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Carsten Preuß tritt für die Linke an

Kandidat im Bundestagswahlkreis 62 Carsten Preuß tritt für die Linke an

Carsten Preuß tritt für die Partei Die Linke 2017 zur Bundestagswahl als Direktkandidat im Wahlkreis 62 an. Im Saal des Bürgerhauses Wünsdorf bedankte sich der parteilose Zossener für das deutliche Votum. Dort stimmten 119 Genossen für ihn. Drei stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich der Stimme. Preuß wertete seine Nominierung als Wahlkampfauftakt.

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Felix Thier, Florian Bogs, Kingsley Fankwe Chungen, Carsten Preuß, Patrice Wunderlich und Michael Lippold (v.l.).

Quelle: Frank Pechhold

Wünsdorf. Carsten Preuß tritt für die Linke im Wahlkreis 62 als Direktkandidat zur Bundestagswahl 2017 an. Mit überwältigender Mehrheit wurde der parteilose Zossener am Samstag als Spitzenkandidat nominiert. Gegenkandidaten gab es nicht. „Das Ergebnis hat alle meine Erwartungen übertroffen“, sagte Preuß zu den Genossen im Wünsdorfer Bürgerhaussaal.

119 von 125 Stimmen erhalten

Stimmberechtigt wären 681 Parteimitglieder aus dem Wahlkreis 62 gewesen, der die Landkreise Dahme-Spreewald (LDS) und Teltow-Fläming (TF) ohne Ludwigsfelde sowie die Stadt Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) umfasst. Anwesend waren 125. Davon stimmten 124 mit ab. Preuß erhielt 119 Ja-Stimmen. Drei Mitglieder stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich.

Vor der Wahl hatte Arnold Mosshammer aus Halbe den Entwurf eines offenen Briefes zur Altanschließerproblematik an den Landesvorstand der Linken verteilt. Man verständigte sich darauf, das Schreiben nach dem Ende der Wahlkreisversammlung zu behandeln. „Wobei es jedem freigestellt ist, im Saal zu bleiben“, sagte Versammlungsleiter Roland Scharp. Dann wurden Florian Bogs (Dahlewitz), Kingsley Fankwe Chungen (Luckenwalde) und Patrice Wunderlich (Zeuthen) von den Kreisvorsitzenden Felix Thier (TF) und Michael Lippold (LDS) als neue Mitglieder der Linkspartei begrüßt.

Politische Ansichten in zehn Minuten

Zehn Minuten hatte Carsten Preuß Zeit, um sich und seine politischen Ansichten vorzustellen. Entschieden prangerte er Alters- und Kinderarmut an, sprach sich für mehr soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in Industrie und Landwirtschaft aus. Diese Themen hätten ihn dazu bewogen, gesellschaftlich aktiv zu sein. Preuß ist verheiratet, hat einen 15-jährigen Sohn, arbeitet im Umweltamt der Kreisverwaltung Teltow-Fläming. Er sitzt seit 2008 für die Linke in der Stadtverordnetenversammlung Zossen, aktuell als Fraktionsvorsitzender. 2011 unterlag er bei der Wahl um das Bürgermeisteramt in Zossen Michaela Schreiber (Plan B).

„Ich bin nicht Mitglied der Partei, was aber nicht heißt, dass ich unparteiisch bin“, so Preuß. So gesehen halte er es für eine Bereicherung, dass man hier die Chance habe, einem parteilosen Bundestagskandidaten zuzustimmen. „Für mich passt das nicht zusammen“, meinte Christa Zernick aus Mellensee. „Auf Carsten kann man sich verlassen“, so Konrad Tschorn aus Wünsdorf. Für ihn sei nicht entscheidend, ob jemand in der Partei sei, sondern „wie er unser Gedankengut umsetzt“. Diese Diskussion habe man lange genug geführt, so der stellvertretende TF-Kreisvorsitzende Detlev Schiemann. „So langsam muss Schluss damit sein.“

Fragen zu Nato, Rot-Rot-Grün und sozialer Gerechtigkeit

Aus dem Publikum wurde Carsten Preuß unter anderem danach gefragt, wie er zu Nato, Auslandseinsätzen der Bundeswehr und einer Rot-Rot-Grünen Koalition auf Bundesebene stehe. Zu einer solchen Koalition sage er „Ja, aber . . .“, Preuß sprach sich gegen eine Beteiligung der Linken an der Regierung um jeden Preis aus. Soziale Gerechtigkeit müsse sich in dem Koalitionsvertrag wiederfinden. „Es macht keinen Sinn, die gleiche Politik wie bisher fortzusetzen.“ Die Nato würde er sofort auflösen, „wenn das so einfach wäre“. Weiter sei er strikt gegen jede Art von Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

Nach der Versammlung blieben 57 Zuhörer im Saal, um kurz über den offenen Brief zur Altanschließerproblematik zu diskutieren. 55 stimmten dafür, das Schreiben dem Landesvorstand zu übergeben. Darin heißt es beispielsweise: „Die zögerliche und unscharfe Haltung unserer Partei in dieser Angelegenheit, begründet mit unseren Koalitionsverpflichtungen, fällt uns in der täglichen politischen Arbeit immer wieder auf die Füße“. Könne die Linke nicht „unanfechtbar öffentlich darstellen, dass wir nicht die Verursacher der Misere sind?“

Von Frank Pechhold

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