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Teltow-Fläming Bürgersorgen zur Gemeindefusion
Lokales Teltow-Fläming Bürgersorgen zur Gemeindefusion
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06:01 13.03.2017
Bürgermeister David Kaluza mit Welsickendorfs Ortsvorsteherin Marina Grusdat. Quelle: Angela Rändel
Welsickendorf

Wir gehören bald zu Dahme? Die Frage über die Zukunft der Gemeinde Niederer Fläming ließ die Welsickendorfer am Freitag eine Versammlung abhalten, an der Bürgermeister David Kaluza und Gemeindevertreter Uwe Gottwald (beide parteilos) teilnahmen.

Bürgermeister verteidigt Fusionspläne

Beide sind Gegner der umstrittenen Kreisgebietsreform. Trotzdem möchte Kaluza schnell eine Fusion mit dem Amt Dahme: „Meine Verwaltung und ich stehen unter Schockstarre. Wir wissen nicht, ob wir noch Stellen besetzen oder größere Projekte angehen können.“ Die Reform hänge wie ein Damoklesschwert über der Gemeinde und bremse Planung, Vision und Elan aus.

Gemeindevertreter gegen übereilte Schritte

Gottwald indes lehnt eine übereilte Hochzeit ab: „Wenn die Bürger des Niederen Flämings künftig zu Dahme gehören wollen, dann soll es so sein. Aber bis jetzt wurden sie dazu gar nicht gefragt.“ Er plädierte dafür, abzuwarten, ob ein möglicher Volksentscheid die Gebietsreform zum Kippen bringt.

Bürgersorgen über weite Wege und fehlende Identifikation

Die 30 Teilnehmer blieben auch nach dem Treffen besorgt: Wird ihre Gemeinde bei einer Fusion das fünfte Rad am Wagen sein? Werden die Fahrwege zu Kita, Schule und Verwaltung noch weiter? Kann, wenn ehrenamtliche Tätigkeit notwendiger wird, überhaupt ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen? Schon jetzt erfahren die Welsickendorfer vergleichsweise wenig über die Einwohner in Hohenseefeld oder Riesdorf und umgekehrt. Die 23 Dörfer des Niederen Flämings liegen teilweise sehr weit auseinander. Bei einer Hochzeit mit Dahme wäre man nicht nur mit einer Stadt, sondern gleichzeitig mit zwei anderen Gemeinden, ihren 20 Ortsteilen und fünf Gemeindeteilen verbunden.

Doch die Größe zählt nicht. Grundlage sowohl für finanzielle Zuwendungen als auch für die Beratungen über kommunale Gebietsreformen ist immer die Bevölkerungszahl. Da wird es Niederer Fläming mit nur 3200 Einwohnern schwerfallen, in Zukunft selbstständig zu bleiben.

Von Angela Rändel

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