde und sich auch andere Klassen oder Schulen beteiligen würden.

„Bei der Stadtbesichtigung wurden uns Dinge gezeigt, auf die wir sonst gar nicht geachtet haben“, sagt Fünftklässler Samuel Bruch. Kaum hatten sich die Mädchen und Jungen ihre Broschüren angeschaut, da baten sie die Bürgermeisterin, die beiden Architekten und Ekkehard Buß vom Stadtplanungsamt um Autogramme. „Ich habe noch nie an einem Tag so oft unterschreiben müssen“, sagte Buß lachend. „Die Erfahrung, sich im eigenen Lebensumfeld einbringen zu können, macht die beteiligten Schüler stolz und stärkt die Identifikation mit ihrer Heimatstadt, selbst dann, wenn kritische Töne angeschlagen wurden“, sagte Christian Michael Küssner.

Dass sich die Wünsche der Schüler nach einem Baumhaus, einem Klettergerüst am Haus oder einer Unterwasserbar nach Auszug der Luckenwalder Feuerwehr aus ihrem jetzigen Domizil nicht verwirklichen lassen, stand von vornherein fest. Doch die Fantasie der Kinder anzuregen, gehörte ebenfalls zum Projekt .

Von Margrit Hahn

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