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Bürgertisch versucht lebendige Demokratie

Großbeeren Bürgertisch versucht lebendige Demokratie

Gefahr von rechts in Großbeeren – die sahen Ursula Schinowsky und andere im Ort 2002. Sie machten aus dem Runden Tisch den Verein Bürgertisch für lebendige Demokratie. Heute gehört zu seinen Markenzeichen zum Beispiel der monatliche Frauenstammtisch. Morgen diskutieren Großbeerenerinnen mit dem Vorsitzenden Richter am Landgericht Frankfurt (Oder).

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Ursula Schinowsky, die engagierte Vize-Vorsitzende des Vereins Bürgertisch.

Quelle: jutta Abromeit

Großbeeren. Sie fragt nach, wenn etwas unklar ist, sie bleibt dran, wenn etwas schleift – die 68jährige Großbeerenerin Ursula Schinowsky weiß, dass sie sich nicht bei jedermann beliebt macht. „Ich will doch nur, dass sich Jung und Alt, Ost und West oder alte Großbeerener und Zugezogene wohl fühlen im Ort“, erklärt sie.

Mitbegründerin des Bürgertischs für lebendige Demokratie

Die frühere Lehrerin hatte 2002, als Großbeerener in ihrem Ort „Gefahr von rechts“ sahen, aus dem damaligen Runden Tisch den Verein Bürgertisch für lebendige Demokratie mitgegründet. Seine Mitglieder wollen das demokratische Miteinander, das Zusammenwachsen und die Kommunikation fördern.

Das machen sie mit ganz praktischen, unterhaltsamen oder lehrreichen Veranstaltungen. Zum Beispiel mit Kulturveranstaltungen wie seit 2004 mit dem Lesemarathon. Oder mit überparteilichen Wahlforen, wenn ein Gemeinderat oder ein Kreistag, ein Bürgermeister oder ein Landrat gewählt werden soll.

Vergeblicher Kampf gegen GVZ-Erweiterung

Der Verein unterstützt die Flüchtlingshilfe im Ort zum Beispiel mit ganztägigen Nähkursen und Vereinsmitglieder engagieren sich bei der Bosnienhilfe der evangelischen Kirchengemeinde. „Zurzeit bereiten wir für den Herbst eine Veranstaltung zum Wohnen in Großbeeren und zur Ortsentwicklung vor“, erzählt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Schinowsky. Nicht immer klappt alles: Als es um die GVZ-Erweiterung Am Lilograben ging, kämpfte der Bürgertisch gegen diese Pläne, damit Grün- und Luftschneisen nicht zerschnitten würden.

Bereits ein Jahr nach Vereinsgründung stellte Ursula Schinowsky ein spezielles Projekt auf die Beine: den Frauenstammtisch. Seine Mitglieder treffen sich nicht nur zweimal in der Woche an der Teltower Straße, Ecke Jägerstraße zum Walking. Monatlich einmal geht es einen Abend lang um politische oder praktische Themen. Frauen, die dorthin gehen, lassen sich informieren oder diskutieren.

Interessierter Mann für den Frauenstammtisch

Ein Zugezogener, der Vereinsmitglied im Bürgertisch wurde, ist Stephan Wilhelm. Er bewundert den Elan der Vize-Vorsitzenden. Und bedauert, dass ihm als Mann die Besuche bei den Frauenstammtisch-Abenden verwehrt ist. Gern würde er live erfahren, was es an Aktuellem zur Organspende gibt oder was ein Seelsorger der Justizvollzugsanstalt „Heidering“ berichtet. „Zum Glück erzählt mir meine Frau immer, was es dort an interessanten Themen gibt“, Wilhelm lacht. Und er sagt: „Ursula Schinowsky ist im Frauenstammtisch sowohl die treibende Kraft als auch die gute Seele. Ohne sie wäre der Bürgertisch nicht, was er ist.“

Info: Nächster Treff des Frauenstammtischs: Mittwoch, 6. Juli, 19.30 Uhr in der Pension „Zur Kornkammer“ in der Parkallee. Der Vorsitzende Richter am Landgericht Frankfurt/Oder informiert über Brandenburgs Rechtssprechung. Mehr über den Verein im Internet unter www.buergertisch-grossbeeren.de

Von Jutta Abromeit

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