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Bundesmittel für den Heimumbau

Kreis reicht Fördergelder an DRK-Kreisverband weiter Bundesmittel für den Heimumbau

Das ursprünglich einzige Wohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber im Landkreis Teltow-Fläming wird komplett entkernt und umgebaut. Ende 2014 musste es wegen baulicher Mängel geschlossen werden. Inzwischen hat das DRK das Gebäude übernommen. Der Kreis reicht Fördermittel des Bundes an das DRK weiter und spart damit künftig Miet- und Zinskosten.

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Auf allen fünf Etagen herrscht rege Bautätigkeit. Das komplette Übergangswohnheim wird entkernt und nach neuen Standards umgebaut.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Derzeit wird mit Hochdruck im Wohnblock Anhaltstraße 31 in Luckenwalde gearbeitet. Seit Mitte Dezember vergangenen Jahres sind die Bauarbeiter dabei, das völlig heruntergekommene Übergangswohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber zunächst zu entkernen und dann nach den neuesten gesetzlichen Standards umzubauen.

„Das Heim muss bis zum 31. Dezember 2016 in Betrieb gehen“, berichtete die Erste Beigeordnete und Kreis-Sozialdezernentin Kirsten Gurske (Linke) dem Kreisausschuss am Montagabend. Wenn das nicht klappe, gingen die dafür vorgesehenen Fördermittel flöten. Das soll natürlich nicht geschehen. „Bis zum 1. Dezember 2016 wollen wir fertig sein“, hatte DRK-Kreisvorsitzender Harald-Albert Swik beim Baustart am 17. Dezember 2015 angekündigt.

Zu den ohnehin schon zugesagten Fördermitteln des Landes für die Schaffung von neuen Unterkunftsplätzen und für die Verbesserung der Standards in Höhe von 629 000 Euro sollen jetzt noch mal eine knappe Million, genauer gesagt: 990 000 Euro hinzukommen. Diese Summe will der Landkreis Teltow-Fläming an den DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald weiterreichen, der das Gebäude erworben hat, um es dauerhaft als Übergangswohnheim im Auftrag des Landkreises zu betreiben. Der Mietvertrag beträgt zehn Jahre mit der Option einer fünfjährigen Verlängerung. „Das ist das einzige Heim mit einem so langen Mietvertrag“, berichtete Kirsten Gurske. Alle anderen lägen zwischen einem Jahr bis zu fünf Jahren.

Bei dem Geld handelt es sich um zusätzliche Mittel des Bundes, die er den Ländern zur Verfügung stellt, um finanzschwache Kommunen bei der Aufnahme von Asylbewerbern zu entlasten. Da auch der Landkreis Teltow-Fläming als finanzschwach gilt, wurden ihm für 2015 und 2016 jeweils 742 500 Euro zugewiesen. Von den insgesamt 1 485 000 Euro zweigt der Landkreis genau zwei Drittel, also 990 000 Euro, für Investitionen in die Flüchtlingsunterbringung ab. Damit stehen dann dort künftig 130 Plätze zur Verfügung. Vorher waren es 180. Mittlerweile wurden aber die Standards zur Unterbringung von Flüchtlingen angehoben, so dass jedem Bewohner nunmehr acht anstatt bisher sechs Quadratmeter Wohnfläche zuerkannt werden. Nach der Wiedereröffnung der Anhaltstraße sollen andere Flüchtlingsunterkünfte geschlossen werden.

Mit den weitergereichten Fördermitteln spare der Landkreis zudem viel Geld. Darauf machte Guido Kohl vom Sozialamt am Montagabend den Gesundheits- und Sozialausschuss aufmerksam. Denn dadurch würden die Mietkosten um monatlich knapp 10 000 Euro geringer ausfallen. Hinzu komme, dass durch den Einsatz der 990 000 Euro das DRK weniger Kredit aufnehmen müsse und somit Zinsen spare, die auf den Kreis umzulegen sind.

Von Hartmut F. Reck

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