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Teltow-Fläming Bürgermeister-Kandidaten stehen fest
Lokales Teltow-Fläming Bürgermeister-Kandidaten stehen fest
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09:49 10.09.2015
Im Rathaus von Ludwigsfelde wird ein neuer Chef gesucht.  Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

 Drei Männer und zwei Frauen wollen in Ludwigsfelde Rathauschef und damit Nachfolger des im März überraschend gestorbenen Bürgermeisters Frank Gerhard (SPD) werden. Das steht seit Donnerstag mittag 12 Uhr fest, da endete die Anmeldefrist für potenzielle Kandidaten. In der Autobauerstadt wird am 20. September ein neues politisches Oberhaupt gewählt, an diesem Tag stand die reguläre Neuwahl nach Gerhards erster Amtszeit an. Zurzeit amtiert der stellvertretende Bürgermeister und Baufachbereichsleiter Torsten Klaehn.

Überraschend hat sich für das vakante Amt neben den bisher bekannten Kandidaten Andreas Igel (SPD), Detlef Helgert (CDU), Cornelia Hafenmayer (Die Linke) und der Einzelbewerberin Eveline Michalowski auch Jens Wylegalla beworben. Mit 37 Jahren ist er der jüngste Kandidat für die Gerhard-Nachfolge. Wylegalla ist ein „Einzelwahlvorschlag“, wie es im Amtsdeutsch heißt. Der studierte Politologe und Unternehmer sieht sich an keine Parteiinteressen gebunden. Bekannt ist er in Ludwigsfelde als Initiator der Gruppe von Gymnasiasten, die vor rund 20 Jahren beim Landesbetrieb Straßenwesen erfolgreich für den Radweg zwischen Siethen und Ludwigsfelde kämpften. Alle fünf Ludwigsfelder Kandidaten wären ohne Gerhards Tod nicht angetreten, quer durch alle politischen Lager fand seine Kommunalpolitik Zustimmung, seine Wiederwahl galt als sicher. Nun kandidieren neben den beiden Einzelbewerbern Michalowski und Wylegalla mit Igel der aktuelle Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, mit dem Stadtverordneten Helgert der CDU-Stadtverbandschef sowie die Stadtverordnete Hafenmayer.

Andreas Igel kandidiert für die SPD in Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit
Detlef Helgert kandidiert für die CDU Quelle: Jutta Abromeit
Cornelia Hafenmayer ist die Kandidatin der Linken Quelle: Jutta Abromeit
Eveline Michalowski tritt als Einzelbewerberin an Quelle: Gudrun Ott
Ebenfalls als Einzelbewerber kandidiert Jens Wylegalla Quelle: privat

Auch in der Gemeinde Am Mellensee wird am 20. September ein neuer Bürgermeister gewählt. Dort bahnt sich ein Dreikampf an. Der derzeitige Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) bekommt es mit zwei Konkurrenten zu tun.

 Für die SPD geht Bernd Setny ins Rennen. Der 53 Jahre alte Nachrichtentechniker lebt in Sperenberg, ist verheiratet und hat einen Sohn. Er ist sachkundiger Einwohner im Bauausschuss und will sich stärker für das Miteinander der Generationen einsetzen. Bürger sollen früher in die Planungen einbezogen werden, in der Förderung des Tourismus sieht er eine der wichtigsten Aufgaben für die Zukunft.

 Sein Konkurrent Maik Tscherwinka ist Gemeindevertreter und war bis zum Mittwoch noch Mitglied der CDU-Fraktion. Weil die Christdemokraten Amtsinhaber Broshog unterstützen, geht Tscherwinka für die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) ins Rennen. Der 49 Jahre alte Ingenieurpädagoge will die Kita-Gebühren senken, um die Gemeinde attraktiver für Familien zu machen. Sanften Tourismus sieht er als wichtigsten Wirtschaftsfaktor. Dazu gehöre der Ausbau von Geh- und Radwegen und Telekommunikationswegen.

Der 54-jährige Amtsinhaber Frank Broshog kann auf die Stimmen der mächtigen CDU-Fraktion zählen. Zu seinen Erfolgen der vergangenen acht Jahre zählt er die bessere Haushaltssituation und Investitionen wie die Straße nach Fernneuendorf und die Turnhalle im Ortsteil Mellensee.

Maik Tscherwinka ist der UWG-Kandidat in Am Mellensee Quelle: Privat
Bernd Setny tritt für die SPD an. Quelle: FOTO WICHERN
Bürgermeister Frank Broshog will eine zweite Amtszeit. Quelle: MIKE JENTSCH

Von Christian Zielke

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