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Teltow-Fläming Bürgermeisterin sperrt Sporthalle
Lokales Teltow-Fläming Bürgermeisterin sperrt Sporthalle
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06:03 15.09.2017
Warnung: Weiter gehen bringt nichts. Aktuell ist die Wünsdorfer Paul-Schumann-Halle für jeglichen Sportbetrieb gesperrt. Quelle: foto: Frank Pechhold
Wünsdorf

Die Paul-Schumann-Sporthalle in Wünsdorf ist gesperrt. Bei der jährlichen Grundreinigung wurde der Bodenbelag beschädigt. Damit ist Schul- und Vereinssport nicht möglich, informierte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan  B) Mittwoch im Bauausschuss.

Schuld an dem Schaden soll eine von der Stadt mit der Grundreinigung beauftragte Fachfirma sein. Schreiber zufolge habe diese Firma in den vergangenen Jahren stets ohne Beanstandungen gearbeitet. Diesmal jedoch habe sich der ganze Belag verfärbt, sei der gesamte Boden voller Blasen. Dies weise darauf hin, dass sich die Beschaffenheit der Oberfläche verändert habe. Um die Firma für den Schaden haftbar machen zu können, müsse die Stadt alle Beweise von Experten sichern lassen. Schreiber zufolge dauere die Beweissicherung bis Oktober oder November. So lange müsse man jegliche Verschlimmerung des Schadens vermeiden. „Deshalb habe ich die Halle für die Nutzung gesperrt. Das finde ich oberärgerlich.“

Fußbodenfirmen haben keine Kapazität vor dem ersten Quartal 2018

Eventuell könne man die Halle nach der Schadensaufnahme für den Schulsport und den Trainingsbetrieb der Handballer des MTV  Wünsdorf 1910 wieder frei geben. „Auf keinen Fall kann wegen der veränderten Rutschfähigkeit des Bodens eine Freigabe für den Spielbetrieb erfolgen“, so Schreiber. Das ist erst nach der Behebung des Schadens möglich. Allerdings habe eine Abfrage bei Sportboden-Fachfirmen ergeben, dass diese keine freien Kapazitäten vor dem ersten Quartal 2018 haben.

„So etwas haben wir schon befürchtet“, sagt Ellen Wendland, sportliche Leiterin der MTV-Abteilung Handball. Deshalb wichen Männer, Frauen und einige Nachwuchs-Teams in der am Wochenende startenden Punktspielsaison samstags in die Baruther Halle aus. Sonntags nutze der Nachwuchs bei Bedarf die Dabendorfer Halle. „Notfalls weichen wir auch bis zum Jahresende in andere Hallen aus. Das ist alles mit dem Handball-Verband Brandenburg abgesprochen.“

Handballer und Kästner-Grundschule hoffen auf kürzere Sperrzeit

Trotzdem hoffen die Handballer, die Paul-Schumann-Sporthalle ab November wenigstens wieder teilweise für das Training nutzen zu können. Sicher schrecke jeder bei dem Wort „Schaden“ erst mal auf, sagt Ellen Wendland. „Es ist aber nicht so, dass sich der ganze Hallenboden hebt“. Vielmehr handele es sich um winzige Löcher, die an vielen Stellen blubbern. Weiter habe sich der eigentlich blaue Hallenboden wegen der falschen Behandlung urinfarben bis braun verfärbt. Klar sei, dass der Boden erneuert werden müsse. „Das heißt aber nicht, dass generell kein Sport mehr getrieben werden kann“.

Auf eine kurze Hallen-Sperrzeit hofft man auch an der benachbarten Grundschule „Erich Kästner“. „Sonst würde Sportunterricht für die kleinen Kinder ausfallen“, sagt Sportlehrerin Lucille Fischer. Im Kollegium habe man Alternativen beraten. Erwogen werde, statt Sport mehr Deutsch und Mathe zu unterrichten. „Davon sind die Kinder natürlich nicht begeistert. Die müssen und wollen sich bewegen.“

Von Frank Pechhold

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