Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Bus-Betriebshof erzeugt Strom
Lokales Teltow-Fläming Bus-Betriebshof erzeugt Strom
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:10 14.10.2016
VTF-Geschäftsführer Volker Fleischer, Teltow-Fläming-Klimaschutzkoordinator Andreas Bleschke, Andreas Franke, technischer Leiter bei der VTF und Gudrun Schade von der Kreisverwaltung (v.l.) vor dem neuen Solardach. Quelle: Christian Zielke
Anzeige
Dahlewitz

Ausgerechnet zur Premiere hat sich die Sonne hinter dichten Wolken versteckt. Und doch schafft es die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des VTF-Betriebshofs in Dahlewitz, aus dem Grau am Himmel Strom zu erzeugen – wenn auch nur zehn Prozent dessen, was möglich wäre.

100 Kilowatt Leistung

Sobald die Sonne scheint, erzeugt die am Donnerstag in Betrieb genommene Anlage eine Leistung von bis zu 100 Kilowatt. Mit 600 Quadratmetern Fläche ist diese so groß wie ein kleines Grundstück und erzeugt pro Jahr rund 92 000 Kilowattstunden. „Das ist so viel, wie 30 Haushalte verbrauchen“, sagt Andreas Bleschke, der Klimaschutzkoordinator des Landkreises Teltow-Fläming. Die Solaranlage in Dahlewitz ist die erste auf einem Gebäude des Kreises. Sie soll 82 Tonnen Kohlendioxid einsparen – keine Riesenmenge, gibt Bleschke zu. „Es sind viele kleine Schritte, die wir gehen.“ In Sachen Klimaschutz will man in Teltow-Fläming Vorreiter sein und hat deshalb beschlossen, so viele Gebäude wie möglich mit Photovoltaikanlagen auszurüsten. Sowohl eigene Gebäude – darunter auch das Haus der Kreisverwaltung in Luckenwalde – als auch die der kreiseigenen Gesellschaften sollen nach und nach klimafreundlich werden.

Anlage wiegt 1,2 Tonnen

Für Volker Fleischer, den Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) war es sozusagen eine Frage der Ehre, sich am ausgerufenen Klimaschutz zu beteiligen. „Als der Anruf kam, habe ich sofort zugestimmt.“ Fast zwei Jahre hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert. Das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren ist kompliziert, außerdem muss vorher die Statik des Gebäudes untersucht werden. Immerhin wiegt die Solaranlage rund 1,2 Tonnen. „Zum Glück waren die Bauunterlagen vollständig“, sagt Volker Fleischer. Die VTF hatte das 2001 errichtete Gebäude im Jahr 2007 als Betriebshof für den Norden des Kreises und die Linien nach Berlin übernommen.

Hälfte des Strombedarfs gedeckt

Mit der Photovoltaikanlage lässt sich rund die Hälfte Strombedarfs im Haus decken. Weil für selbst produzierte Energie keine Netzumlage und nur 40 Prozent der Umlage für erneuerbare Energien zu zahlen sind, spart der Kreis Betriebskosten ein. An Wochenenden und nach Feierabend wird der auf dem VTF-Dach erzeugte Strom ins allgemeine Netz eingespeist. Die Kollektoren, die aus Siliziumdioxid bestehen, erzeugen Gleichstrom, der in Wechselstrom umgewandelt wird. Tommy Zschipping von der Firma Solar Direkt aus Sachsen installiert derzeit viele solcher Anlagen – vor allem auf öffentlichen Gebäuden, aber auch auf Geschäftshäusern oder landwirtschaftlichen Flächen. „Wir haben gut zu tun“, sagt er und das, obwohl die staatliche Förderung für Ökostrom in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken ist.

Busse fahren noch lange mit Diesel

Während der Strom für die Garage mittlerweile größtenteils ökologisch korrekt ist, werden die Busse der Verkehrsgesellschaft wohl noch länger mit Diesel fahren. „Das Problem sind die Infrastruktur und die Reichweite“, sagt Volker Fleischer. Es fehle an Ladestationen für Elektrobusse – überhaupt gebe es derzeit nur einen Hersteller, der diese herstellt. Dazu kommt das Preisargument: „Ein Elektrobus kostet mehr als drei Mal so viel wie ein herkömmlicher Bus“, sagt Fleischer. Dieser sei jedoch eher für den Stadtverkehr geeignet, da man dort beim Bremsen Energie zurückgewinnen kann – ein Effekt, der auf langen Überlandstrecken ausbleibt. Immerhin entsprechen die neuesten Busse in Teltow-Fläming der Euro-6-Abgasnorm. Passend zur Politik der kleinen Schritte rüstet die VTF ihre Gebäude mit LED-Beleuchtung aus.

Von Christian Zielke

An drei Projekttagen beschäftigten sich Siebtklässler der Oberschule mit dem Thema Russland und der Sportart Rugby. Am Donnerstag kochten sie dann in der Schulküche selbst eine deftige Soljanka.

14.10.2016

Die längste Zeit war Stephan Michalsky Landpfarrer, am Sonntag hält er in Christinendorf seinen letzten Gottesdienst. Bekannt geworden war er mit Aktionen in Potsdam, etwa den Friedensandachten am Deserteur-Denkmal. Manfred Stolpe und Rita Süßmuth hatten versucht, ihn in die Politik zu holen, beim Mordfall Scholl war er als Notfallseelsorger am Tatort.

14.10.2016

Kürbiskernöl aus der Flasche kennt jeder. Wie das würzige Öl dort hineinkommt, wissen die wenigsten. Auf einem Acker bei Wiepersdorf kann man in diesen Tagen diese Bildungslücke schließen.

14.10.2016
Anzeige