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Campingplätze hoffen auf besseres Wetter

Dahmeland-Fläming Campingplätze hoffen auf besseres Wetter

Campen ist auch in der Region Dahmeland-Fläming eine beliebte Form den Urlaub zu verbringen. Mit der bisherigen Saison sind die Campingplatzbetreiber allerdings nur mäßig zufrieden. Grund ist das wechselhafte Wetter.

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Seit Jahren sind Jutta und Klaus Grosy bereits als Dauercamper auf dem Campingplatz am Motzener See in Kallinchen.

Dahmeland-Fläming. „Das Tolle am Camping ist einfach, dass man ständig draußen in der Natur ist“, sagt Sabine Damm. Sie verbringt gemeinsam mit ihrem Sohn und den beiden Enkelkindern ein paar Tage auf dem Campingsplatz „Am Motzener See“ in Kallinchen. „Ich habe schon immer gerne mit meiner Enkelin gezeltet, auch zu Hause im Garten“ erzählt die Berlinerin. In diesem Jahr sei es dann an der Zeit gewesen, einmal richtig Campen zu gehen. Ihre beiden Zelte hat die Familie direkt am Motzener See aufgeschlagen. Der erste Blick geht morgens gleich aufs Wasser und auch gefrühstückt wird stets am Ufer.

Über eine Million Camping-Übernachtungen 2015

Camping ist nicht nur bei Sabine Damm und ihren Enkeln sehr beliebt. Allein im Jahr 2015 zählte das Landesamt für Statistik Berlin-Brandenburg über eine Million Übernachtungen auf Campingplätzen. In der Reiseregion Dahme-Seenland und Spreewald zählten die 30 Campingplätze von Königs Wusterhausen bis Cottbus 244 748 Übernachtungen. Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es fünf geöffnete Zeltplätze.

Campen ist Familiensache

Campen ist Familiensache: Sabine Damm mit ihrem Sohn und beiden Enkelkindern.

Quelle: Danilo Hafer

Ob sich die Campingplatzbetreiber in dieser Saison auch wieder über hohe Übernachtungszahlen freuen können, wird sich erst noch zeigen. Der Grund: „Die Campingsaison ist wie das Wetter“, sagt der Leiter des Campingplatzes in Kallinchen, Reinhard Schulz. Da das Wetter in den vergangenen Wochen sehr wechselhaft war, kommen etwas weniger Gäste, als es sich der Campingplatzbetreiber wünschen würde. „Selbst wenn wir hier eigentlich gutes Wetter haben, kommen die Leute aus anderen Ecken Deutschlands vielleicht trotzdem nicht, weil es bei ihnen kalt ist und sie daher erst gar nicht losfahren“, erklärt Reinhard Schulz.

Der Platz in Kallinchen wird zu 70 Prozent von Dauercampern genutzt, der Rest steht den Touristen zur Verfügung. Häufig würden Gäste auch nur für ein paar Tage bleiben, berichtet Reinhard Schulz. „Viele machen ja im Grunde eine Rundreise mit dem Fahrrad oder eben einem Wohnwagen und machen dann kurz bei uns Halt.“ Die Gäste kommen dabei aus ganz Deutschland, aber auch aus Dänemark, Holland und anderen europäischen Ländern.

Bungalows sind hingegen gut gebucht

Das nun in diesem Jahr weniger Camper kommen, spürt auch Andrea Voltz vom Campingplatz Zesch am See. „Als wir im vergangenen Jahr vier Wochen hintereinander Sonnenschein hatten, war deutlich mehr los als jetzt“, sagt sie. Dies betrifft aber vor allem den Bereich der Zelte und Wohnwagen. Die Bungalows, die es zusätzlich auf dem Gelände des Campingplatzes gibt, seien hingegen gut gebucht. „Dort sind die Gäste einfach weniger abhängig vom Wetter“, erläutert Andrea Voltz. Das Schönste an ihrem Campingsplatz sei der See. Und wenn dann das Wetter nicht stimmt, ist das schlecht fürs Geschäft. „Allerdings muss man auch beachten, dass wir ja recht weit von der B96 entfernt sind und auch keine Bus- oder Bahnanbindung haben“, erläutert Andrea Voltz.

Reinhard Schulz leitet den Campingplatz in Kallinchen

Reinhard Schulz leitet den Campingplatz in Kallinchen.

Quelle: Danilo Hafer

Mit 40 Prozent Auslastung ist auch René Jahn vom „Campingplatz D66“ in Gräbendorf nicht sehr zufrieden. „Bis zum Juli war die Saison im Grunde wie die im letzten Jahr, aber dann wurde es weniger“, sagt er. Und wären nicht gerade Ferien, kämen wohl nur noch am Wochenende Gäste. Noch zu den Pfingstfeiertagen sei der Campingplatz voll belegt gewesen. Wetterbedingt seien die Gästezahlen aber zurückgegangen.

Nicht alle lassen sich vom Wetter abschrecken

Auf dem Campingplatz am Hölzernen See, der sich ebenfalls in Gräbendorf befindet, sieht Betreiberin Petra Metzing nicht ganz so schwarz. „Wir können bisher eigentlich ganz zufrieden sein“, sagt sie. Viele Gäste hätten bereits weit im Voraus gebucht und sich auch von den wechselhaften Wetterbedingungen nicht abschrecken lassen. Auch für Sabine Damm und die beiden Enkelkinder Hermine und Leander sind die doch etwas kühleren Temperaturen kein Problem. „Das Wetter stört uns überhaupt nicht, wir hatten auch einen Tag, an dem von morgens bis abends die Sonne schien und es schön warm war“, sagt sie.

Das besondere am Campen ost das Gemeinschaftsgefühl

Auch die Dauercamper in Kallinchen trotzen wie immer dem Wetter. Bereits seit neun Jahren besitzen Jutta und Klaus Grosy dort einen Stellplatz. Inzwischen hat das Ehepaar seinen Wagen mit einem festen Vordach und unzähligen Blumen und Dekoartikeln zu einem kleinen Paradies verwandelt. Weg wollen sie hier nicht mehr. „In der Saison fahre ich eigentlich nur einmal in der Woche nach Hause, um die Post zu holen“, erzählt Jutta Grosy. Das Besondere am Leben auf dem Campingplatz sei vor allem die Gemeinschaft, sagt das Paar. „Wenn neue Gäste ankommen und ein Problem mit ihrem Wohnwagen oder etwas anderem haben, wird ihnen sofort und gerne von einem Dauercamper geholfen“, sagt Jutta Grosy. Auch wenn sie lange auf dem Campingplatz leben, fehlt es den beiden an nichts. Denn auch beim Camping muss heute keiner mehr auf Strom, Wasser und Fernsehen verzichten.

Campingplatzbesucher erwarten einen gewissen Standard

Campen ist heute weit mehr, als eine Nacht im Zelt zu verbringen. Vor allem die neuen Wohnmobile strotzen vor modernster Technik. Das stellt auch die Campingplätze vor eine Hersausforderung. „Wir werden noch in diesem Jahr eine neue Abwasseranlage bauen, mit der auch die modernen Wohnwagen ihr Schmutzwasser abpumpen können“, sagt Reinhard Schulz vom Campingplatz Kallinchen. Ordentliche Sanitäranlagen und Strom gehören längst zum Standard auf den Zeltplätzen, auch wenn das anscheinend noch nicht allen Menschen bewusst geworden ist. „Manchmal rufen tatsächlich Leute an und fragen, ob es auf unserem Campingplatz denn auch Strom gibt“, berichtet Andrea Voltz.

Von Danilo Hafer

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