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Teltow-Fläming Bücherzelle in Blankenfelde eröffnet
Lokales Teltow-Fläming Bücherzelle in Blankenfelde eröffnet
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04:50 23.07.2016
Die Macherinnen des Bücherhäuschens: Gabriele Schulz, Antje Diering und Silvia Maaß (v.l.) hatten die Idee. Quelle: Christian Zielke
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Blankenfelde

Gerade mal einen Quadratmeter ist sie groß und vollgepackt mit Literatur. Seit Donnerstag dieser Woche hat Blankenfelde eine Bücherzelle. Sie steht an der Karl-Liebknecht-Straße und bietet Platz für mehrere Dutzend Bücher.

Antje Diering hatte die Idee zu dem Häuschen. „Ich habe so etwas schon in vielen Orten gesehen und dachte mir, dass das auch eine schöne Sache für Blankenfelde wäre“, sagte sie bei der Eröffnung. Mit ihrer Idee konnte sie auch bald die Entscheidungsträger begeistern. Der Ausschuss für Soziales und Kultur, dem sie das Projekt im Mai vorigen Jahres präsentierte, war sofort angetan und beauftragte die Verwaltung, geeignete Flächen zu suchen und alle wichtigen Fragen zu klären.

Regelung der Kosten

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow und das Land Brandenburg erklärten sich bereit, einen wesentlichen Teil der Kosten dazuzugeben. Derweil begaben sich Antje Diering, Gabriele Schulz und Silvia Maaß auf die Suche nach einer ausrangierten Telefonzelle und wurden in Michendorf fündig. Dort lagert die Telekom tausende Telefonzellen, die im Handyzeitalter kaum noch jemand braucht. „Wir hätten gern eine gelbe gehabt, aber für die gibt es schon Wartelisten“, sagt Antje Diering. Also habe man sich für das moderne Modell in den Farben magenta und grau entschieden, die mittlerweile unter grüner Klebefolie verschwunden sind. Entscheidend sei schließlich der Inhalt.

Doch wie bei fast allen Immobilien – auch den kleinen – ist eins besonders wichtig: „Die Lage ist perfekt“, sagt Gabriele Schulz. Zwischen Gesundheitszentrum, dem Seniorenwohnen „Haus Christo“ und dem seniorengerechten Wohnen der Wobab hofft sie auf viele Nutzer der Bücherzelle. Die Bank neben dem Häuschen lädt zum ersten Schmökern ein.

Krimi, Roman oder Sachbuch

Egal ob Kinderbuch, Krimi, Roman oder Sachbuch – alles findet sich auf dem kleinen Raum. Die Zelle funktioniert nach dem Motto: „Hol eins, bring eins, lies eins“. Wer sich für ein Buch im Regal interessiert, kann es einfach mitnehmen, darf es behalten, kann es aber auch wieder zurückbringen. Die Zelle dient aber auch als Rettungsstation für ungewollte Bücher. Wer Literatur loswerden will, darf sie gern ins Regal legen. „Aber bitte nur wenige“, sagt Antje Diering, „sonst bringen die Leute kistenweise. Es geht nicht ums Entrümpeln.“

Die Macher hoffen auf einen regen Austausch. Damit der Nachschub funktioniert, aber auch Ordnung herrscht, wollen die Blankenfelderinnen regelmäßig kontrollieren. „Wir achten darauf, dass dort kein Schund steht“, sagt Diering. Um Vandalismus vorzubeugen, ist die Tür etwa von 21 Uhr bis 8 Uhr verschlossen. „Ich hoffe, dass das Häuschen mit Respekt behandelt wird und dass die Leute es als Kulturort achten“, wünscht sich Mitinitiatorin Silvia Maaß.

Dass es zu einem Kulturort wird, dafür möchte Christian Kaufmann sorgen. Der in Blankenfelde lebende Musiker kann sich vorstellen, rund um das Bücherhäuschen Lesungen mit Werken aus dem Regal zu veranstalten – mit musikalischer Unterstützung. „Es muss nichts großes sein“, sagt er, „es reicht, wenn ein paar Leute zuhören.“

Von Christian Zielke

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