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Teltow-Fläming Bürger lehnen teure Beleuchtung ab
Lokales Teltow-Fläming Bürger lehnen teure Beleuchtung ab
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06:03 21.09.2017
Laternen werden wahrscheinlich auch in diesem Abschnitt der Dabendorfer Triftstraße nicht aufgestellt. Quelle: foto: Frank Pechhold
Dabendorf

Die meisten Anwohner von Triftstraße und Trebbiner Straße in Dabendorf wollen wegen zu hoher Kosten keine neue Straßenbeleuchtung. Das ergab eine Umfrage der Stadt. Der Bauausschuss folgte dem Bürgervotum und empfahl den Zossener Stadtverordneten, das 170 000-Euro-Projekt von der Prioritätenliste zu streichen.

Vor der Beschlussfassung meldete sich auch Anwohner Thomas Abel zu Wort. Stein des Anstoßes war, das sich jeder Anwohner mit zwei Euro pro Grundstücksquadratmeter an den Kosten für den Leuchtenbau beteiligen soll. Damit kämen auf die Grundstücksbesitzer Kosten in Höhe von 2500 bis 3000 Euro zu, so Abel. „Das ist viel zu viel im Vergleich zu anderen Straßen!“ Abel zufolge gingen einige Kinder mit Grubenlampen auf dem Kopf auf der Triftstraße zur Grundschule. Seine beiden Kinder liefen mit der Taschenlampe über die Goethestraße zur Schule. Insofern wäre eine Beleuchtung des Schulweges schon gut. „Aber nur, wenn man in finanziell vertretbare Beitragsregionen kommt“.

Große Ablehnung in allen vier Teilbereichen

„Wenn die Messen schon gesungen wären, hätten wir nicht alle Grundstückseigentümer angeschrieben“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Auf diese Weise habe man die Bürger in den vier geplanten Bau-Teilbereichen ernsthaft angehört.

Im Teilbereich Trebbiner Straße (Triftstraße bis Schienenweg) stimmten 54,55 Prozent gegen das Projekt. Das ablehnende Votum im Bereich Mahlower bis Trebbiner Straße betrug 64,15 Prozent. Zwischen An der Heide und Schienenweg betrug die Ablehnung 65,74Prozent. Noch deutlicher war der Widerstand in der Triftstraße zwischen Trebbiner Straße und An der Heide: 83,64 Prozent!

Anlieger hätten bis zu 11 Euro pro Quadratmeter zahlen müssen

Im Abschnitt An der Heide-Schienenweg lag der errechnete Anliegerbeitrag sogar bei 11, zwischen Mahlower und Trebbiner Straße bei fünf Euro pro Quadratmeter. Deshalb schlug die Verwaltung vor, auch in diesen beiden Abschnitten wegen unbilliger Härte einen Beitragssatz von zwei Euro anzusetzen.

„Entscheidend ist, ob überhaupt gebaut werden soll“, so Bürgermeisterin Schreiber. Wolle man dem Bürgerwillen Rechnung tragen, müsse man es sein lassen“, so Burkhard Degner (Plan B). Aber wenn das Projekt von der Prioritätenliste gestrichen werde, komme es in den nächsten zehn Jahren nicht wieder rauf. Ungeachtet dessen empfahlen die sechs Bauausschussmitglieder den Stadtverordneten einstimmig, das Projekt von der Liste zu streichen.

Von Frank Pechhold

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