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Teltow-Fläming CDU-Abgeordnete besucht Fußballer
Lokales Teltow-Fläming CDU-Abgeordnete besucht Fußballer
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00:21 11.02.2018
Jörg Lutter, der Vorsitzende des SV 28 Rangsdorf, überreichte der CDU-Bundestagsabgeordneten Jana Schimke ein Vereinstikot. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Rangsdorf

Die Fußballer vom SV 28 Rangsdorf sind gleich doppelt gestraft. Sie „hausen“ in einer abbruchreifen Holzbaracke auf einem Sportplatz, den die Gemeinde eines Tages aufgeben und als Bauland entwickeln möchte. Am Dienstag machte sich die in Ransdorf lebende CDU-Bundestagsabgeordnete Jana Schimke ein Bild von der schwierigen Situation des Vereins.

Die 38-Jährige war überrascht, wie der Verein es dank der Eigeninitiative der Mitglieder schafft, das marode Vereinsheim, eine alte Reichsbahn-Baracke aus den 1920er Jahren, einigermaßen instand zu halten. „Das ist zum großen Teil der Arbeit unserer Mitglieder und Sponsoren zu verdanken“, sagte Jörg Lutter, der Vorsitzende des Vereins.

Verein hofft auf Container als Zwischenlösung

Immerhin: Seit Anfang des Jahres ist die Gemeinde wieder für die Instandhaltung zuständig. Nun hofft der Verein, dass die Gemeinde auch die versprochenen Umkleide- und Sanitärcontainer aufstellen lässt. Doch auch sie werden, wie so vieles in den vergangenen Jahren, eine Übergangslösung sein. Dem Verein fehlt eine Langzeitperspektive. Nur mit einem dauerhaften Pachtvertrag – nicht wie bisher zwei Jahre – oder eigenen Räumlichkeiten könnte man Geld beim Kreis- und Landessportbund beantragen.

Das Erich-Dückert-Sportforum an der Lindenallee wird immer wieder wegen seiner Erweiterungsmöglichkeiten als neue Heimstatt des SV 28 gehandelt. Jana Schimke stellt diese Idee in Frage: „Ein Sportplatz gehört ins Herz einer Gemeinde. Es wäre schade, wenn man das Gelände an der Birkenallee aufgibt“, sagte sie. Auch wenn sie als Bundestagsabgeordnete nicht unbedingt zuständig für die Gemeindepolitik ist, fühle sie sich verantwortlich für die lokale Ebene und bot sich als Vermittlerin an. Wichtig sei es ihr vor allem gewesen, sich die Probleme vor Ort anzuhören.

Fusion mit Handballern soll diskutiert werden

Beim SV 28 wälzt man nicht den ganzen Tag nur Probleme, sondern arbeitet auch an Lösungen. Eine könnte darin bestehen, sich mit anderen Vereinen zusammenzutun. Mit den Fußballern von Eintracht besteht seit dem vorigen Jahr eine Spielgemeinschaft. Doch Jörg Lutter denkt noch weiter: Er könnte sich vorstellen mit den Handballern vom SV Lok Rangsdorf zu fusionieren. Der neue Verein hätte mehr als 800 Mitglieder. „Das würde unsere Verhandlungsposition in der Gemeinde verbessern“, sagt er. Erste Gespräche dazu habe es bereits gegeben, weitere sollen folgen. Auch einen potenten Geldgeber habe man an der Angel. Der Schulzendorfer Bauunternehmer Kay Semrok möchte den Sportplatz gerne in Semrok-Arena umbenennen. Dem Verein würde das 7000 Euro im Jahr bringen, falls die Gemeinde zustimmt.

Mit der geplanten Bebauung des Bücker-Geländes könnte sich die Sportstättenlandschaft in Rangsdorf verändern. Allerdings glaubt beim SV 28 kaum jemand daran, dass eine neue Sporthalle und ein zusätzlicher Sportplatz dort die bisherigen Probleme lösen. Wenn dort neue Wohnungen entstehen, drohten wieder Beschwerden wegen Lärms. Aus Sicht von Vereinsmitglied Andreas Nickel tauge das Bückergelände vor allem für den Schulsport.

Von Christian Zielke

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