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Bürger produzieren Solarstrom in Luckenwalde

Energiegenossenschaft Teltow-Fläming Bürger produzieren Solarstrom in Luckenwalde

Die Bürgerenergiegenossenschaft (BEG) Teltow-Fläming hat ihre ersten beiden Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. Sie stehen auf der Neuen Feuerwache und dem Sportkomplex Mozartstraße in Luckenwalde. Der Strom ist begehrt, denn er ist nicht nur ökologisch.

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Die Photovoltaikanlage der Bürgerenergiegenossenschaft auf dem Dach der Luckenwalder Feuerwache.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Lichtdurchflutet präsentierte sich am späten Donnerstagnachmittag die Fahrzeughalle der neuen Feuerwache. Dort versammelten sich bei herrlichem Sonnenschein etwa hundert Menschen, um der offiziellen Inbetriebnahme der beiden ersten Photovoltaikanlagen der Bürgerenergiegenossenschaft Teltow-Fläming (BEG TF) beizuwohnen. Die eine befindet sich auf dem Dach des Rohbaus der künftigen Luckenwalder Feuerwache, die andere auf dem Sportkomplex an der Mozartstraße in Luckenwalde.

Die Genossenschaftsvorstände Christian Buddeweg (links) und Detlev von der Heide erläutern die Leistungskurven der beiden Photovoltaikanlagen

Die Genossenschaftsvorstände Christian Buddeweg (links) und Detlev von der Heide erläutern die Leistungskurven der beiden Photovoltaikanlagen.

Quelle: Hartmut F. Reck

Über einen Bildschirm flimmerten derweil zwei Diagramme, die die Tagesleistung der Anlagen auf beiden Objekten darstellten. Je geringer die Bewölkung, desto höher schlagen die Leistungskurven nach oben aus. In den sechs Tagen, in denen beide Anlagen schon am Netz waren, habe man mit Hilfe der Sonne bereits mehr als 4000 Kilowattstunden sauberen Ökostrom produziert, berichteten die beiden Vorstandsmitglieder der BEG, Detlev von der Heide und Christian Buddeweg. Das gab nicht nur den weiteren 33 Genossenschaftsmitgliedern Anlass zur Freude, sondern auch den anderen Anwesenden. Denn von der Heide und Buddeweg verstanden es, die Vorteile ihres Geschäftsmodells darzulegen.

Etwa hundert Besucher kamen in die sonnendurchflutete Fahrzeughalle der künftigen Luckenwalder Feuerwache, auf deren Dach eine der beiden PV-Anl

Etwa hundert Besucher kamen in die sonnendurchflutete Fahrzeughalle der künftigen Luckenwalder Feuerwache, auf deren Dach eine der beiden PV-Anlagen steht.

Quelle: Hartmut F. Reck

„Das ist gut angelegtes Geld!“, meinte Detlev von der Heide nicht nur im Sinne einer wirtschaftlich soliden Kapitalanlage. Vielmehr stehe bei den Genossenschaftsmitgliedern im Vordergrund, „einen eigenen Beitrag zur Energiewende weg von Atomenergie, Kohle, Öl und Gas hin zu erneuerbaren Energien, zum Klimaschutz und zur Sicherung der Lebensgrundlagen künftiger Generationen zu leisten“. Dabei sei – im Gegensatz zu anderen Ökoprodukten – der umweltfreundliche Strom aus Sonnenenergie billiger als Atom- oder Kohlestrom, sagte der Genossenschaftsvorstand, da keine Transportkosten anfallen. Der Strom wird für das Gebäude produziert wird, auf dem die Photovoltaikanlage steht.

Symbolischer Knopfdruck

Symbolischer Knopfdruck. Von links: Stadtbrandmeister Jens Reichwehr, Kämmerin Petra Mnestek,BEG-Vorstände Christian Buddeweg und Detlev von der Heide sowie der Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD).

Quelle: Hartmut F. Reck

So könne die Genossenschaft mit ihren Öko-Kraftwerken für die Feuerwache Strompreise anbieten, die um gut vier Cent unter den bisherigen Strombezugspreisen liegen. Beim Sportkomplex Mozartstraße liegen sie „nur“ zwei Cent drunter, weil der als Großabnehmer Vorzugskonditionen hat. Dabei werden die Preise der BEG für die nächsten 20 Jahre unverändert bleiben.

Solarmodule aus Chemnitz und aus Luckenwalde wurden verbaut

Solarmodule aus Chemnitz und aus Luckenwalde wurden verbaut.

Quelle: Hartmut F. Reck

Für beide Anlagen hat die Genossenschaft eine Viertelmillion Euro investiert. Die Aufträge wurden meist an regionale Betriebe vergeben. Weitere Projekte sind geplant. Man werbe man um weitere Genossenschaftsmitglieder, sagte Christian Buddeweg. „Schließlich können wir jetzt auch etwas vorweisen“, sagte er gegenüber der MAZ und freute sich, mit den ersten beiden Anlagen, den Sommer „mitnehmen“ zu können.

Von Hartmut F. Reck

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