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Teltow-Fläming Campus der Generationen wird teurer
Lokales Teltow-Fläming Campus der Generationen wird teurer
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12:02 10.08.2016
Im Herbst soll die Grundschule am Generationencampus in Werbig aus dem linken in den sanierten, rechten Gebäudeteil umziehen. Quelle: Peter Degener
Werbig

Der Campus der Generationen in Werbig wird teurer als bislang angenommen. Am Montagabend übergab Niederer-Fläming- Bürgermeister David Kaluza (parteilos) den Gemeindevertretern eine aktuelle Kostenaufstellung. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Lutz Löffler, hatte die Verwaltung um das Überblickspapier gebeten. Unter dem Strich rechnet die Gemeinde mittlerweile mit Gesamtkosten von gut 3,4 Millionen Euro. Das kalkulierte Budget vor Baubeginn betrug dagegen knapp 3,2 Millionen Euro. Die Differenz von derzeit 235 000 Euro ergibt sich vor allem aus den Firmenangeboten, die häufig weit über den Kostenschätzungen des Architekturbüros liegen.

Schulausstattung und Malerarbeiten werden teurer

Deutlich teurer als erwartet wurden vor allem die Schulausstattung sowie Putz- und Malerarbeiten. Der umfangreiche Posten der Umfeldgestaltung und der Außenanlagen wurde erst am Montagabend vergeben und ist exemplarisch für die Umstände des Bauvorhabens. 176 000 Euro sollten die Freianlagen ursprünglich kosten. „Wir hatten das schon einmal ausgeschrieben, aber kein einziges Angebot bekommen“, sagte Kaluza.

Nun wurde erneut beschränkt ausgeschrieben. Sieben Firmen wurden kontaktiert, nur eine gab ein Angebot ab, das mit 285 000 Euro weit über dem Budget lag. „Wir haben dann mit diesem Bieter vor Ort Gespräche geführt und das Angebot überarbeitet. Es liegt nun bei 244 000 Euro, aber damit noch immer weit über unserem Kostenvoranschlag“, erklärte Kaluza. Er warnte vor einer dritten Ausschreibung, die kaum bessere Ergebnisse liefern würde. Alle bisherigen Lose zeigten, dass die Auftragsbücher voll und die Angebote der Firmen deshalb teuer sind.

Die Zeit drängt: Einzug nach den Herbstferien

Denn in Werbig gibt es auch ein Zeitproblem. Grundschule und Hort sollen nach den Herbstferien in die sanierten und neuen Räume ziehen. „Wenn wir das heute nicht vergeben, bleibt das Schulumfeld mindestens weitere sechs Monate oder sogar länger so wie es ist und ich weiß nicht, ob wir dann eine Betriebserlaubnis für den Hort erhalten und überhaupt umziehen können“, sagte der Bürgermeister. Die Gemeindevertretung folgte der Empfehlung von Kaluza und besc

„In den Campus fließt das Geld, aber draußen reicht es nicht für einen Eimer Bitumen. Das verstehen die Leute nicht“, sagte Reiner Wäsche (fraktionslos). Auch die vermeintlich zu niedrigen Kalkulationen von Architekt Stefan Nitschke wurden bemängelt. Kaluza verteidigte den Architekten: „Das Architekturbüro hat von Beginn an dargelegt, dass die Preise beim Bau gerade explodieren. Sie haben sich aber auch Gedanken gemacht, wo wir sparen können“. In den Schulstandort sei seit Jahrzehnten nichts investiert worden, nun dürfe man nicht auf der Zielgeraden aufhören. Er erwarte, dass der größte Teil der Mehrkosten von der Fördermittelstelle übernommen werde.

Von Peter Degener

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