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CDU schlägt Kompromiss zu Tunnel vor

Blankenfelde CDU schlägt Kompromiss zu Tunnel vor

Der geplante Tunnel in der Blankenfelder Karl-Marx-Straße birgt eine Menge Zündstoff. Die Bahn möchte nur einen Geh- und Radweg bauen, die Mehrheit der Gemeindevertretung fordert zwei Wege. Um langen Planungs- und Gerichtsverfahren aus dem Weg zu gehen, schlägt die CDU-Fraktion nun vor, den Weg auf der Nordseite schmaler zu bauen.

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Wenn die Dresdner Bahn gebaut wird, soll anstelle der Schranken ein Tunnel in Blankenfelde entstehen.

Quelle: Christian Zielke

Blankenfelde. Mit einem Kompromiss möchte die CDU im Streit um den künftigen Blankenfelder Bahntunnel vermitteln. Die Fraktion in der Gemeindevertretung von Blankenfelde-Mahlow schlägt einen gemeinsamen Geh- und Radweg auf der Nordseite der Karl-Marx-Straße vor. Dieser soll schmaler ausfallen als der von der Gemeindevertretung im vergangenen September geforderte getrennte Geh- und Radweg und Bürgern erlauben, auf die andere Seite der Bahn zu gelangen, ohne zwei Mal die Straße queren zu müssen. „Wir würden uns wünschen, dass unser Vorschlag in die Diskussion der Gemeindevertretung einfließt“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Buch.

Bahn beharrt auf bisheriger Planung

Zuvor habe es zwei Treffen zwischen der CDU und Vorstandsmitgliedern sowie Planern der Deutschen Bahn gegeben. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Bahn einen 16,50 Meter breiten Tunnel plant. In einer Kreuzungsvereinbarung zwischen Bahn und Gemeinde war diese Breite festgelegt worden. Der damals enthaltene beidseitige Geh- und Radweg entspricht nicht mehr den aktuellen Mindestbreiten, dennoch lasse die Vorschrift den Bauherren Spielräume, um die Wege an örtliche Gegebenheiten anzupassen. Um den Vorstellungen der Gemeindevertretung nach einem 4,55 Meter breiten Geh- und Radweg auf der Nordseite zu entsprechen, müsste der Tunnel aufgeweitet werden. Dies würde aus Sicht der Bahn ein zeitaufwendiges Planänderungsverfahren und Mehrkosten für die Gemeinde bedeuten. In ihrem Vorschlag will die CDU den Schülerverkehr zur Wilhelm-Busch-Grundschule und zum Kopernikus-Gymnasium auf den 400 Meter entfernten Tunnelweg konzentrieren, wo die Bahn einen Tunnel für Fußgänger und Radfahrer plant.

Zügiger Bau soll gefährliche Situation in Blankenfelde entschärfen

Aus Sicht der CDU würde der Kompromiss eine langwierige gerichtliche Auseinandersetzung mit der Bahn unnötig machen, zumal diese den Baubeginn nicht aufschieben würde. „Die Bahn hat uns deutlich gemacht, dass die Dresdner Bahn Priorität hat“, sagt Andreas Buch. Eine zügige Entschärfung der gefährlichen Situation rund um den Blankenfelder Bahnhof sei auch im Interesse vieler Bürger. Wenn am Donnerstag die Gemeindevertretung ihre Forderungen zum Ausbau der Dresdner Bahn abschließend abstimmt, soll der Kompromiss in die Stellungnahme einfließen, hofft die CDU.

Von Christian Zielke

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