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Teltow-Fläming Bunte Bauerneier und Häppchen-Erdäpfel
Lokales Teltow-Fläming Bunte Bauerneier und Häppchen-Erdäpfel
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09:08 12.07.2013
Schwören auf Kartoffeln: Janine Kamann (l.) und Sabine Gerth vom Hofladen der Agrargesellschaft. Quelle: Elke Höhne
Groß Machnow

Die Kartoffelernte hat in Groß Machnow begonnen, und der erste Hänger mit den frühen Knollen zum Verkauf ist schon wieder leer. „Wir buddeln immer nur kleinere Mengen aus“, sagt Jürgen Zimmermann, je nach Bedarf werde gerodet. „Dann sind unsere Frühkartoffeln nämlich wirklich unschlagbar, was die Frische betrifft,“ macht der Vorsitzende der Agrargenossenschaft Groß Machnow auch ein bisschen Werbung. Schließlich, welche Kartoffeln haben schon so einen kurzen Weg vom Feld zum Kunden wie hier? Und: Sie würden nicht erst durch die halbe Welt gefahren, um in die Läden zu kommen. „In diesem Sinne sind unsere Knollen sehr umweltfreundlich“, stellt er fest.

Auf rund 18 Hektar Ackerfläche hat die Agrargenossenschaft Kartoffeln angebaut, die allesamt direkt vermarktet werden. Kleine Unternehmen, Gaststätten, Händler und auch Privatleute gehören inzwischen zum festen Stamm. So wie die Blankenfelderin Veronika Wagner. Sie deckt sich gleich mit zwei ganzen Säcken an Frühkartoffeln der Sorte „Solist“ ein und verkündet: „Wenn die alle sind kommen wir wieder.“ Kartoffeln aus der Region sind für sie Ehren- und Geschmackssache. „Am liebsten essen wir Laura, die mit der rosa Schale, und Adretta, die mehligkochende, Tradition ist eben Tradition“, sagt sie.

Familie Panser, die extra aus Glienick nach Groß Machnow kommt, weil sie Futterkartoffeln fürs liebe Vieh braucht, interessiert sich auch für die „Minis“. Die Häppchen-Erdäpfel sehen aber auch zu verlockend aus. „Geputzt und gewaschen und gleich mit der Schale gekocht – ein Leckerbissen“, schwärmt Sabine Gerth. Sie und ihre Kollegin haben – trotz sommerlichen Temperaturen – zum Start der diesjährigen Kartoffelernte in dem kleinen Verkaufsbüro den Ofen angeheizt. „Die Männer dachten, wir haben sie nicht alle“, erzählt Janine Kamann und lacht. Mit Kräuterbutter angerichtet haben sich die beiden Mitarbeiterinnen die ersten „eigenen“ Kartoffeln schmecken lassen – man muss ja wissen, was man den Kunden verkauft.

Auch Rolf Krahl lässt sich von den Minis verführen. Eigentlich wollte er ja nur wieder seine Honiggläser – Frühlingshonig – abgeben, der Lindenhonig wird gerade geschleudert. Der Imker aus Mahlow nutzt zum Vertrieb „seit ewig“ den Hofladen in Groß Machnow. Er freut sich, wie sich in der Halle der Agrargenossenschaft inzwischen ein richtiger Hofladen etabliert hat. Denn neben Heu und Stroh für Tierhalter, neben Gummistiefeln, neben Kartoffeln von nebenan und Honig gibt es dort auch je nach Saison Gemüse oder Obst. Dafür sorgt ein Kleinerzeuger aus Klein Ziethen. „Und manchmal kriegen wir gar nicht so viele Eier ran, wie sie gefragt sind“, sagt Sabine Gerth.

Die Agargenossenschaft Groß Machnow unterstützt nämlich auch die Kleintierhalter aus der Region. Und weil jeder der Hühnerhalter aus Dabendorf, Mahlow oder Zosseneine andere Rasse züchtet, sind dann auch die „Bauerneier“, wie sie im Hofladen Groß Machnow heißen, kunterbunt gemischt, weil sie unsortiert angeboten werden: teils gesprenkelt, teils rosefarben oder braun und manchmal sogar schokoladenfarben und grün.

 Von Elke Höhne

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