Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Buckelpiste soll verschwinden
Lokales Teltow-Fläming Buckelpiste soll verschwinden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 20.03.2018
Die erste Bürgerversammlung im Jugendclub Jüterbog II zum Ausbau der Lindenstraße war gut besucht. Quelle: Isabelle Richter
Anzeige
Jüterbog

Im vergangenen Jahr wurde die Lindenstraße in Jüterbog II in einer Leserumfrage der MAZ zur schlechtesten Straße in der Region gekürt.

Schon damals hatte auch die Stadtverwaltung den Zustand erkannt und die Straße ganz oben auf ihre Prioritätenliste gesetzt. Inzwischen befinde man sich in der Planungsphase zum Ausbau der Lindenstraße – 2019 soll Schluss sein mit dem schlechten Ruf.

Schwarzer Asphalt und grauer Beton

Bei der ersten Bürgerversammlung zum Ausbau der Lindenstraße am Donnerstagabend im Jugendclub Jüterbog II präsentierten die Stadt, der Wasser- und Abwasser Zweckverband Jüterbog-Fläming (WAZ) und das Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen „Pro Via“ aus Beelitz ihre Vorstellungen.

Demnach sollen der 127 Meter lange Bereich zwischen der B102 bis zur Abzweigung Parkstraße/Lindenstraße und die 436 Meter lange Lindenstraße ausgebaut werden.

Geplant sind Fahrbahnbreiten von sechs bis sechseinhalb Metern. Hinzu kommen die beidseitigen Gehwege mit jeweils 2,50 Meter Breite.

Die Straße soll eine schwarze Asphaltdecke bekommen, auf den Gehwegen werden Betonplatten verlegt. Der spontane Kommentar eines Anwohners: Für ihn sei das Gestaltungskonzept des Ingenieurbüros „hässlich“.

Entwässerunsgssystem für 170 000 Euro

Um den alten Kopfsteinpflastercharakter jedoch nicht komplett verschwinden zu lassen, erklärte Christian Kühn von „Pro Via“, dass in der Lindenstraße außerdem rund 50 Auto-Stellplätze im Seitenraum und eine Geschwindigkeitsbarriere „aus Bestandspflastern“ entstehen sollen.

Während der Bauphase müssten zudem 22 Bäume gefällt werden – als Ersatz sind 30 Neupflanzungen geplant.

Darüber hinaus soll der Stadtteil ein neues Entwässerungssystem bekommen. Über unterirdische Schächte und Betonrohre, soll das Wasser unter anderem zu einem Versickerungsbecken geführt werden.

Etwa 170 000 Euro würden allein dafür benötigt.

Auf Hinweis der Einwohner, dass die Lindenstraße ein natürliches Gefälle hat und dass es woanders gute Beispiele für eine oberirdische Entwässerung gibt, erklärte Christian Kühn: „Wenn es das Begehren gibt, werden wir das gern noch einmal prüfen.“

Stadt finanziert Anteil über Fördermittel

Zusätzlich ist eine Erneuerung der Schmutz- und Trinkwasserleitungen und der Straßenbeleuchtung nötig. Insgesamt soll das Bauvorhaben nach einer ersten Schätzung etwa 1,28 Millionen Euro kosten.

Die Anlieger müssten 50 Prozent der Kosten aufbringen. Der Anteil der Stadt wird zum Großteil über Fördermittel finanziert.

Nach dieser Nachricht mussten einige Anwohner erstmal schlucken. Ein Betroffener hatte wenig Verständnis und fragte: „Warum wollen sie das den Anwohnern zumuten?“

Anlieger mit unterschiedlicher Meinung

Er warf der Stadt vor, sie hätte in der Vergangenheit viel versäumt und beispielsweise bei Rohrbrüchen nie nachgearbeitet.

Statt jetzt alles auf die Anlieger abzuwälzen, sollte man die Straße lieber so lassen. Aus seiner Sicht, sei sie sowieso nur zum Teil stark beschädigt.

Ein weiterer Einwohner war da anderer Meinung und sagte: „Ich finde es sehr gut, dass hier was gemacht wird. Die Straße ist nicht mehr befahrbar.“

Die schlechte Zustand der Lindenstraße in Jüterbog II ist nicht zu übersehen. Quelle: Isabelle Richter

Auch Bürgermeister Arne Raue (parteilos) erklärte, die Erneuerung sei aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig: „Die Straße ist so marode, dass sie ausgebaut werden muss.“ Zudem zählten „Straßen im Nachkriegszustand“ nicht zu einem guten Stadtbild.

Stadt stellt Protokoll zur Verfügung

Abschließend gab es die Erklärung, aus welchen Werten der Anliegerbeitrag später berechnet wird. Genaue Angaben gibt es derzeit aber noch nicht.

In den kommenden Monaten sollen zwei weitere Informationsveranstaltungen folgen.

Für detaillierte Informationen zum Termin am Donnerstag stellt die Stadt demnächst ein ausführliches Protokoll auf der Webseite „Soziale Stadt Jüterbog II“ zur Verfügung.

Von Isabelle Richter

Weil die Treppe im Haus der Familie in Rangsdorf zu schmal und aus Holz ist, lässt Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) die gesamte obere Etage sperren. Das DRK will einen Teil seiner Beratungs- und Betreuungsangebote in den Jugendclub „Joker“ verlegen.

16.04.2018

Eigentlich sollte die Dabendorfer „Villa Kunterbunt“ nur so lange geöffnet bleiben, bis die hier vorübergehend betreuten Schöneicher Kinder in ihre sanierte und umgebaute Kita umziehen. Nun aber schlägt die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) vor, die „Villa“ weiter zu betreiben. Dafür gibt es aus ihrer Sicht gute Gründe.

20.03.2018

Die Filmemacherinnen Franka Braun und Caro Kadatz kooperierten mit der Grundschule Glienick, um gemeinsam einen Kurzfilm zu produzieren. Unter dem Motto „Filmproduktion trifft Schule“ entstand innerhalb von zwei Projektwochen mit „Johann“ ein 10-minütiger Kurzfilm, in dem die Schüler der Grundschule Glienick die Darsteller waren. Jetzt war die Premiere.

20.03.2018
Anzeige