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CDU rückt von Seebadallee-Plänen ab

Rangsdorf CDU rückt von Seebadallee-Plänen ab

Eine Perlenkette soll die Rangsdorfer Seebadallee in der Vision von Tassilo Soltkahn werden – mit Cafés, Restaurants und kleinen Läden. Doch die Pläne der CDU, die wichtige Straße unter einen Bebauungsplan zu zwängen, stoßen auf Kritik. Im Bauausschuss rückte Soltkahn teilweise von seinen Vorschlägen ab. Nun droht Streit um ein prominentes Grundstück.

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So stellt sich Architekt Tassilo Soltkahn (CDU) den Blick vom Dorfanger in Richtung See-Hotel vor.

Quelle: Soltkahn AG

Rangsdorf. Mit einem solchen Wirbel hat die Rangsdorfer CDU bei ihren Plänen für die Rangsdorfer Seebadallee nicht gerechnet. Überraschend schlug Tassilo Soltkahn (CDU) am Donnerstag im Bauausschuss vor, das Gebiet für den künftigen Bebauungsplan zu verkleinern.

Die von ihm geplante Perlenkette, die sich vom Rathaus bis zum See-Hotel erstrecken soll, wird nun deutlich kürzer. Sie soll nur noch von der Puschkinallee bis zur Straße Am Strand reichen. In dem Gebiet sollen Häuser nur neu- oder umgebaut werden dürfen, wenn bestehende Gewerbeflächen erhalten beziehungsweise neue geschaffen werden.

Anonymes Schreiben sorgte für Unruhe unter den Anwohnern

Unmittelbar nachdem die CDU-Pläne, einen Bebauungsplan über die Seebadallee zu legen, bekannt wurden, regte sich bei den Anwohnern Widerstand – vor allem wegen der geplanten Veränderungssperre, die bis zum Inkrafttreten des Bebauungsplans gilt und die jeden Um-, Anbau oder Abriss von Gebäuden erschwert. In einem anonymen Flugblatt war von DDR-Verhältnissen und Enteignung die Rede. Besonders pikant: Das Flugblatt stammt aus dem Umfeld der CDU.

Dass seine Pläne auf Widerstand stoßen, sei Tassilo Soltkahn bewusst gewesen. „Ich will eine positive Veränderung für Rangsdorf“, sagt er. Der nun von ihm vorgeschlagene Bebauungsplan Seebadallee West fand dann auch dank der Stimmen von CDU, SPD und Grünen die Mehrheit im Ausschuss. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) stimmte dagegen. Er kritisierte vor allem die Kriterien für die geplante Veränderungssperre. „Ich weiß nicht, wie wir es formulieren sollen, damit es rechtssicher ist.“ Allein der Erhalt von Gewerbeflächen ist aus Rochers Sicht nicht ausreichend. Möglicherweise möchte der Bürgermeister auch einem Rechtsstreit mit einem Investor aus dem Weg gehen.

Ausschuss lehnt Investoren-Pläne für Ziedrich-Grundstück ab

Karl-Heinz Nagel möchte auf dem Grundstück des ehemaligen Gasthofs Ziedrich Wohnhäuser mit Praxen errichten. Diese würden den Ideen der CDU, die Seebadallee über das Grundstück in Richtung Hotel zu verlängern, im Weg stehen. Nagel kündigte an, ein weiteres Grundstück, auf dem derzeit Bungalows stehen, kaufen zu wollen – um dort eine Grünfläche zu belassen. Dies zweifelt Tassilo Soltkahn an. „Wer dort ein Grundstück kauft, möchte keinen Wald erhalten.“ Er hält die Pläne des Investors für nicht genehmigungsfähig. „Ich hoffe auf die Einsicht, dass man auf den Bau verzichtet“, sagt er. Hartmut Rex (Linke) kritisierte die Pläne als „erdrückend“ und schlug vor, nur zwei statt drei Etagen hoch zu bauen. Matthias Gerloff (Grüne) würde an der Stelle gern wieder einen großen Saal und eine Begegnungsstätte sehen. „Das fehlt in Rangsdorf“, sagte er. Mit drei zu sechs Stimmen lehnte der Bauausschuss das Vorhaben ab.

Karl-Heinz Nagel verspricht nun, sich für eine einvernehmliche Lösung mit der Gemeinde einzusetzen. Erst dann wolle er sich an den Landkreis wenden.

Von Christian Zielke

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