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Teltow-Fläming Bürgermeister lässt Teil der Kegelbahn sperren
Lokales Teltow-Fläming Bürgermeister lässt Teil der Kegelbahn sperren
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17:26 01.03.2018
Im Obergeschoss befinden sich Büro und Umkleiden des Kegelvereins und der Fundus der Rangsdorfer Karnevalisten. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Rangsdorf

Erst die Straßenlaternen und nun die Kegelbahn – Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) geht bei Problemen rigoros vor. Wegen einer fehlenden Baugenehmigung hat er nun das Obergeschoss des Kegelbahngebäudes am Strandbad sperren lassen.

Dass es Probleme mit dem Brandschutz gibt, ist seit zwei Jahren bekannt. 2014 hatte die Gemeinde eine Genehmigung zur Sanierung der oberen Etage beantragt. Die Bauaufsicht hatte damals den Einbau einer Brandschutzwand sowie von zusätzlichen Dachfenstern zur Entrauchung und einen zweiten Fluchtweg gefordert. „Eigentlich hätte ich schon eher sperren müssen“, räumt der Bürgermeister ein, zumal nie mit der Sanierung des Gebäudes begonnen wurde.

Mängel müssen beseitigt werden

Nach der Erfahrung mit der Straßenbeleuchtung habe er sich zu dem drastischen Schritt entschieden, sagt Rocher: „Ich möchte nicht verantwortlich sein, wenn etwas passiert.“ Versuche der Gemeinde, eine Teilbaugenehmigung zu bekommen, hätten keinen Erfolg gehabt. „Die Räume dürfen erst wieder genutzt werden, wenn die Mängel beseitigt sind“, sagt Rocher. Dies kostet Geld, das bislang nicht im Haushalt eingeplant ist.

Katastrophe für die Kegelfreunde

Für Hartmut Britze, den Vorsitzenden des Kegelvereins Blau-Gold kam die Nachricht von der Sperrung aus heiterem Himmel. „Ich war total von den Socken, als der Bürgermeister mir davon erzählt hat“, sagt er. Sofort hat er die Treppe mit Stuhl, Flatterband und einem Hinweiszettel abgesperrt. Für die Kegelfreunde ist die Entscheidung des Bürgermeisters eine mittlere Katastrophe – vor allem kommt sie zum absolut falschen Zeitpunkt. „Nächste Woche beginnt die Wettkampfsaison. Wie soll das funktionieren ohne Umkleiden und Toiletten?“, fragt sich Britze. Diese befinden sich im Obergeschoss, außerdem das Büro des Vereins. Hätte man früher davon erfahren, hätte der Verein anders reagieren können. Nun will der Verein die Gemeinde bitten Umkleide-Container aufzustellen. „Schlimmstenfalls müssen wir uns von den Wettkämpfen abmelden“, sagt Britze. Dem Verein und der Gemeinde gehen außerdem Mieteinnahmen verloren, denn das Obergeschoss war für private Feiern beliebt. Pro sechs Euro Miete bekam der Kegelverein einen Euro als Aufwandsentschädigung. Als Blau-Gold das Obergeschoss vor vielen Jahren von der Kommune übernommen hat, sei von Brandschutzproblemen keine Rede gewesen. In ehrenamtlicher Arbeit hat man sich die Etage ausgebaut.

Auch Karnevalsverein ist betroffen

Betroffen von der Sperrung sind auch die Karnevalisten vom Gemischten Chor Rangsdorf (GCR). Sie lagern dort ihren gesamten Fundus und betreiben eine Werkstatt, in der die Dekoration für die jährliche Gala gebaut wird. „Für uns werden die Wege länger und aufwändiger“, sagt Elferratspräsident Frank Frenzel. Für die Gala, die im benachbarten Seehotel stattfindet, konnte man die Sachen bisher zu Fuß herbeischaffen. Vom Ausweichquartier, dem ehemaligen Bauhofgebäude in der Anemonenstraße, müssen die Narren demnächst im Lkw zur Gala fahren.

Von Christian Zielke

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