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Bürgermeister wirbt vergeblich für Wohngebiet

Großbeeren Bürgermeister wirbt vergeblich für Wohngebiet

In der Gemeinde Großbeeren wurde erneut über das Bebauungsgebiet An den Saufichten diskutiert. Die Fraktionen konnten sich nicht einigen und wollen sich intern beraten. Doch Bürgermeister Carl Ahlgrimm mahnt zur Eile, besonders hinsichtlich des ungebrochenen Zuzugs: „Mit jeden Monat der vergeht, wird es für Großbeeren schwerer.“

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Das Bebauungsgebiet An den Saufichten.

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Es ist die letzte große Chance für die Entwicklung des Ortes. So beschreibt Großbeerens Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) die Erschließung des Bebauungsgebiets An den Saufichten. Im vergangenen Jahr war das von der CDU-Fraktion getragene Vorhaben gescheitert, da die Gemeindevertreter die örtliche Wohnungsbaugesellschaft zur Finanzierung des Projekts nicht mehrheitlich an einen Investor veräußern wollte. Auch Erschließungspläne im Ortsteil Heinersdorf wurden durch das Landesministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft abgelehnt. Es handelt sich um ein Landschaftsschutzgebiet. Wie es weitergehen soll, wurde nun im Bauausschuss diskutiert.

An der Teltower Straße geht es um bis zu 600 Wohneinheiten. „Künftige Investoren brauchen eine Richtschnur“, sagt Ahlgrimm. Der städtebauliche Entwurf der Gemeinde hat den Bau von Mehrfamilienhäusern, Wohnungen und Hausbau im Auge. Zur Diskussion stellte der Bürgermeister ein Verhältnis von 60 Prozent auch vermietbarer Mehrfamilienhäuser und Stadtvillen, von denen 20 Prozent Geschosswohnungsbau sein könnten, sowie 40 Prozent Einfamilienhäuser.

Skeptisch sieht die FDP- Fraktion das erwogene Mischverhältnis von Einfamilienhäusern und Mietbau. „Wir kennen keine Bedarfslage für Wohnungen“, sagte Fraktionsvorsitzender Teja Grzeskowiak. Er spricht von einer Umkehr der bisherigen Mischung, die durch den Hausbau dominiert ist. Daher tendiert er zu einem ausgeglichenes Verhältnis von Miet- und Hausbau an der Teltower Straße.

In welchem Verhältnis Miet- und Hausbau aber tatsächlich realisiert werden soll, ist unklar. Helmut Barthel (SPD) sprach sich zunächst für den Bau von Sozialwohnungen aus. Als Argument führte er die Förderung durch das Landesmittel ins Feld. Ahlgrimm sieht den sozialen Wohnbau kritisch, da die Wohnungen auf dem freien Markt nicht mehr zur Verfügung stünden. „Wir müssen Vorsorge treffen für die Kindergeneration“, sagte der Rathauschef. Es geht um die Bindung junger Familien, deren erwachsene Kinder nicht im Ort bleiben, wenn sie keine eigene Wohnung beziehen könnten. Ein tatsächlicher Bedarf, der für den Wohnungsbau spricht, lasse sich schwer ermitteln.

Auch ein Verkehrskonzept ist für die neue Projekt erwägen. Ahlgrimm schätzt 1800 neue Einwohner für das Gebiet. Auch hierzu gab es kritische Stimmen aus den Fraktionen, die zuerst ein schlüssiges Konzept fordern. „Den Verkehr kriegen wir gestemmt“, so der Bürgermeister. Ein Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die eine Anbindung zur Märkischen Allee beurteilen soll, steht noch aus. Bisher führt eine Fußgängerbrücke von der Teltower Straße über die B101 zum Güterverkehrszentrum.

Die Fraktionen konnten sich nicht auf eine gemeinsame Linie zum Bauvorhaben An den Saufichten einigen. Die Fraktionen wollen sich intern beraten.

Von Krischan Orth

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