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Campus-Pläne liegen auf Eis

Werbig Campus-Pläne liegen auf Eis

Das größte Projekt der Gemeinde Niederer Fläming ist in Gefahr. Beim Bau des „Campus der Generationen“ muss man womöglich wegen der Kommunalreform umdenken. Denn in eine Gebäude sollte die Verwaltung einziehen. Doch es ist unklar, ob die Gemeinde überhaupt Bestand hat.

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Bürgermeister David Kaluza (parteilos) auf der Suche nach einer neuem Plan.

Quelle: Peter Degener

Werbig. Die Pläne zur Neugestaltung der Landkreisstruktur haben vielerorts Unruhe gestiftet. Nicht nur das Bauchgefühl spielt dabei eine Rolle, sondern auch die Tatsache, dass viele Überlegungen einzelner Kommunen, wie sie die seit einem Jahr diskutierte Gemeindestrukturreform umsetzen wollen, damit praktisch hinfällig sind.

Besonders hart trifft es in dieser Hinsicht die Gemeinde Niederer Fläming, wo man seit 2012 das Schulareal zum „Campus der Generationen“ umbaut, der unter anderem dann auch die Gemeindeverwaltung beherbergen sollte. Ob es tatsächlich jemals soweit kommt, ist seit Verkündung der neuen Pläne der Landesregierung vollkommen ungewiss.

Die erste Etappe, der Umbau der Schulküche, ist fast geschafft

Die erste Etappe, der Umbau der Schulküche, ist fast geschafft. Anfang September wurden die neuen Geräte angeschlossen.

Quelle: Uwe Klemens

„Wir können nun nicht einfach so weitermachen wie bisher und tun, als wenn es die Gemeinde in ihrer jetzigen Form auch in zehn Jahren noch so gibt“, sagte Bürgermeister David Kaluza (parteilos) auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung und machte aus seiner Ratlosigkeit, wie mit den Campus-Planungen weiter umgegangene werden soll, keinen Hehl. „Die jetzigen Planungen weiterzuverfolgen, die davon ausgehen, dass der Campus neben Kita, einer ,Tagespflege light’ für Ältere und einem Arzt auch die Gemeindeverwaltung beherbergt, macht keinen Sinn und wäre meiner Meinung nach Geldverbrennen in großem Stil.“

Schule zieht Anfang 2017 um

Während sich der erste Campus-Bauabschnitt, die Schaffung eines neuen Schulhauses für die Grundschüler, dem Ende neigt und der Umzug in wenigen Monaten erfolgen soll, wird noch mindestens ein Jahr vergehen, bis Gewissheit über die künftige Gemeindeform und damit Planungssicherheit für den Multifunktions-Campus besteht. Der Bitte des Bürgermeisters, grünes Licht für die Suche nach fusionswilligen Nachbarkommunen zu geben, um möglichst rasch Gewissheit zu erlangen, haben die Gemeindevertreter einstimmig zugestimmt. Kaluzas derzeitiger Favorit ist dabei das Amt Dahme, dem die Gemeinde Niederer Fläming in Gänze beitreten könnte, ohne dabei seine kommunale Selbstständigkeit aufzugeben, wie sich bereits aus ersten Sondierungsgesprächen ergab.

Landkreisreform durchkreuzt Gemeindepläne

Doch die Pläne zur Landkreisreform bringen auch diesen Plan durcheinander, da sich Dahme selbst möglicherweise nun in Richtung des Noch-Landkreises Dahme-Spreewald orientieren könnte. Einstimmig entschieden haben sich die Gemeindevertreter gegen die Vorschläge des Jüterboger Bürgermeisters Arne Raue (parteilos). Dessen Vorschlag, die Gemeinde Niederer Fläming solle sich auflösen und von Jüterbog geschluckt werden, gilt als unakzeptabel. Auch hier soll es dennoch weitere Gespräche über eine andere Lösung geben. „Auf alle Fälle sollten wir die Phase der Freiwilligkeit dazu nutzen, unsere Geschicke selbst in die Hand zu nehmen“, ist Kaluza überzeugt.

Offen für alle Generationen

Die Idee zur Schaffung eines „Campus der Generationen“ stammt aus dem Jahr 2012. Ein Jahr später lagen die Pläne dazu auf dem Tisch.

Die ersten , fast fertigen Teilprojekte waren der Bau eines neuen Schulhauses, sowie der Umbau der Schulküche zur Campus-Mensa.

Bislang angedacht war, dass das alte Schulhaus saniert und künftig vielfältig als Kita, Senioren-Tagesstätte, Arztpraxis und Einkaufsmöglichkeit genutzt wird.

Das Campus-Projekt in Gänze sieht der Verwaltungs-Chef dennoch nicht gefährdet. Auch oder gerade als Teil einer größeren Gemeinde kann man seiner Meinung nach nicht auf Außenstellen bestimmter Fachämter verzichten. „Dabei rede ich beispielsweise von der Meldestelle, Bau- und Ordnungsamt und dem Kassenwesen.“ Auch der Aufgabenbereich eines möglicherweise dann nur noch ehrenamtlichen Bürgermeisters würde enorm wachsen, so dass dieser ebenfalls ein Büro und ein Sekretariat bräuchte. Auch die übrigen Nutzungsarten des Campus sieht Kaluza nicht in Frage gestellt.

Von Uwe Klemens

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