Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Buslinie 600 bleibt Großbeerens Baby

Gemeinde trägt Hauptteil der Kosten Buslinie 600 bleibt Großbeerens Baby

Die Gemeinde Großbeeren im Kreis Teltow-Fläming wollte einst die Zusatzlinie zwischen den S-Bahnhöfen Mahlow und Teltow (Potsdam-Mittelmark). Bis jetzt zahlt sie dafür auch weiter den Hauptanteil. Die Stadt Teltow beteiligt sich vorläufig nicht.

Voriger Artikel
Ein Plan gegen den Kahlschlag
Nächster Artikel
Fahrkartenautomat in die Luft gejagt

Teltower Haltestellen sind da, nur die Finanzierung fehlt.

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren.
Frühestens mit Inbetriebnahme des BER kann Großbeeren auf mehr Finanzhilfe seiner Nachbarorte für die Buslinie 600 hoffen. Das wird jedes Jahr wieder deutlich, wenn die Gemeinde ihren Anteil von 104 700 Euro absegnen muss für die Bus-Verbindung zwischen den S-Bahnhöfen Teltow und Mahlow. Erst mit mehr Arbeitsplätzen in Schönefeld könnte diese Querverbindung Richtung Osten auch für die Stadt Teltow interessant werden. Zurzeit bezahlt sie nichts, auch wenn Bürgermeister Thomas Schmidt die Linie im Dezember 2012 gern seinen Amtskollegen aus Großbeeren und Mahlow eröffnet hatte. Mit dem Flughafen soll Linie 600 zum Bahnhof Schönefeld oder zum S-Bahnhof Waßmannsdorf verlängert werden.

Diese Zusatzverbindung war vor allem von Großbeeren wegen der großen Pendlerströme zwischen Berlin und dem GVZ gewünscht und vom Kreis als Träger des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) eingerichtet worden. Die Linie kostet jährlich 244 000 Euro, die Hälfte bezahlt der Kreis, Mahlow-Blankenfelde trägt 20 170 Euro, den Rest Großbeeren. Diese Anteile berechnen sich nach den auf dem jeweiligen Gemeindegebiet gefahrenen Kilometern. Neben den Berufspendlern nutzen viele Großbeerener Schüler diesen Bus, in Mahlow sind besonders Rentner froh, die Ärztehäuser in Teltow zu erreichen.

Im dortigen Rathaus aber erwägt man gar nicht, sich an dieser Linie zu beteiligen. Warum, erklärt Stefanie Icks, in Teltow für Öffentlichkeitsarbeit zuständig: „Bei der Buslinie 600 handelt es sich um eine landkreisübergreifende Linie. Über eine für alle Beteiligten adäquate Lösung einigen sich die Landkreise mit den Verkehrsgesellschaften Teltow Fläming (VTF) und Havelbus.“ Die Linie 600 wird von der VTF bedient. Die Stadt Teltow finanziert den regionalen Busverkehr über eine Vereinbarung mit dem Kreis Potsdam-Mittelmark und den Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf im sogenannten TKS-Konzept. Darauf verweist auch Siegmund Trebschuh von der Wirtschaftsförderung beim Kreis Teltow-Fläming: „Wir haben in unserem Nahverkehrsplan sämtliche Grundbedarfe festgehalten. Dazu gehört die Linie 600 nicht.“ Die bediene man aber, um den Bedarf im stärker besiedelten Norden des Kreises zu befriedigen. „Beim Start des 600er Busses und erst jetzt wieder haben wir uns wegen der Beteiligung an den Nachbarkreis gewandt, aber das hat bisher keine Früchte getragen“, so Trebschuh.

Info: Am Donnerstag befindet der Gemeinderat Großbeeren über den Anteil an der Linie 600.

Von Jutta Abromeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg