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Teltow-Fläming Bürgermeister zeigt sich bei Landrätin an
Lokales Teltow-Fläming Bürgermeister zeigt sich bei Landrätin an
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04:18 18.06.2016
Frank Broshog, Bürgermeister von Am Mellensee, Quelle: privat
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Am Mellensee

Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) hat bei Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) beantragt, ein Disziplinarverfahren gegen ihn einzuleiten. Das ist die erste Selbstanzeige eines Bürgermeisters bei der Kommunalaufsicht im Landkreis Teltow-Fläming. Hintergrund sind Vorwürfe der Fraktionen UWG und SPD gegen den Verwaltungschef der Gemeinde Am Mellensee im Zusammenhang mit einem Grundstückskauf seiner Ehefrau.

Massive Anschuldigungen

„In den letzten Tagen wurden massive Anschuldigungen und Verleumdungen durch Mitglieder der Fraktion der UWG und der SPD . . . gegen mich verbreitet“, heißt es in einer persönlichen Erklärung, die Broshog in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter abgab. Broshogs Ehefrau kaufte im Ortsteil Sperenberg die Immobilie an der Gipsstraße 10a aus dem Bestand der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft am Mellensee (WVM). Deswegen werfe man ihm „Korruption und Vorteilsnahme im Amt“ vor, so Broshog. Darum habe er die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beantragt, „um sich vom Verdacht eines Dienstvergehens zu entlasten“.

UWG: Führen keine Kampagne gegen Bürgermeister

Die UWG führe keine Kampagne gegen den Bürgermeister, heißt es in einer Presseerklärung. Vielmehr versuche man, in Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion Klarheit über einige Geschäftsvorgänge der Gemeinde oder gemeindeeigenen Wohnungsbaugesellschaft zu erlangen. Man habe die Landrätin gebeten, „die Aufklärung dieses Sachverhaltes herbeizuführen.“

Von mehreren Bürgern sei man auf den Grundstücksverkauf hingewiesen worden, teilt der SPD-Ortsverein Am Mellensee mit. Zu keiner Zeit seien seitens der SPD-/UWG-Fraktion „Halbwissen, Vermutungen oder wie vom Bürgermeister geäußert Verleumdungen verbreitet“ worden. Man könne nur einen Verdacht äußern. Das habe man mit einem Schreiben an die Landrätin getan. „Inwieweit hier Vorteilsnahme oder eine Korruption vorliegt, müssen nun andere Instanzen wie die Kommunalaufsicht und die Staatsanwaltschaft beurteilen.“

Wohnungsgesellschaft: Broshog war in Geschäft nicht einbezogen

„Herr Broshog war zu keiner Zeit in diesen Verkauf einbezogen“, so WVM-Geschäftsführerin Ilona Friedland. Laut Friedland liegt das nur über einen unbefestigten Sandweg erreichbare und mehreren Dienstbarkeiten belastete Grundstück in einer europäischen Schutzzone (Sperenberger Gipsbrüche). Dort können keine Bauten errichtet werden, muss die Landschaft bleiben, wie sie ist. Von dem 27 000 Quadratmeter großen Grundstück sind 1700 als Unland, 4300  als Gartenland, 4200  als Wald/Wiese und 1500  als Bauland eingestuft. Mittendrin befinden sich ein kleineres Privatgrundstück und ein Pachtgrundstück. Auf dem Grundstück steht ein 1895 gebautes Haus mit fünf Wohnungen, verfallenen Schuppen, einer maroden Scheune. Vier Wohnungen sind bewohnt. Wegen des schlechten Hauszustandes sind nur geringe Mieten von 2,20 Euro für jeden der 216 bewohnbaren Quadratmeter möglich. 45 Quadratmeter sind unbewohnbar.

Anfang März habe Frau Broshog Interesse an dem Grundstück „für die Ansiedlung eines touristischen Unternehmens“ bekundet, so Ilona Friedland. Sie habe zugesichert, sowohl die Miet- als auch Pachtverträge zu übernehmen und „dass sie für ihre Zwecke lediglich die marode Scheune ausbauen möchte.“

Von Frank Pechhold

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